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Christoph2605

Blog vonChristoph2605

24.03.2014 20:12    |    Christoph2605    |    Kommentare (9)    |   Stichworte: Ford, Model A, Modell A

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.

Hallo Freunde

 

Was ich schon das letzte Wochenende beim Ford machen wollte, war:

- Ölwechsel + Ölfilterwechsel

- Ventile prüfen/einstellen

- Prüfen vom Getriebeöl (üblicherweise zu wenig)

- Prüfen vom Hinterachsöl (üblicherweise zu viel - Frag nicht)

- 43 Schmiernippel abschmieren.

- Lenkgetriebe fetten...

 

Dann kam mir mal wieder mein LT dazwischen ...

Im Riementrieb hinter dem Motor (Audi2,5TDI)

ist die Schraube abgerissen, die die Spannrolle

hält. Da hatte natürlich auch die Einspritzpumpe

plötzlich keine Lust mehr. Auf der Autobahn - wo sonst.

 

Kaum war das erledigt, brauchten wir nen neuen Kühlschrank

Anforderungen: min 300 liter , min A++ und max 300.-

(teuer kann jeder)

 

....und überhaupt was macht man Heutzutage mit nem alten Kühlschrank…

 

ICH KANN SO NICHT ARBEITEN.

 

Ok wir sind hier in nem Autoblog, aber es is halt fast wie

im richtigen Leben

 

Gestern (also eine Woche später) hab ich dann tatsächlich angefangen

am Ford zu wursteln.

 

Hab mal in den Kühler geschaut und da direkt destiliertes Wasser

nachgefüllt. Check - erstes Thema is durch - Huch das Thema war ja

garnicht auf der Liste.

 

Dann hab ich schnell nen alten Farbeimer unters Auto geschoben

und das Öl abgelassen. (Vorkriegsautos sind GEIL)

Öl-wechsel an flachen Fahrgestellen macht mir keinen Spaß; Überhaupt

ist ein wichtiges Auswahl-Kriterium ob ich (ohne das Auto aufzubocken)

drunterdurchkriechen kann

 

Das ging so schnell, dass ich tatsächlich die Ventile noch angegangen bin.

Stehende Ventile sind etwas aufwendiger

Vorkriegsautos haben nämlich oben meist nur nen Deckel...

Da sind die Ventile neben dem Motor (direkt über der herumliegenden Nockenwelle)

 

Also ...

Vergaser abmontieren

Ölfilter und Ölleitungen abmontieren.

Ventil-Gallerie aufschrauben (4 Schrauben oben, 6 unten)

 

Nachdem Alles los war, ging der Deckel natürlich trotzdem nicht ab.

Da muß irgendein Hirsch (hüstel – wo ist die Sonnenbrille) unmengen

an Dichtungssilikon druntergeschmiert haben.

 

Ausserdem ist die Verschraubung vom Öl-Filtergehäuse mit in den Deckel

integriert und solange man die Leitungen zum Filter nicht losschraubt wird

auch der Deckel nicht runterwollen.

 

Bis dahin hatte ich mir schon geholt :

- nen Ekel (beim Garage-aufräumen),

- zerissene Socken (als ich beim Autoschieben aus meinen Peter-Ludolf-

Gedenk-Schlappen rausgerutscht bin)

- ne Zerrung in der linken Schulter (bei der gleichen „Aktion“)

 

Als dann meine rechte Hand blutete und ich nichtmal wußte wovon (so alt bin ich

schon) hatte ich keine Lust mehr.

 

Als schnell Ulrike eingepackt und mit dem Reserve-Datsun durchs Weiltal und

gegen den Uhrzeigersinn um den Feldberg rotiert.

 

Sulfato war mit seinem 34`000km-praktisch-neu-Granada dabei und wir hatten viel Spaß.

 

Ergebnis

Immer ein bischen schrauben, aber immer rechtzeitig aufhören - bevor man die Lust verliert…

 

In diesem Sinne: Schönen Montag noch

LG Christoph


24.03.2014 20:29    |    Rockport1911

Mich wundert das man an das uralte Model A einfach so einen neuen Ölfilter schrauben kann, hat sich nicht viel verändert über die Jahre.

 

Der Datsun sieht auch schick aus, erinnert mich an die aktuelle Roadkill-Folge :)

 

http://www.youtube.com/watch?v=WcjC00J8FaM


24.03.2014 21:04    |    Turboschlumpf6

Geile Aktion! Schön geschrieben!

 

Ich brauche auch so ein Auto! :)


24.03.2014 22:16    |    Provaider

Ich hab auch grad gedacht, hey das schaut ja aus wie bei meinem Ford der Filteranschluß, da hat sich echt nicht viel getan in den 30 Jahren die meiner später entwickelt wurde^^

Nur das mit dem Ventileinstellen ist beim OHV doch besser gelöst, da reichen 4 Schrauben und Verletzungsfrei geht es auch.


25.03.2014 09:41    |    Andi2011

Moin Christoph,

 

Nachdem ich gestern lang gearbeitet habe und meine Frau mir Schlaf bis etwa 8 Uhr gönnte, hab ich dann grad beim Morgenbrötchen deinen Blog entdeckt und natürlich prompt gelesen und ich muss dir erst mal Danke sagen für den schönen Anfang meines Tages.:)

 

Inklusive erstem Lachanfall aufgrund deines wunderbaren Schreibstils und herlichen Fotos.Der Datsun ist toll und das sehr seltene Granada Coupé (ich weiß die Stückzahlen grad nicht, da er aber nur knapp drei Jahre gebaut wurde,dürften sie höchstens im kleinen dreistelligen Bereich liegen) lässt mein Herzchen auch höher schlagen.

 

Dieser Blog ist definitiv ein echtes Highlight auf MT!

 

Beste Grüße

Andi


25.03.2014 19:56    |    Christoph2605

Also ....

 

Wenn ich nach der Malloche in die Garage geh (statt aufs Sofa) und

mir schon beim Garage aufmachen die Knochen wehtun, dann denk

ich tatsächlich öfter mal dass ich gefährlich einen an der Waffel hätt.

 

Drum gefällt es mir bei MT; Das zeigt mir:

Ich bin nicht allein…

:rolleyes::D

 

@Rockport1911

Die Roadkill-Folge kannte ich noch nicht.

Danke für den Hinweis.

Wenn man mit soner Schüssel hier rumfährt....

 

wg Ölfilter

Du glaubst garnicht wie ich mich gewundert hab, als da plötzlich so ein

Ölfilter-Anschluß am Motor war … :eek:

 

Natürlich hast Du völlig recht und diese Patronenlösung gab es 1929 noch nicht.

;)

(1929 gab es übrigens auch noch keine Kreutz-Schlitz-Schrauben)

 

Diese Autos hatten im Original garkeinen Ölfilter.

Entsprechend war ALLE 500 Meilen (800km) ein Ölwechsel (5 Liter) fällig

 

Wir legen pro Jahr etwa 10`000km mit diesem Auto zurück

( entsprechend ca 12 Ölwechsel pro Jahr)

 

Weil ich das nicht will und nicht Rockefeller heiße, hab ich meinen aktuellen Motor leicht abgeändert

http://www.snydersantiqueauto.com/1468

Es ist schön, mit einem Auto unterwegs zu sein, wo es alle-Nötigen- und auch

alle-Unnötigen-Teile neu zu kaufen gibt.

 

Ich will mit dem Auto fahren und da muß ich mir gefallen lassen, dass

da vereinzelt NICHT-Original-Teile zu erkennen sind.

 

Weitere Abweichungen:

- Ein 2tes Rücklicht (Original nur eines auf der Fahrerseite!)

- elektronische Blinker (Original – kein Blinker)

- einige LEDs

 

Wir erkennen – Das sind Umwelt- und Sicherheits-Punkte… :p

 

Da wir weiterhin ohne Gurte und mit mechanischen Gestänge-Bremsen reisen,

behaupte ich trotzdem, ein sehr originales Auto zu besitzen…:eek:

 

Wie immer im Leben – Wo fängt man an und wo hört man auf?

Ohne die Chinesischen Rollenlager in der Hinterachse (die natürlich nicht original sind)

hätte ich nur ein Stehzeug (und mir ist ein Fahrzeug doch lieber).

 

@ XG30_2000

Zitat: Ich brauche auch so ein Auto.

Wende Dich an „A-Ford.NL“ und frage ob die was zu verkaufen haben

Ich verspreche Dir, Du wirst es nicht bereuen!

Mach hin – Das Leben ist kurz

(Wer braucht neue Autos, die nach 3 Jahren nix mehr wert sind?)

 

@Provaider

Oh – noch ne Abweichung – Bei meinem Motor kann man die Ventile einstellen.

Beim Original konnte man das nicht !!!!

Wie ging das denn?

Ganz einfach

Man hat (schon im Werk) Ventile bekommen die tendenziell zu lang waren.

Die hat man in den Motor reinfallen lassen und geschaut ob die „Ventil-Spiel“ hatten .

Wenn nicht, hat man den Ventilschaft so abgeschliffen, bis das gepasst hat.

Eingebaut – gefahren – fertig.

Damals gab es noch kein Blei im Benzin.

Im Fahrbetrieb haben sich die Ventil-sitze also in den Block „eingegraben“

(Bei stehenden Ventilen ist da VIEL Fleisch im Block und die Ventile können sich weit eingraben)

Zu kurz konnten die Ventile also nicht werden ; sondern nur zu lang.

Wenn die Leistung nachließ, hat man die Ventile wieder ausgebaut und wieder abgeschliffen.

In den 1930ern, als eine neue Batterie 7,50 Dollar kostete (und damit extrem teuer war),

hat eine Motor Grundüberholung 20.- Dollar gekostet !

Diese 20 Dollar beinhalteten z.B. auch neue Babbits ; Also Kurbelwellen-Hauptlager

die in den Motor reingegossen wurden.

 

@ Andy

Moin mein Lieber

Danke für die Blumen

Es freut mich, wenns Dir gefällt.

Der Granada ist tatsächlich ein EXTREM seltenes Auto.

(Perfekt und komplett inkl Klo-Rolle und Wackel-Dackel)

Bei dem Auto sind auch noch die Erstausrüstungsreifen vorhanden :rolleyes:

 

LG Christoph


25.03.2014 23:25    |    Turboschlumpf6

Zitat:

Wende Dich an „A-Ford.NL“ und frage ob die was zu verkaufen haben

Ich verspreche Dir, Du wirst es nicht bereuen!

Mach hin – Das Leben ist kurz

(Wer braucht neue Autos, die nach 3 Jahren nix mehr wert sind?)

Danke für den Tip!

Dennoch würde ich einen der ersten V8-Fords aus den 30ern bevorzugen.

Leider habe ich: keine Zeit, keinen Platz und keine Kohlen. :) Schlechte Voraussetzungen.


26.03.2014 19:13    |    Christoph2605

Hi XG

 

Frag die bei „A-Ford.NL“ dochmal nach frühen V8

Die hatten letzten Monat noch 2 zu verkaufen :rolleyes:

 

Das Leben ist kurz :cool:

 

Die traurige Wahrheit ist wohl:

Für uns Alle hier wirds nicht mehr besser bezüglich

Zeit, Platz und Kohle

:mad:


26.03.2014 20:28    |    Turboschlumpf6

Mit welchen Preisen muss ich denn da in etwa rechnen für so einen Wagen?


13.06.2014 17:13    |    Trackback

Kommentiert auf: Oldtimer:

 

15 W-40 mit HC-Synthese (Castrol) bei altem 1,5 L Benzinmotor von 1964 ?

 

[...] der Christoph seit Jahren ca 10`000km pro Jahr und macht immer

zu Begin der Saison nen Ölwechsel....

http://www.motor-talk.de/.../...bereitung-am-1929er-ford-t4886367.html

 

Jetzt kommen die die sagen : Ein Ölwechsel am Ende der Saison wär aber besser .

Das mag wohl richtig [...]

 

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