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Grüne Politik kontra Gesunder Menschenverstand

Verkehrswende vs. Realität

25.07.2021 18:19    |    InGM    |    Kommentare (2)

Manche Leserbriefe in Zeitungen lassen darauf schließen, sehr viele Mitbürger verfügen über viel zu wenige Informationen bezügllich eines beabsichtigten Umstiegs auf reine Elektromobilität. Einer dieser Leserbriefe veranlasste mich, diesen Blog zu erstellen. Zitat: "... um die Klimaziele zu erreichen, müsste ja für jedes E-Auto 1 Benzin- oder Dieselauto der Schrottpresse zugeführt werden. Nur habe ich noch keine Zahl darüber gelesen, wie viele Benzin- oder Dieselautos deswegen verschrottet worden sind. Also nehme ich an, die fahren noch." - Zitat Ende.

 

Meine Antwort:

Ja, die fahren noch. Und die werden noch jahrzehntelang fahren, unsere gebrauchten Benzin- und Dieselautos. Die Vermutung, unsere Autos enden alle in deutschen Schrottpressen, trifft nämlich nicht zu. Auch wenn immer so getan wird, als wären die dann einfach aus der Welt. - Die Realität ist, daß diese Autos überwiegend nach Afrika und in den Ex-Ostblock exportiert werden, wie bereits häufig in Dokumentations-Sendungen zu sehen war. Dort werden die wertvollen Katalysatoren entfernt, verkauft und ohne diese laufen die Autos noch jahrzehntelang weiter, viel umweltschädlicher und länger als in der EU, quasi bis sie auseinanderfallen - Unseren TÜV gibt's da nämlich nicht. Ein Umstieg auf E-Autos nutzt dem weltweiten Klima (bei einem Ende des Verbrennungsmotors bis 2035) somit bis 2060 oder 2070 überhaupt nichts, denn für das Klima spielt es keine Rolle, wo auf der Welt die Abgase entstehen. Der einzige Nutzen ist ein gutes, grünes Gewissen mancher Politiker. Solange unsere Gebrauchtwagen aber im Ausland weiter fahren erhöht sich der CO2-Ausstoß sogar, da die Produktion der neuen, elektrischen Autos enorme Mengen CO2 verursacht – und zwar zusätzlich. Indien, China, Südamerika und ganz Afrika - alle machen sich auf, sich langsam unserem derzeitigen Lebensstandard anzunähern, mit den damit verbundenen steigenden Emissionen. Diese Länder werden sich auch nicht von uns vorschreiben lassen, ob und wie sie das tun dürfen.

 

Wenn man etwas gegen den Klimawandel unternehmen will, dann sollten Maßnahmen auch sinnvoll sein - und nicht bloß schwer verdientes Geld kosten und viele sogar finanziell ruinieren.

 

*Beitrag wurde von MOTOR-TALK editiert, Link entfernt*

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26.07.2021 12:02    |    metrostinger

Dem ist leider nicht mehr viel hinzu zu fügen. Bis vielleicht auf: woher nehmen wir denn den Strom, um all die schönen neuen E-Fahrzeuge denn zu laden? Diese Frage ist nämlich noch gar nicht zu beantworten...

 

Ich bin grundsätzlich für ein Umdenken zugunsten Umwelt- und Klimaschutz. Aber der E-Hype ist nmM nicht mal halb zu Ende gedacht.

 

Wobei ich viel Verständnis für die Autohersteller habe. Die angedachten Euro-7-Grenzwerte sind nicht zu schaffen. Also wird auf Akkus umgeswitcht. Wie die Fahrzeuge dann geladen werden können, wird das Problem des Nutzers...


26.07.2021 13:53    |    InGM

... Dabei gäbe es eine relativ einfache und sinnvolle Alternative. Diese wird leider von der Politik ignoriert, denn die hat sich einseitig auf Elektro festgelegt - völlig unverständlich.

 

Hier ein Link zu einem Beitrag des Bayerischen Rundfunk zu diesem Thema - falls dieser Link nicht wieder gelöscht wird: https://www.br.de/.../1732420


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