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Christoph2605

Blog vonChristoph2605

21.04.2015 21:52    |    Christoph2605    |    Kommentare (26)    |   Stichworte: Ford, Model A, Modell A

Erste Ausfahrt 2015
Erste Ausfahrt 2015

Wieder-Eröffnung meines Ford Model A Blogs …

 

Nach langer Winter-Trägheit meinerseits ist es mal wieder an der Zeit, ein MT-update hinzulegen.

Das Jahr 2014 hatte ich Blog-mäßig mit einer Zylinderkopf-Reparatur am Model A ausklingen lassen

und danach sind wir nur noch ca 2000 km gefahren, was also nicht weiter der Rede wert ist.

( die Gesamt-Jahres-Strecke 2014 lag wieder bei knapp 10`000 km.)

 

Trotz einem „weichen“ Kopfbolzen ( = Nr8 ) ist der Zylinder-Kopf dicht und das Auto läuft

und wie man im Deutschen so schön sagt: „Never touch a running system“

 

Wegen Kälte und anderer Aktivitäten (Sonnenbrillensuchmodus) stand der Ford über

Winter also so herum und ist aber auf den ersten Huster im März angesprungen – Braaaav

(siehe Foto von der ersten Ausfahrt 2015)

 

Schnell hatten ich die Saison-Start-Service-Aktivitäten durchgezogen die in diesem Jahr lauteten:

 

Luftfilter tauschen……. äh …. hammm wer nicht …. Ab-haken

Ölfilter-Tauschen (ham wer – is nicht original – is aber gut für die Umwelt und Geldbörse).

Öl Tauschen (Castrol 15W-40 …auch nicht original – dazu hatten wir 2014 Kommentare zur Genüge )

revidiertes Lenkgetriebe einbauen (Version wie vorher, aber ohne Spiel J)

Vorder-Achs-Feder tauschen weil ausgeschlagen

vordere Shackles tauschen weil ausgeschlagen (=Federhalter)

Hinter-Achs-Feder tauschen weil ausgeschlagen

hintere Shackles tauschen weil ausgeschlagen. (sind auch hinten die Federhalten).

 

Wie man sieht, auch 2015 wieder nur banales Saison-Start-Gebastel.

Die Federn hab ich schön gefettet und mit Mike-Sanders-Fett-Band umwickelt und in

Leder-Manschetten gesteckt (Der Aufwand ist nötig - Ich bevorzuge, die Federn in den

nächsten 80 Jahren nicht mehr anzufassen.)

 

Jetzt geht es nur noch um Detail-Arbeiten (die aber sowieso nie mehr aufhören werden).

 

Die Freude ist groß, sogar die Hupe hupt wieder.

oder… für Insider, die auf Originalität großen Wert legen, hier besser

in Ford-Sprache: „Das Ahooga-Horn klingt wieder jämmerlich“

 

Ich hatte ja das revidierte Lenkgetriebe eingebaut und

das funktionierte auf Anhieb gut.

 

Dummerweise zeigte sich, dass das Horn nicht mehr tönte.

 

Also hab ich mal „spekuliert“ und herausgefunden dass es verschieden

lange „Horn-Betätigungs-Stäbe“ gibt, die in der Mitte der Lenksäule bis

in die Elektrik-Schalt-Zentrale verlaufen.

 

Keinesfalls wollte ich diese nocheinmal ausbauen, weil schon durch das

Lösen des Verschlusses (dem sogenannten Spider) das Öl das Lenk-

Getriebe verlässt….

 

Ausserdem fliegt der „Spider“ beim Ausbau bevorzugt in eine Richtung, wo man

ihn garantiert nie wiederfindet (Fragt nicht woher ich das weiß).

 

Da hatte ich also so gar keine Lust darauf und so habe ich sogar über

einen Externen Hupenknopf nachgedacht.

 

Weil ich selber diese Lösung nur „so Mittel“ fand, hab ich das Standard-Werk des

Model-A-Fummlers bemüht und das ist natürlich die geniale HP vom lieben Markus

http://www.maurer-markus.ch/ford_a/ford_a_restaurierung.html

siehe kopie der HP

Nun - Mein blaues Kabel (kaum als Blau zu erkennen), federte zwar aber nur sehr unwillig

und nicht weit genug aus dem Bakelit-Grunddeckel heraus.

 

Siehe da, da hatte ein Klever-Kerlchen bei meinem Auto eine 5mm Schraube mit Linsenkopf in die

Feder hineingesteckt um den Abstand zu reduzieren . Da kam mir die Erinnerung, dass ich das

Richtungs-Gebundene-Selbsttätige-Hupen meines Autos schon sehr kurze Zeit nach dem Kauf

damals damit abstellte, dass ich diesen „Verbund“ isolierte.

 

Jetzt war der Schritt (Gestern) zu einer Unterlegscheibe unter der 5mm Linsenkopf-Schraube zweckdienlich

und nach großzügiger Ver-Schrumpf-Schlauchung des Gesamt-Kunstwerkes Ahoogat mein „A“ wieder.

Das ist schön und auch 2015 gilt: Wer freundlich winkt, erhält ein garantiert jämmerlich-freunndliches "Ahooga" als Antwort.

 

Zur Saison-Eröffnung in der Frankfurter Klassikstadt waren wir auch, aber weil der Ford da noch neben

seiner Hinterachse stand, haben wir den Datsun ZX bemüht. Schön wars trotzdem.

 

Mal als Vor-Ankündigung: Wir werden natürlich wieder jede Menge offizielle Oldtimer-Ausfahrten in diesem

Jahr mitmachen, aber die Saison startet für uns mit einem „Privaten-und-Gemütlichen-Südwärts-Gefahre“

am Freitag dem 01.05.2015 (nächste Woche).

Ich habe vor, an jedem Abend über den Tages-Verlauf zu berichten.

Ihr dürft gespannt sein und das ist gut so, weil wir selbst gespannt sind, wie weit uns die Räder tragen werden.

LG Christoph

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21.04.2015 23:06    |    Andi2011

Zitat:

: „Das Ahooga-Horn klingt wieder jämmerlich“

Moin,

 

mit dieser Nachricht beginnt das Jahr kommen wir gut in den Frühling!

Schön endlich wieder von dir zu hören und zu lesen und das in gewohnt hervorragend unterhaltender Art!

 

Schön!:)

 

Grüße

Andi


22.04.2015 09:13    |    PIPD black

10.000 km für dieses Auto sind doch schon anständig. Da waren doch bestimmt 2-5 Wartungseinsätze fürs Abschmieren und Ölwechseln nötig oder?

 

So ein Model A hat doch bestimmt noch keine Wartungsintervallverlängerung gehabt.:p:D


22.04.2015 09:18    |    Dynamix

Zitat:

So ein Model A hat doch bestimmt noch keine Wartungsintervallverlängerung gehabt.:p:D

Was bestimmt auch einer der Gründe ist warum das Model A mit Sicherheit mehr km packt als der gemeine Neuwagen je sehen wird :D


22.04.2015 14:59    |    PIPD black

Na ich weiß nicht.

So ein alter Käfer- oder Bullimotor bspw. kommt auch auf keine nennenswerten km-Stände, obwohl er alle paar 1.000 km neues Öl benötigt. Ich meine mich zu erinnern, dass 100.000 km da schon ne Hausnummer waren.

 

Der Ford ist ja noch einiges älter und damit evtl. massiver, aber ob er deshalb länger macht?

 

Würd mich mal interessieren, wie das da so mit den Wartungsarbeiten/-intervallen und Laufleistungen so aussieht.


22.04.2015 15:04    |    Dynamix

Der Motor des Käfers zieht doch schon nen Liter auf 100km durch. Wenn man dann wirklich erst alle paar tausend wechselt ist klar warum die keine 100.000km halten :D


22.04.2015 15:19    |    HalbesHaehnchen

Hat VW nicht sogar Uhren an die Leute verteilt, die mit einem Käfer 100tkm geschafft haben?

Meine da mal was gehört zu haben :D


22.04.2015 16:02    |    PIPD black

@Dynamix wenn dem so wäre, bräuchte es ja gar keinen Ölwechsel.

Ölwechsel durch Nachkippen.;):cool:


22.04.2015 17:21    |    VincentVEGA_

Auf 15 TKM hat mein Fiesta nur 1/8-Liter verbraucht. Vielleicht konnte es Ford damals schon. :D

 

Bei den 10 TKM habe ich nicht schlecht gestaunt. Würde ich mit so einem alten Fahrzeug nie machen, aber ich find's gut. :)


22.04.2015 20:57    |    Christoph2605

Hallo Freunde. Find ich cool, dass Ihr das Thema so intensiv diskutiert. Also Bezüglich Lebensdauer. Die Autos hatten keinen Luftfilter und schlechtes Öl und wurden während der Weltwirtschaftskrise praktisch nicht gewartet... Man kann die Lebensdauer von Früher eher nicht mit heute vergleichen. Die Amis sprachen DAMALS so von 60`000 Meilen. Umgekehrt kenne ich Leute die ihren Motor seit den 1960ern im Original-Set-Up betreiben und SCHWÖREN, nichts Nennenswertes ausgetauscht zu haben. Grundsätzlich ist mir egal, wie lange der Motor halten wird, weil : alte Autos gehören auf die Strasse und wir lieben das Auto und fahren gerne damit. Wenn was kaputtgeht, dann wird es repariert. Bin übrigens nicht früher dazu gekommen zu antworten weil ich Heute nach der Arbeit erstmal einen Platten Reifen reparieren musste.... Das war der 15te Reifenschaden an dem Auto. Die Schläuche die man Heutzutage verkauft bekommt, sind DRECK (so - das musste mal raus). Edit: Foto 3 zeigt übrigens, wie man den Gummi-Flicken profihaft anpresst nachdem der Kleber abgetrocknet ist :)



22.04.2015 21:04    |    Christoph2605

Ausserdem wollte ich noch ein Foto von der Saison-Eröffnung in der Klassikstadt posten . Ich wünsche Euch einen schönen Abend .


Bild

22.04.2015 21:32    |    Dortmunder 65

Ich freu mich riesig auf Deine A Geschichten


22.04.2015 21:43    |    Christoph2605

Hi Dorti. Schön Dich wieder zu treffen. Ich bin auch gespannt. Wenns gut läuft,wollen wir WEIT fahren im Mai. Das wird ein Abenteuer - weil - die meisten Bauteile sind halt 86 Jahre alt . ( wie man sieht, können auch 2 Jahre alte Schläuche kaputtgehen.)


22.04.2015 21:44    |    smart_55

Hallo Christoph2605,

ich habe mit großem Interesse Deine Beiträge gelesen.

Du scheinst ja ein Profi für model a tudor zu sein.

Ich habe mir auch so ein Spielzeug zu gelegt.

Einen 1929er Ford a Todor sedan.

Ich war heut beim TÜV wegen Vollabnahme §21 und H-Zulassung §23.

Was soll ich sagen, Hurra Jubel ...., keine Mängel.

Aber jetzt kommt es, ich fahre vom TÜV vom Hof da knallst Peng Bumm, und der Ford steht.

Nach ein paar orgler läuft er wieder , knallt noch ein paarmal,

und ich nichts wie heim.

Habe aber festgestellt, das er das Gas nicht freudig annahm,

Musste auch immer wieder zurückschalten, als wäre laufe er nicht so rund.

Bin dann mittags zur Zulassungsstelle, 4h rumgehangen, aber dann hatte ich meine Schilder.

Habs dann heute Abend wieder probiert, aber er lief nicht an.

Erst als ich den Hebel für Spätzündung zurückstellte, habe ich ihn zum Laufen gebracht.

Aber kam nicht so richtig in Schwung.

Laut Handbuch sollte zum Starten der Hebel ganz nach oben ( Spätzündung ) und sobald er läuft

zurücknehmen.

Was kann das sein.

Jetzt dürfte ich und die Karre will nicht.

Kannst Du mir da einen Tipp geben.

 

Mit freundlichen Grüßen aus dem Allgäu

Walter


22.04.2015 21:45    |    Dortmunder 65

Leider konnte ich nicht zur Klassikstadt, bei mir läuft im Moment recht wenig zusammen.


22.04.2015 21:58    |    Christoph2605

Hi Walter. Gratulation zum prima Auto! Reg Dich nicht auf . Alles wird gut. VERSPROCHEN. Schreib mir mal ne pm.


22.04.2015 22:07    |    smart_55

Hey Christoph,

das ist aber eine schnelle Reaktion,

vielen Dank.

Was ist eine pm.

bin in der Kurzsprache nicht so erfahren.


22.04.2015 22:09    |    Dortmunder 65

Klick Christoph's Name an und sende ihm eine Nachricht (rechts blaues Feld) = PN

 

oder über dein Cockpit Nachricht schreiben gehen.


22.04.2015 22:13    |    smart_55

ach ja hier ein paar Bilder von meinem 1929er.



22.04.2015 22:26    |    smart_55

an dortmunder65, vielen Dank , hat gut geklappt.

Gruß Walter


23.04.2015 12:38    |    Dortmunder 65

Der sieht schick aus :p:p:p


23.04.2015 13:01    |    Christoph2605

Ja Dorti. Tolle Farben. Gefällt mir auch sehr gut. Ich hatte heute Morgen mit Ihm telefoniert. Der Zündkondenator scheint nen Kurzschluss zu haben. Wie immer beim Model-A. Kleinigkeiten, bei denen halt etwas basteln muss.


25.04.2015 20:22    |    Christoph2605

Hallo Freunde. Ein kleiner Update, solange mein Blog noch "up" ist. Walter (Smart_55 ) hat mir berichtet, dass

sein Ford wieder rennt "wies Lottchen". Ich freue mich sehr für Ihn. Tatsächlich war nicht der Kondensator "hin" (wie ich aus der Ferne vermutet hatte). Bei den Unterbrecherkontakten hatte sich der Kunststoffblock (der über die Nocken läuft) soweit abgenutzt, dass sich die Kontakte nicht mehr abgehoben haben. Ohne öffnende Kontakte gibts jedenfalls keinen Zündfunken (alte Bauernregel) . Ich habe (wie früher im Blog beschrieben) immer einen kompletten und voreingestellten Zündverteiler dabei . Damit entfällt das Kleinteilgefummel am Strassenrand. Noch ein Tip: Ich habe eine Zündverteilerkappe an beiden Seiten abgesägt. Damit kann man in den Zündverteiler hineinsehen und erkennt sofort, ob überhaupt ein Zündfunke produziert wird. Die abgesägte Kappe hatte ich vor 3 Jahren versuchsweise montiert und seitdem nicht mehr demontiert. Im beiliegenden Foto sieht man (im Motorleerlauf) einen Funken springen. Viele Grüße Christoph


Bild

25.04.2015 21:02    |    smart_55

Hallo zusammen,

möchte an dieser Stelle allen danken für die Infos und Kommentare.

Mein ganz besonderer Dank geht an Dich Christoph2605.

Für die vielen Tipps und Ratschläge, und wenn es der Kondensator auch nicht war, war doch ausschlaggebend die richtig Richtung. Nämlich die Zündung. Und damit begann die Fehlersuche beim Kondensator, dann kam Unterbrecher.

Und schon waren wir fündig.

Alleine schon die Tatsache, nicht allein mit einem Problem da zu stehen, war sehr hilfreich und ermutigend.

Ich hatte ja bis zur Zulassung ( vorher Vollgutachten $21 , oldtimergutachten §23 ) noch keine Gelegenheit,

mit dem Wagen zu fahren. Auch vor dem Kauf eines Ford A , weder gesehen noch Probe gefahren.

Aber Dank der Hilfe von Christoph2605 ist alles very,very good

Viele Grüße

Walter


26.04.2015 10:11    |    Christoph2605

Hi Walter

 

Das Auto vor dem Kauf nichtmal gesehen zu haben ist schon krass :D

Grundsätzlich hab ich aber auch den ersten "A" gekauft, den ich je laufen sah...

 

Aus dem was Du so gesprochen hast, erkenne ich dass Du einen Glücksgriff getan hast.

Rehbraune Kerzen an nem "A" gibt es eigentlich nie :cool:

Das spricht für nen sehr gesunden Motor!

 

ÖL:

Bitte darauf achten, dass immer genug Öl im Motor drin ist.

Am besten angewöhnen, VOR JEDER FAHRT den Ölstand und Wasser zu prüfen !!!

Wenn Du nicht weist, was für Öl drin ist, solltest Du (30er) unlegiertes Einbereichsöl verwenden.

Bitte kein Mehrbereichsöl in einen Motor ohne Ölfilter füllen.... geg Rücksprache.

 

Wasser:

Bitte etwas Frostschutz in das Kühlwasser füllen, weil in dem Frostschutz ein Inhibitor

als ROST-Schutz wirkt. Wenn Du nicht weißt, ob ein Frostschutz drin war, Wasser ablassen,

neu befüllen und von dem Frostschutz verwenden, den Du greifbar hast. Wenn der Motor

innen rosten würde, würde sich der Rost im Kühler absetzten - das möchtest Du nicht ;)

 

LG Christoph


04.11.2018 21:28    |    Schraubi66

Hallo,

der Thread ist ja schon älter. Wie hast du es geschafft, das Lenkgetriebe spielfrei zu bekommen. Es ist ja noch kein Schnecken-Rolle Getriebe. Ich hatte mein Lenkgetriebe vom Ford A Bj. 31 zerlegt und keinen sichtbaren Verschleiß gesehen. Das Spiel dann wirklich so knapp eingestellt, dass die Lenkung nicht klemmt. Hinzu kam noch der hydraulische Dämpfer von Snyders. Trotzdem bleibt ein ziemliches Spiel, was mich beim Fahren schon stört.

LG

Gero


05.11.2018 17:11    |    smart_55

Hallo Schraubi66,

bei mir war nicht das Lenkgetriebe schuld, sondern

es lag an der Spureinstellung. Da waren die beiden Räder leicht nach außen gestellt ( siehe Skizze alt ).

Und der Wagen sprang mal nach rechts, mal nach links.

Vor allem bei starken Unebenheiten der Straße.

Habe die Spurstange nach gestellt, so das die Räder leicht nach innen gingen.

Jetzt fährt er richtig toll.

Meine Einstellung ist so ungefähr.

Sollte damit der Reifenverschleiß größer werden, ist das mir egal, da 1. der Wagen gut läuft,

und 2. ich ja damit nicht alltagsgebrauch mache.

Ich hoffe Dir damit geholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüssen aus dem schönen Allgäu

Walter


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