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Autoverkauf - Problem mit Käufer

Habe gerade mein Auto verkauft, und werde wohl auch noch einiges mit dem Käufer erleben. Habe hier im Forum schon zahlreiche ähnliche Fälle gelesen.

Anbei mein Fall:

Im Januar 2007 habe ich beim Mazda-Händler ein gebrauchten Golf III TDI erstanden. Diesen habe ich jetzt verkauft, obwohl ich über die 11 Monate Fahrzeugbesitz viel Geld in Verschleißteile (Bremse vorne komplett neu und Winterreifen als letzte Investition vor 6 Wochen) und persönliche Änderungen (FSE-Festeinbau, Navi, Recaro-Fahrersitz usw.) gesteckt hatte. Der Grund für den Verkauf ist, daß ich für wirklich wenig Geld, den alten Firmenwagen vom Chef übernehmen kann.

Also habe ich das Auto auf diversen Internetseiten und Zeitungen angeboten.

Ein Interessent, der ernsthaft interessiert war, war ein Türke (nicht abwertend gemeint!).

Dieser kam gestern morgen zur Probefahrt und stand wie abgesprochen schon um 7.00 morgens vor der Tür. Auf andere Termine mit mehr Tageslicht wollte oder konnte er nicht ausweichen. Es mußte dieser Samstag sein, da ich aber arbeiten mußte, konnte der Termin nur vor Arbeitsbeginn stattfinden, also zum Teil noch im Dunkeln. Deswegen hatte ich mir auch eine vernünftige Taschenlampe eingepackt, damit der Interessent auch etwas sieht, schließlich war er 400 km Anfahrt gefahren (!).

Zuerst schaute er (kamen zu zweit) ca. 40 Minuten das Auto von allen Seiten genaustens an, ist ja schließlich auch kein junger Gebrauchtwagen. Als soweit alles dem Käufer zusagte, erfolgte die Probefahrt. Diese hatte ich Ihm zugesichert, solange ich noch an diesem morgen pünktlich zur Arbeit kommen würde. Also rein ins Auto und losgefahren. Auf die Frage, ob Landstrasse oder AB kam keine Antwort. Der zuvor schon am Telefon genannte Mangel (defektes Radlager vorne rechts) wurde auch akzeptiert, diesen möchte er selbst beheben, Hauptsache der Preis wird geringer. Nach ca. 1,5 km Testfahrt kehrte der Interessent um und sagte alles wäre ok. Das wunderte mich sehr, da ich mich auf mindestens 20 km Probefahrt eingestellt hatte.

Damit wir nicht in der Kälte standen, sind wir ins nächste Bäckereicafe. Jeder einen Kaffee vor sich und den Kaufvertrag incl. aller Papiere und Belege auf dem Tisch. Während des Ausfüllen des Kaufvertrages wurden heftige Gespräche meiner beiden türkischen gegenüber geführt. Nun folgte auch noch ein sehr langwieriges Telefonat, das auch auf türkisch gehalten wurde.

Nach einigem hin- und her, kam die Entscheidung Extras raus und Preis noch weiter runter und Extras incl. zum schon geringfügig reduziertem Preis.

Es blieb alles wie ursprünglich vereinbart, außer, daß ich noch für 26 € den Tank voll machte. Die Bächkereiverkäuferin sagte beim bezahlen: "Gut, daß Sie nichts verstanden haben".

Der Preis wurde akzeptiert und die 2 türkischen Käufer sind mit den Golf nach Hause, hatte Ihm sogar das Navi mit der Heimadresse gefüttert.

Nachmittags erfolgten zwei Anrufe mit der Begründung, Belege von Wartungsarbeiten würden noch fehlen. Diese zu besorgen ist kein Problem, aber die waren mit SICHERHEIT in der ausgehändigten Fahrzeugmappe.

Nun erfolgte heute morgen der erste "Terror-Anruf". Das Auto wäre nicht unfallfrei, wieviel ich an die beiden zurück bezahlen werde. Auf meine Frage, was denn wäre, wurde mir gesagt, die Tür hinten wäre "innen rot". Ich hatte das Fahrzeug als unfallfrei erworden (mein Kaufvertrag hatte ich mitgegeben) und hatte auch selbst keinen Unfall mit dem Auto. Also hatte ich im Kaufvertrag auch unfallfrei angkreuzt.

Bei der 40 minütigen Begutachtung war nichts an der Tür aufgefallen, mir in den 11 Monaten Besitz auch nicht. Bilder können Sie keine machen und mir Bilder zusenden, egal ob analog oder digital. Die zwei wollen morgen zur VW gehen und angeblich eine neue Tür bestellen, obwohl dieser Tür nichts fehlt, außer die Farbe im Tüinnern.

Darauf konterte ich, mit Ihrem Auto können Sie tun und lassen was Sie wollen, schließlich ist es nicht mehr mein Auto. Er lies aber einfach nicht locker. Nun setzte ich einen obendrauf. Nach dem Verkauf am Samstag war ich zurück zur Bäckereiverkäuferin, um zu wissen was da so lautstark auf türkisch in meinem Beisein besprochen wurde. Diese erzählte mir von heftigen Diskussionen, bei denen es darum ging mich noch weiter im Preis zu drücken. "Der Hurensohn will im Preis nicht weiter runtergehen" war noch die harmloseste Aussage. Damit kann ich leben, ich möchte ja die zwei nicht heiraten. Nun hatte ich den türkischen Nerv mit seinen Aussagen konfrontiert. Ich glaube er wurde zuerst blass und anschließend ganz rot am Telefon und wurde nun sehr ausfallend. Nachdem er sich wieder einigermaßen beruhigt hatte, behauptete er, er hätte dies zu seinen Neffen der dabei war gesagt, und auch zum Sohn am Telefon, aber nicht zu mir.

Nun war das Gespräch erstmal beendet, wobei 10 Minuten später der erneute Anruf folgte. Er möchte das Auto zurück geben, kann diesmal aber nur am Mittwoch. Ich antwortete, er solle mir doch erstmal den Mangel belegen, daß das Auto nicht unfallfrei sein sollte. Nun sagte er nur, er könne das Auto so nicht weiterverkaufen, nun hakte ich nach, daß das Auto doch für Ihn bestimmt gewesen sei.

Nun erfolgte von Ihm die Drohung, er könne das Auto so nun nicht wie besprochen am Montag abmelden. Zum Glück hatte ich mich zuvor bei meiner Versicherung (HUK) informiert, und von der Versicherung ein Kaufvertrag erhalten, bei dem die Klausel mit den Nummernschilder drin vorkommt. Demnach kann er jetzt solange er möchte mit meinen Nummernschlilder durch die Gegnd fahren, da im Kaufvertrag der 15.12. 8.00 festgehalten wurde. Damit schießt er sich im Falle eines Falles nur selbst ins Bein.

Ich kann jetzt eigentlich nichts machen, wie auf den nächsten Anruf warten. Zum Glück habe ich dafür ein Prepaid-Handy, welches ich wohl ab morgen mal für einige Woche ausschalten werde.

Oli

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7 Antworten

Gegen derartige Praktiken habe ich ein ganz einfaches Mittel: Besprechen bei Verkaufsverhandlungen Interessenten Dinge in einer Sprache, der ich nicht mächtig bin, sind die Verkaufsverhandlungen sofort beendet, falls nach einem freundlichen Hinweis meinerseits nicht von dieser Unsitte abgelassen wird. Ich bin zwar nicht kleinlich, aber eine derartige Unhöflichkeit muß ich mir persönlich nicht bieten lassen.

Mal abgesehen davon, dass ich den Begriff "Unfallfrei" auf jeden Fall im Vertrag vermeiden würde (man kann ja z.B. "Rahmenschadenfrei" schreiben, sonst können dir im Extremfall auch größere Kratzer als nicht Unfallfrei ausgeleggt werden)... wenn die sowieso zu VW wollen und die neue Türe bestellen wollen, dann würde ich da evtl. einfach mal ein kurzes Gutachten (sollte ja dann recht offensichtlich sein) über die alte Tür anfordern.

Wenn du "Zocken" möchtest, dann warte doch doch ne Woche und biete dann an den Wagen zurückzunehmen... natürlich abzüglich der gefahrenen Kilometer seit Verkauf (da würde ich dann ruhig mal 50 cent/Kilometer ansetzen) und schau mal, wie die Reaktion darauf dann ist.

Wenn du unfallfrei angegeben hast, ist normalerweise die Zeit in der du das Fahrzeug hattest gemeint. Für die Vorbesitzer kannst du ja nichts. Zumindest steht das in meinem letzten Vertrag so drin. Sinngemäß: "Während meiner Nutzung war das Fahrzeug unfallfrei".

Ich würde mich auf garkeine Diskusionen einlassen, wenn mein Gegenüber ausfallend wird und seltsame Begründungen bringt. Da entsteht doch sehr der Verdacht, dass dich jemand abzpcken will. Ich hab mal in einem ähnlichen Fall einem Italienischen Händler 800,- Euro vom Kaufpreis rückerstattet, weil er mir ne Rechnung unter die Nase gehalten hat, dass ein Motorschaden vorgelegen hätte und dies und das für 1500,- Euro behoben werden musste. Er hat es ausgenutzt mich direkt/persönlich damit zu konfrontieren, was fast schon bedrohlich wirkte, wieso ich damals das Geld nach einigen heftigen Diskussionen rausrückte.

Heute würd ich es anders machen: Ich würde auf den normalen Rechtsweg verweisen. Manche kapieren es nicht und vor allem nicht die ausländischen Händler so meine Erfahrung. Da wird viel geschrien und gedroht, dabei wärs doch so einfach. Egal ob Händler oder Privatmann. Ich würde ein Begutachtung durch einen unabhängigen Prüfer (Dekra) verlangen. Der kommt sogar nach hause. Ohne stichhaltige Beweise würd ich nämlich gar nichts unternehmen und ihn mal machen lassen. Soll er sich doch ne Tür bestellen. Ohne vorherige Absprache und ohne jedweder stichhaltigen Beweis könnt er sich die Rechnung für die Tür bei mir sonst wo hinschieben.

Sinnvoll wäre es ggf. eine Rücknahme anzubieten, wenn er doch tatsächlich so unzufrieden ist mit dem Fahrzeug. Das Problem ist da nur: Er wird wahrscheinlich unsummen als Unkosten verlangen. z.B. Spritgeld zu dir, bereits bestellte Teile und Arbeitsstunden usw.

diese praktik haben wir hier schon oft behandelt und sind eigendlich immer zum gleichen ziel gekommen. ,, unterlassen sie die anrufe! habe bereits anzeige gegen sie erstattet!``

das ist eine typische masche von den meist suedlændischen ganoven(wie immer muss man jetzt noch erwæhnen das nicht alle gleich sind) aber so hæufig wie das vor kommt bekommt man langsam das ko..en.

 

lass dich nicht einschuechtern!!! wenns zu dolle wird musst anzeige erstatten. keine telefongespræche mit denen fuehren! auf post von deren anwalt warten. falls sie selber vor der tuer stehn nicht aufmachen und am besten gleich die polizei rufen.

 

 

gruss

Zitat:

Nun sagte er nur, er könne das Auto so nicht weiterverkaufen,

:D Da er sich mit dem Spruch als Händler geoutet hat kannst du der Sache noch gelassener ins Gesicht schauen.

Versuch mal im Internet oder Telefonbuch rauszubekommen ob er ein offizieller Händler ist.Gemeinerweise könntest du auch dem Finanzam einen Tip geben das der Herr anscheinend gewerblich mit Autos handelt.Das Geld das du ihm zurückerstatten sollst wird mit Sicherheit nicht in einer Steuererklärung auftauchen.

Es gibt auch südländische Händler die Seriös sind,allerdings feilschen die nicht lange sondern sagen was sie bezahlen wollen und entweder bekommen sie das Auto dafür oder eben nicht,gint ja noch genügend Andere die zum Verkauf stehen.

die nummer mit dem am amt ansch... gefällt mir persönlich am besten.:D

oder sag denen das du die sache deinem anwalt weitergegeben hast.da du rechtschutzversichert bist wäre es für dich die beste lösung da du für den anwalt eh nix zahlst.

und sag ihm noch das dein anwalt noch prüfen muss ob er gewerblicher verkäufer ist(er würde beim finanzamt eine anfrage stellen),demnach richtet sich dann der weitere weg.

gruß chrima38

Lass dich nicht auf irgendein blödes Gesülze ein, bei dem nächsten Anruf sagst einfach "ich hab keinen Bock mehr auf ihre Gespräche, den Rest klären wir über Rechtsanwalt". Wenn er sich drauf einlässt ist er selten blöd.

Ich hab sowas gerade durch (Prozess zog sich ein Jahr lang hin), vor 2 Wochen kam "Klage wurde abgewiesen", war auch so Spinner der meinte er könnte Auto zurückgeben. In der Begründung stand drin dass der Käufer es MIR nachweisen MUSS dass der Unfallschaden (oder eher angeblicher) in der Zeit in der das Fahrzeug in meinem Besitz war erlitten hat. Es wurden Vorbesitzer zu Gericht eingeladen, die haben schön gelabert sie hätten keinen gehabt ........... ja einer muss den angeblichen Schaden wohl gehabt haben, ich nicht, und das war das Problem, Käufer konnte es mir nicht nachweisen dass ich einen gehabt hätte (was auch definitiv nicht der Fall war). Die Karre hab ich laut Kaufvertrag unfallfrei gekauft......

MFG

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