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Autoverkauf für Mutter: Was sollte man beachten?

Themenstarteram 1. Febuar 2016 um 16:02

Hallo Forum,

habe kein passenderes Forum gefunden, daher hier meine Frage gestellt:

Meine Mutter kann altersbeding Ihr Auto (2004er Smart ForFour) nicht mehr fahren.

Ich möchte das Fahrzeug für Sie privat verkaufen. Brief und Kfz-Schein sowie aktuellen TÜH-Prüfbericht habe ich vorliegen.

Da ich eher selten Autos kaufe/verkaufe bitte ich vorab um euren Rat:

  • Kann ich das Fahrzeug mit zu mir nehmen (selbes Bundesland Hessen aber aderer Landkreis) und es da privat verkaufen obwohl ich nicht der Halter bin?
  • Spricht irgendetwas gegen eine Anzeige bei den bekannten Autobörsen im Internet? Wie schütze ich mich vor betrügerischen Käufern?
  • Gibt es eine alternative/bessere Möglichkeit des Autoverkaufs?
  • Was ist zu beachten, wo lauern Fallen, welchen Vertrag soll ich mit dem Käufer aufsetzen?
  • Wie läuft das mit der Steuer und der Haftpflicht-Versicherung: Wem muss ich da wann Bescheid sagen, bekommt man zuviel bezahlte Steuern und Versicherungsbeiträge zurück?
  • Wie erfolgt am sichersten die Ummeldung auf den Käufer, was muss ich dabei beachten?

Danke für jeden Tipp!

Sergeant999

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12 Antworten

Zitat:

@Sergeant999 schrieb am 1. Februar 2016 um 16:02:28 Uhr:

  • Kann ich das Fahrzeug mit zu mir nehmen (selbes Bundesland Hessen aber aderer Landkreis) und es da privat verkaufen obwohl ich nicht der Halter bin?

Ja, bereite am besten einen Standardkaufvertrag (z.B. den vom ADAC ... einfach bei Google suchen) mit allen Angaben vor und lass den deine Mutter unterschreiben. Dabei auch ggf. Mängel vorher rein schreiben.

Dann musst du nur noch die Angaben des Verkäufers eintragen (lass dir den Ausweis zeigen!) und den Preis.

Zitat:

@Sergeant999 schrieb am 1. Februar 2016 um 16:02:28 Uhr:

  • Wie erfolgt am sichersten die Ummeldung auf den Käufer, was muss ich dabei beachten?

Das ist der eigentliche Knackpunkt.

Am sichersten ist es, das Fahrzeug vorher abzumelden, aber das ist schlecht für den Verkauf, weil dann keine Probefahrt mehr geht und sich Private natürlich auch ein wenig schwer tun, das Auto dann weg zu bekommen. Machst du es nicht vorher und der Käufer meldet nicht um, dann macht das Ärger (auch wenn die Wahrscheinlichkeit dafür relativ gering ist).

Da gibt es verdammt viele Möglichkeiten.

Prinzipiell spricht nichts dagegen, das Auto in den bekannten Online-Börsen einzustellen.

Rechne aber damit, dass du gefühlt 100 Anrufe vom Kaliber "Was is letzte Preis" bekommst.

Ansonsten: Bei der Besichtigung nach Möglichkeit immer noch jemanden dabei haben (im Zweifel als Zeugen).

Beim Wunsch von Probefahrten immer den Perso als Sicherheit geben lassen. Ich persönlich würde mir auch Datum, Uhrzeit und den Namen des Fahrers irgendwo notieren, falls er geblitzt werden sollte oder ähnliches.

Steuer und Versicherung kannst du entsprechend melden, wenn das Auto verkauft/abgemeldet ist. Dann bekommst du anteilmäßig die bezahlten Beiträge zurück. Beim Abmelden kannst du das entweder den Käufer machen lassen (entsprechend im Kaufvertrag vermerken) oder eben selbst abmelden. Dann muss der Käufer kucken wie er Probefahrt/Abholung organisiert bekommt.

Empfehlen kann ich dir auch, falls du Mitglied bist, einfach mal bei ADAC oder anderem Automobil-Club anzufragen. Die haben normal auch sehr viele Tipps und können dir die entsprechenden Möglichkeiten bei einem Autoverkauf von privat aufzeigen.

Ganz wichtig: Nur Bares ist wahres. Überweisungen können auch wieder zurückgeholt werden. Checks usw. würde ich gar nicht erst annehmen (können ja auch ungedeckt sein).

Zu Steuer und Versicherung noch:

Das geht aber auch ganz normal seinen Weg, wenn das Auto abgemeldet wird.

Sprich, eigentlich brauchst du nichts machen ... nur abgemeldet muss es werden.

Ich habe das beim letzen Verkauf so gemacht, dass ich den Wagen nicht abgemeldet habe, eben wegen der Probefahrt. Nach Besichtigung und Probefahrt haben wir den Kaufvertrag gemacht (Muster von mobile.de) und die mir bekannten Mängel eingetragen (so war er auch inseriert) und der Kaufpreis wurde bezahlt. Der Käufer bekam für sein Seelenheil einen der beiden Schlüssel und das Auto kam wieder in die verschlossene Garage. Mit allen Dokumenten ausgestattet hat der Käufer den Wagen dann auf sich umgemeldet (gleicher Zulassungsbezirk) und mir die neuen Fahrzeugpapiere vorgelegt. Dann hat er den Wagen aus der Garage fahren dürfen und wir waren alles zufrieden. Kurz und knapp, die Rennereien habe ich dem Käufer überlassen und das Auto als Pfand war sicher in der Garage verschlossen. Hat prima geklappt und auch später gab es keinen Ärger. Der Käufer hatte allerdings auch schon 6 Stunden nach Inserierung auf mobile.de zugeschlagen :)

Man kann auch abmelden (wenn gekauft) und dann kann der Käufer noch bis Mitternacht das Fahrzeug legal irgendwo hin bewegen.

Themenstarteram 2. Febuar 2016 um 12:22

Zitat:

@Domme2602 schrieb am 1. Februar 2016 um 16:12:08 Uhr:

Da gibt es verdammt viele Möglichkeiten.

Prinzipiell spricht nichts dagegen, das Auto in den bekannten Online-Börsen einzustellen.

Rechne aber damit, dass du gefühlt 100 Anrufe vom Kaliber "Was is letzte Preis" bekommst.

Vielleicht wäre es noch eine Idee, das Auto lokal zu inserieren oder auf Arbeit, angefangen z.B. vom schwarzem Brett in den Supermärkten meiner Umgebung bis zur klassischen Anzeige in der Regionalzeitung !?

Dann hat man zwar einen erheblich kleineren Käuferkreis, aber vermeidet z.B. Käufer aus anderen Ländern, weil ich mir da eben vorstellen kann das ein länderübergreifender Autoverkauf (garade auch im Betrugsfall) viel kompilzierter ist.

Sergenat999

Über die großen Internetbörsen geht es wirklich recht schnell und ohne Kosten. Eine gute Darstellung im Inserat sollte aber auch sein. Wegen der Bekanntgabe der Telefonnummer ... kauf dir eine neue Prepaidkarte für 5,- / 10,- € und nimm dann diese neue Nummer für das Inserat. Wenn das Auto verkauft ist, dann legst Du die Prepaidkarte halt wieder weg. Den Kaufpreis kannst Du dir in der örtlichen Filiale deiner Bank geben lassen zur Bareinzahlung auf ein Konto. Dann weißt Du auch, dass kein Falschgeld dabei war.

Zitat:

@Sergeant999 schrieb am 2. Februar 2016 um 12:22:52 Uhr:

Zitat:

@Domme2602 schrieb am 1. Februar 2016 um 16:12:08 Uhr:

Da gibt es verdammt viele Möglichkeiten.

Prinzipiell spricht nichts dagegen, das Auto in den bekannten Online-Börsen einzustellen.

Rechne aber damit, dass du gefühlt 100 Anrufe vom Kaliber "Was is letzte Preis" bekommst.

Vielleicht wäre es noch eine Idee, das Auto lokal zu inserieren oder auf Arbeit, angefangen z.B. vom schwarzem Brett in den Supermärkten meiner Umgebung bis zur klassischen Anzeige in der Regionalzeitung !?

Dann hat man zwar einen erheblich kleineren Käuferkreis, aber vermeidet z.B. Käufer aus anderen Ländern, weil ich mir da eben vorstellen kann das ein länderübergreifender Autoverkauf (garade auch im Betrugsfall) viel kompilzierter ist.

Sergenat999

Auch diese Kollegen kommen mittlerweile meistens sogar aus Deutschland.

Sind die bekannten Fähnchen-Händler die man überall und an jeder Ecke findet...

Die Variante mit einer Prepaid-Karte kann ich auch nur empfehlen.

Themenstarteram 2. Febuar 2016 um 14:53

Zitat:

Den Kaufpreis kannst Du dir in der örtlichen Filiale deiner Bank geben lassen zur Bareinzahlung auf ein Konto. Dann weißt Du auch, dass kein Falschgeld dabei war.

Jetz rächt sich dass ich alle meine Konten nur bei online-Banken habe :-(

 

Themenstarteram 2. Febuar 2016 um 14:59

Zitat:

@Domme2602 schrieb am 1. Februar 2016 um 16:12:08 Uhr:

.

Rechne aber damit, dass du gefühlt 100 Anrufe vom Kaliber "Was is letzte Preis" bekommst.

Wie ermittle ich denn eigentlich einen passenden Preis für das Auto? Kann ich hier im Motor-Talk Forum fragen oder ist das nicht erwünscht/erlaubt?

Oder suche ich dafür einfach vei einer Internet-Autobörse ähnlche Fahrzeuge (Modell, Variante, Ausstattung, Laufleistung, ...) und bekomme so einen Preisrahmen !?

Zitat:

@Sergeant999 schrieb am 2. Februar 2016 um 14:59:00 Uhr:

Oder suche ich dafür einfach vei einer Internet-Autobörse ähnlche Fahrzeuge (Modell, Variante, Ausstattung, Laufleistung, ...) und bekomme so einen Preisrahmen !?

So würde ich es machen.

Dabei beachte, wenn du ernsthaft verkaufen willst, 2/3 der Angebote auf den Verkaufsplattformen sind überteuert.

Enge die Suchkriterien am besten so weit ein, dass ca. 4 Seiten bei raus kommen. Jetzt gehst du ans Ende der ersten Seite und dort findest du ungefähr den passenden Preis (dürfen auch 8 Seiten und das Ende der 2. Seite sein). Wenn du dann verkaufen willst, solltest du noch einmal mit einem Abschlag von 500€ vor Ort rechnen.

Und mache niemals eines: Lasse dich nicht auf Verhandlungen am Telefon ein. Auch wenn einer sagt, ich komme sofort vorbei und gebe xy€ ... wenn er vor Ort steht wird weiter verhandelt und nichts wird gegeben.

Du kannst alternativ das Auto auch einfach über Schwacke bewerten und dort dann ca. 1-2.000€ draufschlagen. Dann hast du einen realistischen Marktpreis. Je nach Pflegezustand entsprechend anpassen.

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