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flatfour

Wie vor 10.000 Jahren: Jäger und Sammler- nur zusätzlich Schrauber aus Passion

22.02.2012 21:32    |    flatfour    |    Kommentare (7)

Superdifferenzial zusammenbauen.

 

Dieser Artikel ist eher so zum Anschauen, weil die Bilder – auch im Zusammenhang mit dem folgenden Artikel – wohl eindeutig sind.

 

Mal was allgemeines zum SuperDiff.

Wer meint er bekommt ein superstarkes Gehäuse, denkt falsch. Das Differenzial aus den USA hat eigentlich nur die doppelten Ausgleichkegelräder, nämlich statt 2 nun 4.

Da sich dadurch der Zahnkontakt/-fläche verdoppelt, könnte man die doppelte Leistung(-smöglichkeit) auflegen. Theoretisch.

Wahrscheinlich etwas niedriger aber immerhin mehr.

Pessimisten behaupten man hat nur 2 Räder mehr, also nun 6 statt vorher 4 = NUR 50% Mehrbelastung statt 100%.

 

Die Demontage und Montage ist an Hand der Bilder dieses und des nächsten Kapitels rel. einfach.

Sogar die Werkzeuge sollten in jeder Schrauberbude vorhanden sein.

 

Warum ich 3 Löcher in das Gehäuse bohre? Wer sich das serienmäßige Diff.-gehäuse anschaut wird da ziemlich große Fenster sehen, die einen wirkungsvollen Ölaustausch ( ja auch das heiße Öl muss da mal raus) ermöglichen.

Die fehlen in dem geschlossenen US SuperDiff Gehäuse vollständig. Einzig der originale Deckel hat 2 Fenster.

Nun könnte man die Konstrukteure anhören die evtl. vielleicht sagen: „braucht man auch nicht, es soll ja stabil sein und die beiden orig. Fenster reichen „

Gut, o.k. - ihr Standpunkt.

3 Löcher a 10mm 120 Grad - auch dreidimensional versetzt- schaden der Stabilität nicht, fördern aber den Ölaustausch.

Aus einem besonderen Material besteht das Gehäuse auch nicht, was man beim Bohren merkt.

Der gerne in den USA genomme Vergütungsstahl 34CrMo4 oder 41CrMo4, was ich vermutete, ist es nicht.

Mit der wichtigste Vorteil ist auch die Maßhaltigkeit der Lageraufnahmen, Bohrungen und des (vorerst, bis zum Verschrauben mit dem Tellerrad) geklemmten Deckels. Erste Sahne für ein nicht metrisch orientiertes Land.

Die 2 mitgelieferten Anlaufscheiben muss nur der verbauen, der bei seinen Achsen keine findet.

Der versuchsweise Einbau, dann also 4 Scheiben, führte sofort zum Zähnerattern = zu eng.

Da sie original sehr gut getarnt sind, muss man schon mal mit'n Schraubenzieher hinter den Rädern prockeln um sie zu finden- oder auch nicht. 0,57mm stark sind sie.

MoS2 kam als Massnahme für den Erststart zwischen den Kiemen der Räder, wo das Öl evtl noch nicht hinkommt. Kommt es hin, wäscht es sich aus. Kommt kein Öl recht da rein, war es richtig dagegen etwas zu tun.

Ich wüsste jetzt nicht was noch zu sagen wäre......

Ach so, klar. Das sich evtl. die Maße geändert haben, muss man das Affeneinstellspiel im folgenden Kapitel machen.

Ich würde es nicht ohne versuchen.


22.02.2012 22:03    |    bobbatz

So einfach ist das?! Mehr Zahnräder = mehr Leistung! Ich werd gleich 10 Zahnräder irgendwo einbauen, oder einen Duden(is n Manta Witz). :D:D:D

 

Wenn es wenigstens ein Sperrdiff wäre oder eines mit kürzerer Übersetzung.

 

Das einzige was mir dazu einfällt: SUPER SINNLOS


22.02.2012 22:14    |    bronx.1965

Alle Achtung,

 

ich lese deine Beiträge richtig gerne. Als ehem. Käferfahrer ohnehin Themenaffin orientiert, ist es eine Wonne, Deine fundierten, mit Sachverstand bebilderten Einlassungen zu verfolgen.

Weiter so, meine Jungs lesen begeistert mit und DIE lernen ja noch!

 

MfG, Bronx


22.02.2012 22:40    |    flatfour

@bobbatz:- Ok, ok - ist missverständlich geschrieben, werde ich ändern. Danke.

Sinnlos ist es dann wenn nie was passiert. Bei weit mehr als 4-facher Leistung hat das schon seinen Sinn.

Kürzer übersetzt oder länger ist das Getriebe an sich, die Schaltbox inkl. Achsantrieb. Differenziale sorgen für den Wegausgleich der äusseren zu den inneren Antriebsrädern, entsprechend den eigentlichen 'Autoreifen' in der Kurve z.B. und haben nichts mit Übersetzungen zu tun.

Sperrdiffs sind m.E. was für'n dragrace und Rennen- diese Zeit ist bei mir vorbei.

 

@bronx.1965:- na, da haste keine Problem später, aus denen wird was.:)


22.02.2012 22:48    |    bronx.1965

@flatfour:

 

Ich arbeite daran! :D


22.02.2012 22:55    |    flatfour

Morgens vor der Schule ordentlich den Hintern versohlen, damit sie wissen was ihnen blüht falls sie Mist bauen- schrieb schon Wilhelm Busch:D

 

Oder

 

Kinder sind wie Ketchupflaschen. Man muss feste hinten draufkloppen, damit vorn was anständiges rauskommt.:D

 

Na, ich denke du weisst wie es gemeint ist:D


22.02.2012 23:25    |    bronx.1965

@flatfour:

 

Mein Großer (23) studiert Mechatronik, fährt Senator B und macht sich ganz gut. Der geht keinem Problem am Auto aus dem Weg. Der Kurze (12) lernt von ihm grad Schweissen und hat mir vor drei Tagen ein prima zurechtgedengeltes Blech für unsere Renault-Rapid Restaurierung abgeliefert. Mit den Sicken an der richtigen Stelle. Insofern mache ich mir da keine Sorgen.. :p


23.02.2012 09:57    |    flatfour

Ja, das macht Freude! 


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