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BMW F20 EZ15 Automatik, meiner ab 1/16, zirka 35Tkm/Jahr

Bis 1/2016 Golf. Jetzt mal ein 1er BMW.

02.03.2016 12:14    |    CaFreak    |    Kommentare (2)

APP Tacho BeispielfotoAPP Tacho Beispielfoto

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Hat sich das PPK beim 120D Automatik für mich gelohnt? Mein Erfahrungsbericht.

Meine Motivation: den 1er hab ich seit Anfang 2016, mit 3 Jahren Garantie gekauft. Bei einer Leistungssteigerung muss die Garantie erhalten bleiben, daher kam nur das PPK in Frage. EZ Anfang 2015, 5Tür, 184PS, 205/55/16“. Ein 125d war preislich mehrere 1000 Euro entfernt, daher ganz klar der 120d für mich die passende Wahl.

Nicht, dass das Auto zu langsam ist, im Gegenteil: auch ohne PPK geht der schon super gut, ich hab viel Spaß an der Beschleunigung. Diese Freude könnte ja noch etwas gesteigert werden.

Die offizielle Angabe für das PPK „0-100 Verbesserung um -0,3 sec“ hilft mir nicht viel, da mich die Autobahn interessiert.

Anfang März 2016 hab ich es einbauen lassen. Auf dem Weg zum BMW-Händler hab ich dann auf der Autobahn von 0-80-100-120-180-200 gemessen.

Rückweg: die gleiche Autobahn, aber nur 2 spurig ausgebaut, vermehrt Berufsverkehr.

 

Deutung der Ergebnisse

Sehr erstaunt bin ich über die starken Schwankungen der Mess-Ergebnisse. Leider viel unterschiedlicher als ich es erwartet hab.

Mein erstes Fazit: für sachliche Messungen braucht man eine topfebene Autobahn, kein Wind, kein Verkehr. Das hatte ich nicht. Es ging bergauf, bergab, es gab nur wenige Gelegenheiten mal 200 zu fahren, daher hab ich 180 mit einbezogen. Und 0-200 ist auch selten meßbar, da man einen Autobahn-Parkplatz braucht und dann eine freie Strecke. Bestimmt hab auch ich Messungen versaut wenn ich kurz mit Vollgas gezögert habe, Sicherheit geht vor. DSC hat manchmal beim Anfahren geblinkt und die Leistung reduziert.

Besonderen Einfluss hat das Thema bergauf oder bergab. Mit dem richtigen Streckenabschnitt (bergab) könnte man unglaubliche Zeiten messen… aber ich will es ja für mich sachlich haben.

Gefühlte Verbesserung im alltäglichen Autobahnbetrieb: wenn bei 160km/h vor mit frei wird, dann komme ich schon recht schnell vorbei. Jetzt noch ein wenig schneller, besonders in der Stellung Sport.

 

Mein Fazit:

Eine teure Spielerei. Messbar und spürbar, besonders bei höheren Autobahngeschwindigkeiten (von 0-100 sind meine schmalen 205er Reifen eher der Engpass).

Allein der Gedanke, dass man 200 PS hat und nutzen könnte ist schön. Und da ich viel Autobahn fahre und das auch gerne schnell, kommen die letzten 16 PS und 40Nm auch öfters zum Einsatz.

 

Ergebnisse aus den Tachovideos (Beispiel bei Youtube siehe unten, Rest auf meinem Handy)

Hierfür hab ich aus den vielen Videos die “Best of-Messungen” fett markiert.

Hinfahrt, ohne PPK:

1. Video, Höhenmeter 314m auf 304 m -> 10 Meter Gefälle

[km/h-km/h sec]

0-100 7,2

80-120 4,0

100-180 12,7

100-200 26,3

0-200 33,5

 

2. Video, 396m-404m, 8 Meter Steigung (mit Gefälle ab 180km/h, das machte viel aus um von 180 auf 200 zu kommen)

0-100 8,3

80-120 4,8

100-180 14,5

100-200 20,0

0-200 28,3

 

3. Video, 341m-345m -> 4 Meter Steigung

80-120 4,6

 

4. Video, 397m-402m -> 5 Meter Steigung

80-120 4,9

 

5. Video, 344m-349m -> 5 Meter Steigung

100-180 15,1

100-200 23,1

 

Rückfahrt, mit PPK:

6. Video, 340m-340m -> 0 Meter

100-180 11,6

 

7. Video, 270m-269m, 1 Meter Gefälle (hier als Beispiel: https://youtu.be/fdDQLZqNj4A - ist ohne Ton)

0-100 6,2

80-120 3,8

 

8. Video nicht gewertet, da Start erst bei 110km/h

 

9. Video, 238m-241m -> 3 Meter Steigung

100-180 13,4

 

10. Video, 300m-323m -> 23 Meter Steigung

100-180 14,9

100-200 25,1

 

11. Video, 301m-300m -> 1 Meter Gefälle

0-100 7,6

80-120 4,0

100-180 14,5

0-200 27,6

 

12. Video, 281m-288m -> 7 Meter Steigung

100-180 13,4

100-200 20,4

 

Mit welcher Genauigkeit kann ich messen?

Das hat mich beschäftigt, denn Fehlerquellen gibt es sehr viele. „Handgestoppt“ sollte es nicht sein, lenkt zu viel ab und ist weder genau noch reproduzierbar (da schaffe ich jeden Wert ?).

Ich hab mich dann für eine Messung mittels Handy entschieden: eine App gesucht, die können soll:

-erstens den Tacho filmen,

-zweitens eine Stoppuhr direkt im Bild einblenden,

-und drittens das Ganze in Zeitlupe filmen zur genauen Auswertung.

Folgende App hab ich gefunden: Vidometer kann fast genau das was ich brauche. Sogar die Streckenhöhe kann ich im Nachhinein auswerten, also bin ich bergauf oder bergab gefahren.

Zeitlupe mit 240 fps. Vorteil dieser Variante (im Nachhinein sogar genial): ich kann das Video in Ruhe zu Hause auswerten. Alles ist nachvollziehbar.

 

Tachogenauigkeit: Abgleich der Tachoanzeige mit GPS-km/h-vom-Handy: (GPS-Handy/Tacho) 80/83 100/103 120/124 200/207

(gemessen bei gleichmäßiger Fahrt mit Tempomat, nicht beim Beschleunigen). Aber: nicht weiter berücksichtigt, hab hier nur nach Tacho ausgewertet. Wenn man das berücksichtigt, werden alle Werte etwas schlechter.

 

Was gemessen: Am liebsten hätte ich gemessen: Beschleunigung / Durchzug Tacho 0 bis Tacho 200+ km/h. Aber wo kann schon so fahren (Ebene Autobahn, kein Limit, Parkplatz ohne Kurven…)? Also hab ich das genutzt was machbar war. Hieraus hab ich errechnet 0-100, 80-120, 100-180, 0-200 und 100-200.

Umgebung: hin ohne PPK: -3 Grad, fast trocken, kein Gepäck. Rück mit PPK: +4 Grad, trocken, ca 10 kg Gepäck. Tank vergleichbar halbvoll.

Wind laut App: Hin: Rückenwind mit 4 km/h. Rück: 19km/h von schräg links, also Seiten-/Gegenwind.

 

Wie berechnet?

Zur Berechnung hab ich genutzt: abgelesener Tacho und die eingeblendete Stoppuhr. Die von der App angezeigte GPS-Geschwindigkeit hab ich nicht genutzt, hier ist zu viel Verzögerung enthalten. Auch andere Apps werden hierfür kritisiert. Daher der abgelesene Tacho.

Start der Messung war nicht bei 0 Sekunden, sondern jeweils zirka 2 bis 4 Sekunden nach Start des Videos mit dem Gasgeben. Warum: die ersten Sekunden wird kein Slow-Motion aufgezeichnet, daher hab ich immer einige Sekunden gewartet. In der Auswertung kann man dann schön ablesen, bei wie viel Sekunden ich gestartet bin (Tachonadel / Drehzahlmesser bewegen sich).

Welche Auto-Einstellungen?

Einstellungen: Sport und M/S (Gangwahl automatisch, nicht handgeschaltet).

 

Spritverbrauch:

Da mache ich mir keine Illusionen. Mehr Leistung erzeugt mehr Verbrauch. Wenn ich jetzt 147kW aufrufe, dann muß entsprechend viel Diesel verbrannt werden.

 

Langzeiterfahrung: in meinem Blog zum 120D werde ich berichten…

100.000km wird er in 2 Jahren haben, sofern alles Gut geht.

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02.05.2016 15:32    |    azrazr

Wie viel hat der Spaß gekostet? Was sagt die Versicherung und die Steuer dazu?

 

Mich interessiert dieser Kit aus einem einzigen Grund: um die relative "Trägheit" (im Vergleich zum 320d) durch xDrive "auszugleichen".

15.09.2016 10:35    |    CaFreak

Zirka 1100 Euro. Eintragen in die Papiere noch ein paar Euro.

Versicherung bleibt gleich. Steuer bleibt gleich.

Deine Antwort auf "Einbau PPK BMW Performance Power Kit"

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