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Harvey51 historische Reisen

Mit dem FORD A von 1928 auf Reisen

Thu Aug 30 20:07:15 CEST 2018    |    Harvey51    |    Kommentare (3)

 

Hier ein kleiner Bericht unserer Reise aus dem Raum Lübeck in das Wendland mit dem Strom ELBE zur Linken, längs der ELBUFER-STRASSE von Bad Oldesloe über Lauenburg bis Lüchow ins Wendland.

 

Dieser Bericht >aus den letzten Augusttagen 2018< soll alle die einen Historiker daheim im Stall stehen haben motivieren, ihn in einer wunderschönen Gegend im Norden zu nutzen! Du wirst viele Radfahrer, Wanderer und andere Treffen, die wenigen, die auch ihren Historiker ausführen. Dabei freuen sich die Menschen an der Route immer, ein altes Vehikel -egal aus welcher Epoche – auf der Straße im Betrieb zu treffen.

 

...gewidmet allen Freunden der alten und der uralten Autos! und all den sympathischen Menschen die wir auf unserer Reise trafen.

 

Der Weg ist das Ziel:

 

Planung und Ausführung unterschieden sich doch sehr:

 

Aus dem Lübecker Raum längs der B404 nur über Kreis- und Landstraßen, über das Gut Lasbek, Trittau und das Gut Basthorst nach Schwarzenbek. Weiter geht es entweder über die Alte Salzstraße am ELBE-Lübeck Kanal entlang oder über die Bundesstraße B209 die auf diesem Abschnitt wenig befahren ist. Wir (meine beste Ehefrau Anna und ich) planten den Hinweg dann über die Fähre Bleckede. Aber 10 Tage vorher erfuhren wir, dass keine Fähre -wegen extremen Niedrigwasser - mehr fährt. Also ELB-Querung in Lauenburg kurzfristig über die Brücke. Dann immer links an der Elbe orientiert und die weit bekannte ELBUFERSTRASSE >stromauf oder zu Berg< befahren. Der schönste Streckenabschnitt sind die 40 km von Bleckede bis Dannenberg, nur wenig hinter Hitzacker. Auf diesen 40 km erlebt man unvergleichliche Eindrücke: Ausblicke auf das Elbtal, Serpentinen und Spitzkehren mit Steigungen und Gefälle von über 12% und das im Norden! Wir übernachteten in einem Hotel in Hitzacker an 2 Nächten und hatten dort eine abgeschlossene Garage. Insgesamt sind wir 330 km über Nebenstrecken in 3 Tagen mit Gertrud abgefahren. Wir hatten nur einen Historiker, einen Sambabus T1 aus den Sechzigern, aber unzählige Radwanderer auf diesem Weg getroffen.

Wer die anliegenden Fotos betrachtet, erkennt, dass auf einigen Wegen PKW`s schon die Seltenheit sind. Ausweichen einem Entgegenkommer hatten wir nur 2 x.

 

Das Plattdeutsche ist ja für manchen kuriosen Namen bekannt…, aber einen Ort Predöhlsau kannten wir bisher nicht, er bedeutet: (slaw. predole oder predoly = Talgelände, vor dem Tal)

 

 

Fazit:

 

In Norddeutschland gibt es nicht so viele sehr schöne Strecken, wir kennen nun die Elbuferstraße und die Plöner Seenplatte (Naturpark Holsteinische Schweiz), beide sind absolut zu empfehlen. Überrascht hatten uns die Höhenunterschiede im Elbtal. Zu empfehlen sind beide Stromseiten, das Mecklenburgische Elbtal und auch der Naturpark Elbufer Drawehn in Niedersachsen, beide liegen sich stromauf von Lauenburg auf etwa 80 km gegenüber.

Das vom ewigen winterlichen Hochwasser geplagte HITZACKER war sehenswert, bereits 3.000 vor Christus sind hier Siedlungen nachgewiesen und die Slawen habe im 8. Jahrhundert die ersten Festungswälle erbaut, auf einer Insel am Zufluß der Jeetzel zur ELBE.

Das Gefährt:

Ein früher FORD A vom Mai 1928 aus den Fordwerken in Canada. 3.900 cm³ mit 39 PS aus 4 Zylindern mit 3 Gängen machen diese Fahrt zu einem Erlebnis, sicher wird die Straßenlage ab 75 km/h zu einer Anstrengung…. Aber in der Ruhe liegt die Kraft und eilig hatten wir es nicht.

 

Technik:

Die Kühlung machte keinerlei Probleme, Wasser musste nie nachgefüllt werden, ihren Schluck Öl SAE 30 verlangte die alte Dame zum Ende. Wie immer haben die alten Sicherungshalterfahnen (wir fahren 6 V Original) in Bakelit ihre Kontaktprobleme, aber das ist jedem bekannt, dennoch behalte ich die alten Sicherungshalter bei. Ausfälle hatten wir keine.

 

Wetter:

Toll, einfach perfekt, nicht mehr so heiß wie in den letzten Wochen, aber 25° C im Schnitt reichen auch. Viel Sonne, leicht bewölkt, aber Regen gab es nur nachts, wenn es uns so ziemlich egal war.

 

Nach der Winterzeit reizt uns dann das andere Ufer in MäcPomm.

 

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