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Astra, Astra, Astra

Ich habs nie darauf angelegt immer Opels zu fahren, aber ich komme auch nicht von ihnen weg...

08.06.2014 15:42    |    HolgieF    |    Kommentare (2)    |   Stichworte: Astra, H, Opel

Es ist Zeit für ein neues Auto geworden. Mein alter Astra G hat mir die 4 Jahre in der Garage echt übel genommen. Mit 180.000km und ohne Probleme hatte ich ihn eingelagert weil ich einen Firmenwagen bekommen hatte. Mein blauäugiger Gedankengang: Dann schone ich meinen Wagen und er hält länger. Pustekuchen. Nach vier Jahren wieder angemeldet und innerhalb der ersten 500km hat sich das Steuergerät verabschiedet. Nun, kann ja mal passieren, dachte ich und der FOH hat mir ein repariertes mit Garantie eingebaut. War nicht mal so teuer, 450 komplett mit Einbau. Also wieder runter vom Hof und wie üblich gefahren ohne mir viel Gedanken zu machen. Ich fahr ja im Gegensatz zu früher nicht mehr so viel. Aber Plan ist Plan und Realität ist Realität. Mein G wollte wohl zurück in den Winterschlaf und war vom täglichen Arbeitsweg nicht begeistert. Er hat bitterlich Kühlwasser geweint. Nun, auch rationale Autobesitzer sind nicht herzlos, also hat er einen neuen bekommen, der alte war im Eimer. Stahlgruber sei Dank kann man das auch selbst machen.

 

Was dem Mann ab einem gewissen Alter die Prostata scheint dem Opelchen die Öldichtungen zu sein. Mit km Stand von knapp 198000 wollte er erneut zum FOH, nachdem sich die liebe Nachbarschaft über eine ziemliche Öllache unter meiner schwarzen Perle beklagt hat. Der FOH hat Dichtungen ausgetauscht und Motor samt Unterboden gewaschen und ich durfte mein Arbeitstier wieder haben.

 

Mittlerweile sind wir dann bei km 205000 angekommen und der Bremskraftverstärker hat sich sang- und klanglos verabschiedet. Kein Gruss, kein „schön war’s mit dir“ – einfach abgenibbelt. Tja, wieder zum FOH und FOH sagt: Kostet teuer. 1000 der sauer verdienten Euronen wollte er dafür. Mindestens. Er meinte noch mein Radlager sei im Eimer, die Bremsen runter und beim ganzen Rest hab ich schon gar nicht mehr zugehört. Ich brauch also was neues. Fass ohne Boden mag ich jetzt nicht weiter befüllen. Außerdem will ich morgens in den Kübel einsteigen und losfahren, ohne mir Sorgen machen zu müssen was denn jetzt wieder ausfällt.

 

Gesagt, getan. Kassensturz gemacht, den Kids das Taschengeld gestrichen und losgezogen um ein Auto zu kaufen. Beim Thema Auto bin ich emotions- und anspruchslos. Erste Prämisse: Zuverlässigkeit. Zweite Prämisse: Wenig Kilometer. Ich will mir nicht alle 2 Jahre was neues kaufen. Und der ganze Rest ist optional. So hab ich dann gesucht. Opel hier, Ford da, ein wenig VW aber nichts was mir so richtig gepasst hätte. Wahlweise zu teuer, zu viel Kilometer oder zu viel SchnickSchnack drin. Achja, ein Diesel sollte es natürlich auch noch sein. Aber es tat sich nichts. Absolut nichts. Immer wieder hab ich die einschlägigen Seiten im Internet durchgeforstet aber ich habe nichts gefunden. Er sollte ja auch nicht zu klein sein. Im schlimmsten Fall müssen da außer mir ja noch Frau, 2 Teenies und zwei Hunde reinpassen. Also nix mit Fiesta oder Corsa. Außerdem wollte ich weder von privat noch vom Wimpelhändler kaufen. Also nur „anständiges“ Autohaus. Kann man zwar auch reinfallen, aber wenn man alle Prozesse gewonnen hat, ist wenigstens was zu holen.

 

Fast zwei Monate musste ich suchen, was eigentlich nicht schlecht war, denn so stieg mein Budget auch häppchenweise, bis ich ihn dann gefunden hatte: Es klang nicht schlecht. Astra H, Automatik, Diesel, 120PS, BJ 2008, 42.000km, dazu eine gefühlte Million an Sensoren und anderem SchnickSchnack. Also rufe ich an und frage nach Probefahrt. War ein BMW Autohaus und früh morgens war noch der Chef persönlich dran, der zunächst nicht glauben wollte das er einen Opel auf dem Hof hat. Es wurde Rückruf vom Verkäufer versprochen und 20 Minuten später hatte ich meine Probefahrt für den folgenden Freitag ausgemacht.

 

Die Probefahrt verlief unspektakulär und ohne viel Federlesens oder großen Verhandlungen, der Preis schien mir nicht zu viel für den Wagen, Vertrag unterschrieben, zuhause Geld überwiesen und Abholtermin ausgemacht. Mir persönlich viel zu spät, aber Händler wollte unbedingt noch Service machen und Checken. Gut, sehe ich ein und ist auch besser für mich. Und jetzt sitze ich und warte darauf dass es endlich Donnerstag wird und ich den neuen endlich abholen kann. Bin wohl bei Autos doch nicht so emotionslos wie ich immer behaupte… ;)

 

Und die Zeit dahin überbrückt man wohl mit Foren lesen und Informationen sammeln. Man liest über AGRs und Drosselklappen, über M32 Getriebe und Lichtmaschinen, über Radios und Navis und, und und...

 

Jetzt muss ich nur noch den alten loswerden. Mal schauen, die üblichen Verdächtigen wie Internet, Hinterhofhändler und Kärtchenschieber wenn garnichts mehr geht....

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