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Blog von158PY

11.07.2016 11:26    |    158PY    |    Kommentare (31)

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Lr130cc ueberfuehrung bild1

Mahlzeit allesammen, ich fange heute mal mit einem Blog zu unserem neuen Lastwagen an. Bilder hab ich zwar noch keine (nur ein Foto von der abenteuerlichen Überführung, mit dem ich anfangen werde), aber wenn ich nicht anfange damit, werde ich wohl nie dazu kommen.

 

Es handelt sich um einen Land Rover Defender 130 CC (die Kenner unter euch wissen, das ist ein Doppelkabiner-Pritschenwagen mit auf 130 Zoll verlängertem Radstand, das CC steht für "Crew Cab", die anderen wissen es spätestens jetzt) aus dem letzten Produktionsjahr, den ich mit annähernd 0km als Tageszulassung von der Halde eines Landmaschinenhändlers retten konnte. Selten habe ich mir soviel Mühe mit der Anschaffung eines (natürlich völlig überflüssigen) Fahrzeugs gemacht. Nur beim "Grünen Saurier", meinem seligen RR Phantom II Continental habe ich mir ähnliche Mühe angetan.

 

 

Die Vooooorgeschichte:

 

Angefangen hat es vor ca. 8 Jahren, als ich ein Baustellenfahrzeug für meine Firma suchte und vom nicht vorhandenen Fahrkomfort des Land Rover Defender (110 S/W) so abgeschreckt wurde, dass ich meine Brieftasche zu und das Fahrzeug beim Händler ließ. Ich konnte mir einfach nicht vorstellen, was über 2 Millionen Ländikäufer an dieser rüpelhaften, unbequemen Rotzkarre so beeindruckend finden konnten, dass sie das Ding auch tatsächlich kauften. Egal, die Jahre gingen ins Land und inzwischen war eine neue Frau in mein Leben getreten, welche als tapfere Landärztin in der brandenburgischen Einöde ihr karges Brot verdienen musste. Der Gedanke an einen Land Rover bekam somit neue Nahrung und endlich, endlich würde er in seinem natürlichen Habitat eingesetzt werden können. Hasi könnte damit in den Wald fahren oder ihre Gäule ziehen, ich könnte ihn für meine Baustellentouren gebrauchen, die Welt würde bestimmt ein schönerer Ort werden....

 

September 2013 kam also der erste Land Rover ins Haus, ein 110er Station Wagon, von dem ich nur im ersten Moment annahm, es handle sich um ein zur Personenbeförderung vorgesehenes Fahrzeug.

 

Spätestens auf der Zulassungsstelle kam die Ernüchterung, denn da stand ganz eindeutig "Lastkraftwagen" in den Papieren und mir dämmerte, dass diese Karre wohl nur noch als LKW überhaupt zugelassen werden konnte. Das moderne Europa erwartet von PKW heute halt Airbags an allen Ecken, ABS und ESP, sowie Assistenzsysteme, die einen erinnern, wenn man das Licht vergessen hat auszuschalten. Alles das hatte unser neues Daktari-Mobil aber nicht (ich glaube bis auf ABS), trotzdem war mein Hasi sehr glücklich damit. Und wie könnte ich es wagen Kritik zu äußern, wenn doch mein Hasi mit der Karre glücklich ist?

 

Zweieinhalb Jahre später, nach einigen Hängertouren und meinem Umzug in die Mark Brandenburg kam schließlich der Tag, an dem ich auf die dumme Idee kam, den Wagen zu verkaufen. Hier könnte der Beitrag zum Thema Land Rover auch schon zu Ende sein, wenn es mir nicht gelungen wäre, nach langer und intensiver Suche noch einen Händler zu finden, der nicht ganz so verstrahlt ist wie der Rest der Land Rover Fangemeinde, welche einem diese Fahrzeuge derzeit für den doppelten Neupreis anbietet. Und damit geht es weiter:

 

Tataaa - Auftritt neuer LKW: der neue Defender 130CC

 

Eine kleine Marktanalyse betreffs Wiedergutmachung meines Verkaufsfehlers (wer verkauft schon einen Ländi, der noch Garantie und keine 20tkm runter hat?) sollte mir recht rasch zeigen, dass zur Zeit auf diesem Marktplatz wohl alle verrückt spielen. Da werden Gebrauchtwagen ohne Mehrwertsteuerausweis mit deutlich Kilometer auf der Uhr und einem Alter von 2 bis 3 Jahren um die oder gar jenseits der 50.000,- Euro angeboten, manche Verkäufer wollen das Publikum wohl offensichtlich amüsieren, indem sie sechsstellige Preisschilder an ihre gebrauchten Karren pappen und die Vertragshändler sitzen auf ihren Lagerbeständen wie die Glucke auf den unbebrüteten Eiern und rufen für Neuwagen durch die Bank Beträge weit jeseits der 60.000,- Euro auf. Für ein Fahrzeug mit einem Listenpreis von 36 komma irgendwas. Als alter Hase mit jahrelanger Rolls-Royce-Erfahrung bin ich beim Thema Autoverkauf ja so einige Mätzchen gewöhnt, aber was da momentan abgeht, erinnert mich stark an die Tulpenhysterie der Holländer irgendwann im 17. Jhdt.

 

Den Autohändlern kann ich nur zurufen: "Leute, ihr lebt vom Auto-VERKAUF und nicht vom Auto sammeln!" Eure Kundschasft wird sich merken, was ihr mit ihnen momentan abzieht... Und den Sammlern kann ich nur sagen: ein Auto, von dem über 2 Millionen gebaut und 2/3 davon noch auf den Straßen unterwegs sind, wird schwerlich selten werden. Und falls ihr an der Karre was verdienen wollt (und viele Hobby-Spekulanten wollen genau das) müsst ihr erst mal einen finden, der noch blöder ist als ihr und noch mehr Kohle rausrückt als ihr es schon getan habt. Nun, ich konnte zum Gluck noch einen Händler finden, der nicht komplett vernebelt ist - auch wenn ich dafür weit fahren musste und so packte ich am 7.7.2016 unser neues Arbeitsgerät auf den Hänger und war am 8.7. auch schon wieder zurück in der Mark Brandenburg. Dort darf er sich jetzt in seinem natürlichen Habitat voll ausleben. Das Schild "Baustellenfahrzeug" ist noch in Arbeit, aber bald wird er mir Dienste auf meinen Baustellen leisten, während mein Hasi derzeit intensiv die Camping-Möglichkeiten erkundet...

 

Und das Beste kommt am Schluss: wenn man das Licht auszumachen vergisst, ertönt neuerdings eine nervtötende Tröte, die einen daran erinnert. Und der Türöffner für die Fernbedienung sieht auch viel wertiger aus als beim letzten. Da war es so ein China Billigteil aus dem Zubehörmarkt, was der Ländivertreter wohl an den Zündschlüssel drangepappt hat, jetzt ist es ein sowohl optisch wie auch haptisch sehr ansprechendes Teil, was auch an einem Range Rover Schlüssel hängen könnte.

 

Und das allerbeste ganz zum Schluss: beim Lesen der Bedienungsanleitung (mach ich ja selten, deshalb hat es etwas länger gedauert) fällt mir ein unauffälliger Zettel in die Hände, den ich beinahe zerknüllt und weggeschmissen hätte - mit einem Nachtrag zu den technischen Daten, unauffällig auf der Rückseite versteckt: ab 3.8.2015 hat der Motor 110kW bei 3250Upm. Ja was denn? Ein Blick in die Fahrzeugpapiere zeigt nur die üblichen 90kW bei 3500Upm. Stören würde mich der Extra Punsch nicht, aber auf den ersten 175km waren bisher noch nicht mehr als 90km/h drin. Mal sehen, ob er die Werksangabe von 144km/h reißt - immerhin habe ich ja schon Aufkleber mit Name und Blutgruppe am Auto, falls einen die Sanitöter mal an's (Blut-)Fläschchen hängen müssten...;) Wo der Ländi getz ja unter die Rennautos gegangen ist, nöch?

 

So, zur Feier des Tages ein kleines Update, womit wir vorher die Brandenburgischen Wälder unsicher gemacht haben:

 

Mein Hasi hatte da ein schönes kleines Stück Land im Polzowtal (paar Hektar), wo wir gerne am Sonntag die Seele baumeln lassen konnten, was aber echt nur mit dem Traktor, zu Pferde oder eben im Ländi erreichbar war. Hätte sie den Grund noch, wären die Aufnahmen vom neuen Arbeitsgerät auch dort entstanden, so musste halt der Gemeindewald herhalten... Habe also noch 4 Bilders vom alten Daktari-Mobil angehängt, einmal mit 12km im Showroom des Händlers, dann vor Ort mit Hasi und mit Kläffi. Leider wurde der Wagen vom Käufer inzwischen mit einigen Poser-Anbauteilen und Alufelgen samt breiten Schlappen "verziert" und für über 10 Mille mehr, als ich ihn verkauft habe weiter verscherbelt. Wird in Zukunft wohl eher auf der Kö oder am Kudamm zu finden sein als in Gottes freier Natur. Aber Hauptsache, einen fetten Spekulationsgewinn eingestrichen... *soifz*

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11.07.2016 15:53    |    Ascender

Sehr schön geschrieben. Es hat mir gut gefallen. Gerne mehr davon. ;)

Viel Spaß mit dem neuen.


11.07.2016 18:09    |    astra33

Schöne artgerechte Haltung vom Ländi im Wald. Und die Lady kühlt ihre Füsse auf der Pritsche aus Metall.


12.07.2016 08:39    |    pico24229

Cooles Gefaehrt mit der Pritsche


12.07.2016 12:34    |    der_Derk

Schöner Bericht :).

Zitat:

Es handelt sich um einen Land Rover Defender 130 CC (die Kenner unter euch wissen, das ist ein Doppelkabiner-Pritschenwagen mit auf 130 Zoll verlängertem Radstand

Der Kenner sieht 130 Zoll Radstand, der Klugscheißer - also ich - ergänzt, dass das nur 'ne historisch gewachsene Zahl ist, und der einzige Defender bei dem die Bezeichnung noch passt der 110 ist. Der 90 hat eigentlich 93", der 130 "nur" 127" ;).

 

ESP (zusammen mit ABS und Traktionskontrolle) müsste Dein Modell aber schon haben?

 

Die Preise für gebrauchte Defender waren schon immer schwindelig hoch, seit der Produktionseinstellung sind aber zumindest die Preisvorstellungen vieler Verkäufer völlig durch die Decke.


12.07.2016 14:26    |    158PY

dann klugscheiße ich mal auf den Haufen drauf: der Ur-Ländi hatte lediglich 80 Zoll Radstand und 3 Sitze nebeneinander, dann hatte der kurze 88 Zoll und der lange 109 Zoll, also zumindest wurden sie so unter die Leute gebracht (keine Ahnung, wie lang die Radstände tatsächlich waren). Und der erst relative spat (ich glaub 1983, aber Wikipedia weiß sicher den genauen Termin, aber ebennt noch zu Serie III Zeiten) wurde der Crew Cab eingeführt, der damals soweit ich weiß auch 127CC hieß. Mit der Ablösung der Serie III gegen Ende der 1980er Jahre änderte sich die Nomenklatur: aus 88 wurden 90 Zoll, aus 109 eben 110. Und der Doppelkabiner wurde zum 130er befördert. Damit einher ging die Notwendigkeit eines Namens, weil im Land Rover Werk inzwischen neben dem klassischen Landrover und dem vornehmen Range Rover auch noch ein Zwischenmodell namens Discovery produiziert wurde. Daher der Name "Defender" - das passt ja gut, wo doch die britischen Monarchen sich seit den Zeiten Heinrichs, des VIII., "Defender of the faith" nennen dürfen. In Südafrika gab es übrigens auch eine auf 147" gestreckte Version des Station Wagons, hat aber den Weg zu uns nicht gefunden.

 

Und ja, der neue hat ESP, sonst wäre er gar nicht mehr zulassungsfähig. Das alte Daktari-Mobil hatte es auch, allerdings nur gegen Aufpreis (war irgend ein Paket für ca. 2.500,-).

 

Die Preise für gebrauchte Defender waren deshalb schon immer hoch, weil dieses Auto jedem Alter und jeder Beanspruchung trotzt. Und weil ein neuer mit 0km vermutlich nur wenig besser fährt als ein 30 Jahre alter mit 200.000km. Ein Fahrkomfort, der sich vermindern könnte, ist ohnehin nicht vorhanden. Einziger Unterschied zu einem alten Ländi ist, dass man halt zwischenkuppeln und Zwischengas geben muss, weil die Getriebe damals eben nicht synchronisiert waren.

 

Und Preisvorstellungen.... jo mei, da gibt es viele Fantasien. Nur deshalb, weil an den Autos fantstische Preis-Schilder kleben, heißt das noch lange nicht, dass auch fantastische Preise dafür bezahlt werden. Immerhin möchte die Mehrzahl der Käufer das Ding ja für irgendwas nutzen. Und wenn man 60 oder 70 Mille für so ein Ding zahlen soll, dann kann sich der geneigte Interessent auch gleich bei der Steyr-Daimler-Puch AG bedienen (inzwischen glaub ich Magma, aber egal, der lokale Mercedes-Händler kann helfen) und sich ein G-Modell holen. Der wird noch mindestens 20 Jahre weiterproduzuiert werden. Allerdings hat der Ländi einen Vorteil: nämlich, dass es keine peinlich aufgeblasenen AMG Versionen davon gibt, mit denen dann Personen mit einem zweifelhaften Lebenswandel die Fußgängerzonen der Innenstädte verunsichern. Alleine der Umstand, dass inzwischen viele Neureiche mit diesen motorisierten Schrankwänden Jagd auf Vorstandslimousinen machen, wäre mir schon Grund genug, von diesem Modell Abstand zu nehmen.

 

Ach ja, nochmal was zu den Preisen: in der Rolls Royce Sektion von Mobile.de gibt es einen chicen silbernen RR Ghost, Baujahr 2012 mit nur 5226km oder so ähnlich zu kaufen. Dieses Fahrzeug beobachte ich seit inzwischen 2 Jahren (in Worten: 24 Monate!). Zuerst wurde der Wagen von MAHAG in Bochum als Leasingrückläufer oder was auch immer den eckigen Preis erklären mag, für 191.xxx,- Euro angeboten (genaue Summe vergessen). Das war im Sommer des seligen Jahres 2014, der Wagen hatte damals noch ein Jahr Garantie. Einige Monate später übernahm wohl ein anderer Händler aus Recklinghausen das Fahrzeug und bot es für 229.000,- an. Irgendwann letztes Jahr schrieb man dann 215.000,- ans Preisschild und aktuell ist das Auto für 199.000,- ausgepreist. Das ganze für eine Karre, die neu 253 Mille kostete, inzwischen keine Garantie mehr hat und sich mittlerweile seit 2 Jahren die Reifen platt steht. 175 wären vor 2 Jahren vielleicht ein angemessener Preis gewesen, heute sind es bestenfalls noch 150. Aber da Geld zu leihen heutzutage ja nix mehr kostet, kann man es sich halt leisten, ein Auto jahrelang zu einem utopischen Preis anzubieten.


14.07.2016 09:57    |    bronx.1965

"Sehr schön geschrieben. Es hat mir gut gefallen. Gerne mehr davon. ?

Viel Spaß mit dem neuen."

 

Dem schliesse ich mich mal an! Auch von mir ein Danke. ;)


14.07.2016 10:18    |    158PY

die nächsten Fahrversuche, unter anderem eine Ermittlung der erzielbaren Höchstgeschwindigkeit im letzten Gang, werde ich leider erst am kommenden Wochenende durchführen können, da mich meine Kundschaft im Westen nicht früher loslässt. Daher muss ich die Gemeinde freundlichst noch um etwas Geduld bitten...;)


14.07.2016 10:23    |    bronx.1965

Die Frage sei erlaubt:

Pendelst Du MIT dem Ländi zwischen den neuen und gebrauchten Ländern? Hut ab! :D

 

Auf deinen Bericht bin ich gespannt.


14.07.2016 10:41    |    158PY

nein, das würde ich einem in England gefertigten Auto, was nicht Rolls-Royce heißt (und meinem Rücken), nicht zumuten wollen, denn ich fahre an die 100.000km im Jahr. Der Ländi ist wirklich ein reines Arbeitsgerät für gelegentliche Baustelleneinsätze meinerseits (die nicht nur in den gebrauchten, sondern allen anderen europäischen Ländern stattfinden könnten) und @home für das Gelände in Brandenburg, zum Pferde ziehen, Abfalltransporte zum Gemeindebauhof etc.


14.07.2016 10:44    |    bronx.1965

Okay, besten Dank für die Klarstellung. ;)


14.07.2016 14:07    |    DonPacino

Ach, eigentlich geht es, hab selbst 3 Landys (110er TD4 SVX Baujahr 2008, nen 110er Saugdiesel von der brit. Armee Baujahr 1986 und eine 109er Serie III Stage One V8 von 1982) und den Td4 fahre ich im Außendienst und privat knapp 40.000km im Jahr und ich wünsche mir meinen ehemaligen Audi A5 3.0TDI nicht zurück. Mit keinem Auto bin ich jemals so entspannt gefahren, auch lange Strecken. Langsam (ca. 100km/h auf der Autobahn) fahren ist der deutlich größere Luxus als in nem "ABM" gestresst von A nach B zu hetzen und sich dabei einzureden Stunden Zeit einzusparen.

 

Wünsche viel Spaß mit dem Landy, das beste Auto, was je gebaut wurde und das letzte mit echtem Charakter!

 

Landy on.


14.07.2016 14:59    |    158PY

äh, was bitte ist ein ABM? Autobahn-Meilenfresser? Arbeits-Beschaffungs-Maßnahmenwagen? Audi Belastungs Mobil?

 

Fragen über Fragen...

 

Aber schön, dass du so gut mit Ländis versorgt bist. Beim besten Auto der Welt muss ich natürlich widersprechen: das wurde bzw. wird nicht in Solihull, sondern in Derby, später dann in Crewe und heute in Goodwood zusammen geschustert und ist beinahe so geländegängig wie ein Ländi. Aber halt nur deshalb, weil ich mich im Ländi niemals trauen würde, Steigungen von 100% zu fahren, was er laut Prospekt ja kann. Die üblichen Waldwege und Saumpfade reichen mir und da kommt ein Rolls Royce zur Not auch hin...;)


14.07.2016 18:10    |    twj

ABM=Audi-Bmw-Mercedes :cool:


15.07.2016 00:51    |    MKK-XX

Also ich nehm da lieber das Zugfahrzeug vom 1. Foto...

 

Phaeton forever!

 

Vielleicht sieht man sich ja mal in der Phaeton Werkstatt in Datteln bei Zottel. Z.B. zum Phaeton Treffen am 30/07 ;)


15.07.2016 06:18    |    158PY

Wenn bis dahin was kaputt gegangen ist, komme ich gerne... ;-) und wenn er bis dahin noch heil ist, ebenfalls - sofern ich es zeitlich einrichten kann.


16.07.2016 11:12    |    Rockport1911

Ein schöner Ländi, der lange Radstand und die Pritsche machen echt was her. Viel Spaß mit dem Gefährt, Ich hoffe mal das der nur den leichten baustellendienst bekommt, wäre sonst fast zu Schade zum runterrocken.

 

Auch wenn mit der Zeit einige Spieleien dazukamen ist das immernoch ein sehr ursprüngliches Fahren.

 

Das Gespann mit dem Phaeton sieht richtig stark aus, kürzer hätte der Hänger nicht sein dürfen :)


18.07.2016 10:48    |    158PY

So, das Wochenende ist vorbei und die Testfahrt auf freier Bahn vollbracht. Wie verhält es sich also mit der HÖCHSTGESCHWINDIGKEIT? Tja, die Ernüchterung kam hinter dem Kreuz Oranienburg auf der A10: zwar zieht die Fuhre ab wie Hölle und ist definitive agiler als der alte 110er Stationwagon, aber bei 140km/h (GPS-Messung des Vaginationssystems) wird offenbar abgeregelt, obwohl 145 im Schein stehen....

 

Zum Glück kann mir das egal sein, denn ich wollte ja ohnehin keine Autobahn-Jagden veranstalten und das Fahrverhalten mit Planenaufbau und Stollenreifen ist jenseits der 120 sowieso abenteuerlich. Somit darf sich unser Ländi-Schnell-Lastwagen auf ein geruhsames Leben in den Brandenburgischen Wäldern freuen und wird auch nur ganz gelegentlich - versprochen - auf eine meiner Baustellen ausrücken müssen.

 

PS: Mitteilung zum Verbrauch wird noch nachgereicht, sobald er an der Tränke war...


18.07.2016 13:13    |    bronx.1965

Die 140 Km/h könnten auch das untere Ende der oftmals zitierten "Leistungsstreuung" bedeuten. ;) Egal, wie du schreibst, ein Wert ohne Bedeutung. Auf der BAB fühlt er sich eh nicht wohl. Und dann noch mit Stollenreifen. Wer je einmal einen Lada-Niva mit herzhafter Originalbereifung gefahren ist, kann das bestens nachvollziehen. :D

Der Landi glänzt ja wenigstens mit einem ordentlichen Radstand!

Auf die Verbrauchswerte bin ich gespannt. ;)


18.07.2016 18:10    |    sestiphatis

Wer so etwas wie passive Sicherheit nicht so verkehrt findet und zumindest ab und an auch auf befestigten Straßen fährt, darf das G-Modell nicht außer Acht lassen. Es ist auch urig und definitiv geländegängig, aber hat im Laufe der Zeit mehr Modellpflege erfahren.


18.07.2016 19:54    |    V8-Junkie

Zitat:

Vaginationssystems

Was es nicht schon für Sachen gibt.:D:D:D;)

 

Coole Kiste so ein Ländi. 140 Top Speed sind eh noch gut. Mein alter Jeep Cj7 hat, glaub ich, max. 120 km/h geschafft. Da hat der Beifahrer aber schon ordentlich Angst bekommen wenn man so schnell unterwegs war.:D Ist bei solchen Autos aber eh irrelevant.


18.07.2016 20:04    |    158PY

lieber sestiphatis, das ist zwar richtig, aber vom G-Modell gibbet einfach zu viele Poser-Karren. Da bauen die Kids (bzw. der Mercedes-Haustuner AMG) vorne ein Stadtteilkraftwerk mit viel zu vielen Zylindern rein und unten pöse klingende Side-Pipes dran, schlagen innen alles mit Froschfotzenleder aus und gehen dann auf die Autobahn, unschuldige Vorstandsmitglieder in ihren S-Klassen oder 7er BMWs jagen...

 

So etwas kann ich nicht gutheißen...;) Ansonsten hast du natürlich völlig recht, abgesehen von der Tatsache, dass das G-Modell noch viele Jahre gebaut werden wird und ein ähnlicher Hype wie derzeit beim Ländi deshalb nicht zu erwarten sein dürfte.

 

Und @V8-Junkie: das Vaginationssystem ist mein Lieblingswort. Entsteht ganz einfach aus einem Navigationssystem, bei dem man das V nach vorne holt, das g an die Stelle des v rückt und das vorne verdrängte große N zu einem kleinen n macht und statt des kleinen g einsetzt... War mal ein Versprecher meines polnischen Mitarbeiters vor vielen Jahren, aber das Wort hat mir so gut gefallen, dass ich es seit dem immer benutze, wenn es um die GPS-gestützte Orientierung geht....;)

 

Der Top-Speed von 140 ist nicht nur "eh noch gut", sondern echt beängstigend. Die Plane flattert im Wind, die Stollen tänzeln über den Asphalt und dem Fahrer (also mir) bricht der kalte Schweiß aus. Ich habe es auch nur gemacht, weil ich wissen wollte, ob die unverschämte Leistungsexplosion der Maschine mit einer gesteigerten Höchstgeschwindigkeit einher geht. Wo ich bei diesem Auslaufmodell doch 110 statt der üblichen 90kW an der Welle anstehen hab...

 

Mal sehen, ob sich das im Spritverbrauch bemerkbar macht. Bericht wird folgen!


18.07.2016 20:10    |    158PY

Hier für die liebe Gemeinde noch das neueste Update:

 

...und als ich am letzten Freitag von meiner wöchentlichen Arbeitstour aus den gebrauchten Ländern nach Hause zurück kehrte, musste ich feststellen, dass mein Hase schon mit dem Umbau zum Campingmobil angefangen hat... ;-)

 

Das sieht dann so aus:


Bild

18.07.2016 20:28    |    bronx.1965

Like! :D

 

Sehr kreativ.


19.07.2016 01:42    |    --------------------

Sachen gibts... Da lob ich mir meinen Urvan (mit 950Tkm)


19.07.2016 02:16    |    DIESEL4LIFE

@158PY: Dein Schreibstil ist einfach göttlich. :D:cool:


19.07.2016 08:39    |    158PY

*blush* hui, jetzt fühl ich mich aber beinahe unkomfortabel... Ich kann mit Komplimenten etwa gleich schlecht umgehen wie mit Geschenken. Aber es ist schön, wenn meine Schreibe bei der Gemeinde gut ankommt. Ist vielleicht oder besser hoffentlich mal eine Abwechslung zur üblichen "meiner hat 12 dreiviertel Nuttenmeter bei nur 1800 Touren und zieht sich 20 Liter auf 100km, aber ich bin ein Mann und komm damit klar" Schreibe...;)


19.07.2016 09:09    |    158PY

und @----------: Sachen gibts... Da lob ich mir meinen Urvan (mit 950Tkm)

- freut mich für dich, wenn du bald die Millionengrenze knackst, und vielleicht hat meiner auch nicht soviel Ladefläche wie dein Lieferwagen. Aber hey: ich sitze dafür viel unbequemer und brauche mehr Sprit, das ist doch ein Ausgleich, nöch?


19.07.2016 21:55    |    British_Engineering

Schöner Text. Und auch ein tolles Auto. Ich bin im vergangenen Herbst mal für ein paar Stunden einen Defender auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz im Kreis Holzminden im Gelände gefahren. Das hat unglaublich Spaß gemacht. Auf die Dauer wäre mir nur die Geräuschkulisse beim diesem Teufelskerl zu heftig. Als ich nach der Geländetour wieder in meinen älteren Fiat Punto Diesel stieg, war mein erster Gedanke: "Junge, was für ein leises Auto du doch fährst."


19.07.2016 22:03    |    158PY

Tja, die Jungs wussten schon, warum sie die berühmte Ogilvy Kampagne aus den mittleren 1960er Jahren für Rolls Royce "at 60 Miles in a Rolls Royce, the only noise you hear is the ticking of the clock" abwandelten zu

 

"at 60 Miles in a Land Rover, the only noise you hear is the roaring of the engine"

 

Deshalb kann man auch so gut auf Radio und Händi verzichten: man versteht den Radiosprecher oder sein eigenes Wort ohnehin nicht...


25.07.2016 09:18    |    158PY

so Leute, die erste Tankfüllung ist drin, Verbrauch nach 586 gefahrenen Kilometern ist 10,95l/100km, also recht genau die Werksangabe getroffen, sogar noch leicht darunter (Normverbrauch ist 11,1l/100km). Das Wirr-Warr um die Zulassung und tatsächliche Leistung des Fahrzeugs hoffe ich in nächster Zeit aufklären zu können. Mich interessiert

 

1.) warum der Wagen mit Euro 5 in 2016 erstzugelassen werden konnte

2.) warum in den Papieren als Leistung 90/145 steht und

3.) ob der Topspeed jetzt abgeregelt wird oder nicht (war bei den Modellen vor 2007 auch schon mal der Fall)

 

 

sind aber alles nur philosophische Fragen, die den Fahrspaß keineswegs mindern...;)


25.07.2016 11:22    |    bronx.1965

Der Spritverbrauch liegt doch absolut im Rahmen. Finde ich jetzt nicht viel. Erwartbar, angesichts eines Luftwiderstandes der dem eines Übersee-Kontainers ähnelt. :D

 

Mal sehen, was du herausfindest. Besonders zu Pkt. 1.


Deine Antwort auf "Der Ländi-Ländi - oder: kann man mit einem unbequemen Auto glücklich werden?"

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