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Jmeister

Fürs Auto, vom Auto - und was mit dem Auto zu tun hat

11.12.2015 20:10    |    Jmeister    |    Kommentare (9)    |   Stichworte: Barcelona Designhotel W, Motorpark Castelloli, Seat Ibiza Cupra Expert Drive

Es begab sich zu einer Zeit als die Bürger geschätzt werden sollten - wertgeschätzt nämlich und ich hatte das Glück, als einer von insgesamt 15 Leuten zum Seat Ibiza Cupra Expert Drive, auserwählt worden zu sein. Bevor das ganze Anfang Dezember für 2 Tage nach Barcelona ging, erfolgte die Gewinnmitteilung und die war sowas von super, das ich beinahe nicht teilnehmen konnte, so überraschend und plötzlich kam, diese, das ich beinahe gegen ein Verkehrszeichen, gefahren wäre, aber es ging gut und los ging es.

 

Im Vorfeld standen die Gewinner fest und mit Big Van Vader, flog noch jemand von Hannover aus los und ich konnte gelassen in Richtung Barcelona fliegen. Dort angekommen erwartete uns bei strahlendem blauen Himmel, ein Taxi Driver, welcher für den spanischen Verkehr (später dazu mehr) ordentlich fuhr. Es ging dann gleich erstmal, da wir relativ früh angekommen sind, ins Designhotel W.

 

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"Alter Verwalter" sagte ich als ich ins Hotel eintrat und einfach baff war. Die Begrüßung durch die Haupt Organisatorin der Event Agentur und der Ansprechpartnerin von Seat, lockerte meine Zunge und wir konnten erstmal in Ruhe frühstücken, bevor es dann in Richtung Programm Punkt 1 - das Seat Werk in Martorell ging - naja fast - zuerst ging es zum Treffpunkt mit den anderen Gewinnern. Zur Stärkung in einer typisch katalanischen Lokalität, welche offenheit, Wärme und Gute Laune ausstrahlte, gab es typische spanische Tellerchen und leckeres Essen, dazu später auch noch Event Shirts und lustig, bedruckte Armbänder und ein Keylace. dsc-0520dsc-0520

 

Es ging dann zum Werke nach Martorell mit dem Bus und bevor wir das Werk betraten, bekamen wir von der Größe erstmal einen Ausblick. Ein riesen Fabriken Komplex, der seit 22 Jahren dort steht und knapp 7500 Arbeiter beschäftigt, davon ca. 25% Frauen. (Also in Deutschland wäre man über eine solche Frauenquote stolz ;) )- Mit Susanne, unserer Begleiterin , ging es dann durch die Hallen - ein "Weiter bitte" röhnte immer wieder durch die Headsets im Ohr. Mit Ihrer Stimme im selbigen wurden wir durchs Werk geführt. Es war erstaunlich wie dort die Roboter, eine Art Ballett tanzten, um Bleche zu nehmen, falteten und diese dann auf neue Produktionsbänder setzten, damit diese Bleche zu einer Ober- oder Unterkonstruktion zusammenwachsen konnten. Erstaunlich das in knapp 18 Stunden ein Ibiza, ein Leon in ca. 24 Stunden und ein Q3, ja auch der wird dort gebaut, in 27 Stunden das Licht der Straße erblickt. Einige Schrauben, Schweißpunkte und menschliche Handgriffe später, war es dann soweit, wir wurden Trauzeuge bei der sogenannten Hochzeit - dem zusammensetzen von Ober- und Unterteil. Ich bekam das Grinsen schon jetzt nicht mehr aus dem Gesicht und war einfach begeistert von der Koordination, dem gestrafften Fließband Ablauf und der Motivation, die vor Ort herrschte, ein gutes Produkt herzustellen.

 

Nun ging es zurück - aber nicht wie auf dem Hinweg, nein es warteten 7 feine Flitzer auf uns und diese durften wir bewegen. dscn0104dscn0104 Mir war zwar ein wenig mulmig, hatte ich doch die Bilder vom Vormittag noch im Kopf, das die spanischen Verkehrsteilnehmer, die Linien auf der Straße, mehr als Richtinie nahmen, als für das was sie darstellen sollten. So fragte ich den SEAT Ambassador Sebastian, ob er den fahren wolle, schließlich war er schon mehrfach für SEAT als Fahrer unterwegs gewesen, auf diversen Rennstrecken, er lehnte höflich ab, ja und dann ging es los.

 

Alter - was für eine geile "Rennsemmel" - einen Halt in den Sitzen, eine Auflage auf der Straße wie auf Schienen und eine Beschleunigung auf der Autobahn - "Da hat Mutti's Junge was zu spielen" und so ging es dann im Rahmen des erlaubten in Richtung Hotel zurück. Mann hatte dort Mühe mich aus dem Wagen zu holen, das Empfangskommitee wollte die Wagen dann parken, ich meinte das könne ich doch auch - aber nach einer kleineren Diskussion, gab der klügere nach und dann - ja dann das nächste Highlight - Bezug der Zimmer - WOW was für eine Aussicht, auf den Hafen, einen Teil der Stadt und den Strand vorm Hotel - HAMMER.

 

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Ein Abendessen in geselliger Runde, mit diversen Gesprächen über Auto's Test's und Gewinnspiele sowie die Jobs der einzelnen Tester, folgte. Es war stimmig aufs Mittagsessen aufgebaut und später, gab es zum Abschluß des ersten Tages ein, zwei kleine Getränke an der Bar.

 

Bedingt durchs ohnehin frühe Aufstehen, war ich bereits am Samstag gegen 7 Uhr angezogen und fertig mit Koffer packen, als der vom Hotel beauftragte Weckdienst, mit lieblicher Stimme "zuschlug" Hello Jmeister this is your Wake Up Call, have a Nice Day. Der Tag sollte wirklich nice werden. Nach einem ausgiebigen Frühstück und dem zusammenkommen der anderen, ging es los - das Ziel "Parcmotor Castololi" eine Rennstrecke mit zusammenhängender Fahrsicherheitsstrecke - Wow what a Rush, meine Mundwinkel zuckten schon wieder nach oben, dort standen auch die Cupra's von gestern, am liebsten wäre ich sofort eingestiegen, aber zuerst gab es von den dortigen Instruktoren, ein Briefing, was uns an diesem Tage alles erwartet.

 

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Unter anderen war dort Mia Bartolet, welcher u.a. 92 und 93 Rally Weltmeisterschaften gefahren ist und dann auch noch auf einen Ford Sierra Cosworth ;) - sehr sympatisch der Herr :) Die Instruktoren zeigten uns, auf was es ankommen würde und das wir erstmal ganz sicher seinen, denn sämtliche Assistenten (ABS, ESP usw.) wären erstmal an.

 

Ok - also ab auf die Strecke und Slalom fahren, meine Co Fahrerin Steffi, meinte zuerst, sie traue sich das nicht so ganz zu, aber mit zunehmender Dauer - wurde sie zum Raubtier- es war aber auch einfach der Hammer, erst mit dann ohne Assistenssystemen zufahren. Einfach geil - nun ja Slalom ist einfach kann jeder, aber was ist mit Bremsen und auftauchenden Hindernissen?

 

Auch hier zeigten Steffi und ich ein gutes Teamverständnis - der eine half dem anderen (Ansage der Geschwindigkeit, da hinten hinschauen, nicht aufs Hindernis - die Fahne ist dahinten) und es klappte, bei beiden dann auch, das wir weder den Wagen schrotteten, auf halber Strecke stehen blieben oder halt das Hindernis berührten.

 

Nächste Aufgabe, war eine Art Reaktionstest - wir sollten mit min. 45 Km/h in einen Aufbau fahren, welcher aus Lichtschranke, Hindernis und Ampel bestand. Nach durchfahren der Lichtschranke, kam mit Verzögerung das Signal rechts oder links am Hindernis vorbei zufahren.

Kein Problem :) Während wir dann auch etwas mutiger wurden und mit 55-58 Km/h fuhren, erzielten andere die Tageshöchstmarke von 64 Km/h ;) Unsere kleinen Raser

 

Das beste beim Handlingkurs kam zum Schluß - Der Asphalt, eher Harter Beton, welcher durch etwas Regen auch zuerst rutschig war, hier galt es das zuvor erlernte in einen Kurs umzusetzen und da schlug Steffi's große Stunde - das Raubtier kam aus Ihr raus, wow - auch mein Nacken freute sich etwas, als wir aus der einen Kurve, härter rauskamen als geplant, aber einfach der Hammer. Auch ich hatte meinen Spaß, ob mit oder ohne Assistenzsystemen, der Knüller, Handbremse in der Kurve ziehen, merken wie das Heck ausbricht, bei nem Fronttriebler , Yihaaa give it to me"

 

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Später ging es dann auf den Rennkurs - eine in den Fels gemeißelte Berg und Talstrecke - einfach klasse und auch von der Ansicht alles tippi toppi. Hier ging es dann erstmal zum genauen Handliung auf dem Kurs. Erläuterungen folgten und dann gab es geführtes Fahren. Leider hatte ich dann dort die Curbs etwas zu eng genommen und musste abreissen lassen, da der Wagen mir dann doch zu sehr "wackelte" VanVader und die beiden anderen überholten mich und so beschlossen, Steffen? - Namen waren für mich auch Schall und Rauch - und ich halt gesitteter zufahren. Generell ist zusagen, das der Ibiza Cupra, abgeht wie Schmidt's Katze und auch die Assistenz hilft in gefährlichen Situationen immer einen kühlen Kopf zu bewahren.

 

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Nach dem Motto "Nun lasst mal die Profis ran" ging es dann mit den Instruktoren über die Strecke, als Beifahrer im Renntaxi - Holla die Waldfee, noch mal ein ganz anderes fahren, als Beifahrer mit einem Könner. Selbst die Kamera konnte da nicht mithalten und der Dienst versagte - schade - aber der Hammer. Die Jungs gaben soviel Gas und bremsten extremst, das in der Boxengasse, die Bremsen qualmten ;) Leider war nur Zeit für eine Runde und so nahte der Abschluß, dieser fand dann in einem kleinen Restaurant, den krönenden Abschluß. Danach ging es dann zum Flughafen, wo es dann über Frankfurt nach Hannover ging und ich, kurz vor Mitternacht zuhause war.

 

Mein Fazit - Einfach ein geiles Wochenende, mit den Leute und der Organisation und natürlich mit den Seat Ibiza Cupra - welches mir, sobald ich dran denken muss, wie beim schreiben von diesem Blog, wieder ein breites Grinsen bereitet. Wie ich vor Ort schon sagte, wäre der Cupra ein halbes Jahr eher erschienen, wäre er eine ernsthafte Auswahl für mich geworden.

 

Nochmals Danke an Seat und Motor-Talk für das Erlebnis - wer weiß wann ich nochmal sowas erleben darf.

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13.12.2015 15:38    |    BigVanVader

Sehr schöner Kommentar zu dem gelungenen Wochenende! Sehr coole Bilder ;)


15.12.2015 10:43    |    Svenja

Wohoooo Dein Blogartikel ist da! Super ist er geworden!


15.12.2015 16:55    |    Calucha

Sehr cool geschrieben :)

Auch hier kann ich nur zustimmen :P

 

Vielleicht durchringe ich mich doch mal in den kommenden Wochen mal einen Eintrag zu schreiben, wobei nach den beiden Blogs hätte ich nicht viel hinzuzufügen :P


16.12.2015 12:27    |    XC70D5

Danke für Deinen Bericht! Hört sich auf jeden Fall nach viel Spaß an.


16.12.2015 16:40    |    Jmeister

Es war sehr spaßig und alle hatten ein tolles Weekend


Deine Antwort auf "Ein Experte? Oder wie ich das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht bekam"

Blogautor(en)

Jmeister Jmeister

Ford

Hören tue ich auf den Namen Marco, genannt und gerufen, in der Freizwit werd ich Jmeister, welches vom Handballspielen kam. Ich knickte beim werfen immer genauso ab wie ein Schwedischer Spieler (Johannson) daher das J und meister kommt als Spitzname, für Notfälle bei PC Fehlerbehebungen.

 

Bin seit 22 Jahren Ford Fahrer - vom letzten Kasten förmigen Escort, über den ersten rundlicheren Escort , zum ersten Focus und aktuellem Focus Modell

 

Viele Höhen und Tiefen dabei gehabt, viele Werkstätten gehabt, die einem abzocken wollten oder schlichtweg keine Ahnung hatten.

 

Aber durch alles bisher durchgekommen