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Ford Kuga: Fahrbericht - Kölns Unfassbar Gutes Auto

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Am Wochenende startet der neue Ford Kuga in den Handel. Wir glauben: Der wird ein Erfolg. Denn so gut war schon lange kein Ford mehr. Hier noch mal unser Fahrbericht.

Hallo, ich bin der Neue: Der zweite Ford Kuga hält es mit Gerhard Schröder und macht nicht alles anders, aber vieles besser. Hallo, ich bin der Neue: Der zweite Ford Kuga hält es mit Gerhard Schröder und macht nicht alles anders, aber vieles besser.

Unanständig günstig, unverschämt gut. Der neue Kuga ist ein Ford wie schon lange keine mehr. Worüber MOTOR-TALK-Reporter Björn Tolksdorf am meisten staunte.

Valencia - Was haben der neue Kuga und der alte Kanzler Schröder gemeinsam? Ihr Ziel: Nicht alles anders machen zu wollen, aber vieles besser. Nur: Wo Schröder die Steuern steigen ließ, lässt Ford die Preise sinken. 26.950 Euro kostete der alte Kuga, 24.000 soll der Neue kosten. Das klingt gut, dabei kommt das beste erst noch. Denn: Zur Einführung verkauft Ford einen souverän ausgestatteten Kuga für 20.990 Euro. Mit Audio, Klima, Lederlenkrad, Tempomat, verstellbaren Rücksitzen und vielem mehr.

Offiziell billiger als der Internet-Tiguan

Beim neuen Ford Kuga standen die Designer vor einer Herausforderung: Er soll weltweit funktionieren. In den USA wird der Kuga als Escape bereits verkauft. Beim neuen Ford Kuga standen die Designer vor einer Herausforderung: Er soll weltweit funktionieren. In den USA wird der Kuga als Escape bereits verkauft. Fords offizielles Lockangebot schlägt im Markt ein wie eine Eisbombe im überfüllten Freibad. SUVs sind unverändert der große Trend im Automarkt und günstiger als Ford sind in dieser Klasse derzeit nur die Koreaner. Und selbst die liegen nur einige hundert Euro unterm Kuga-Preis. Im Vergleich zum Platzhirsch Tiguan kostet der Kuga weniger als aktuelle Internetangebote (21.564 Euro, Listenpreis 24.450 Euro). Dafür bietet er mehr Platz, Ausstattung und (Sicherheits-) Technik.

8,1 Zentimeter mehr Länge gegenüber dem alten Kuga bedeuten, je nach Stellung der Rücklehne, bis zu 71 Liter mehr Raum für Koffer. Gegen Aufpreis (575 Euro) öffnet sich die Klappe per Fußbewegung, dann zeigt der Ford seine niedrige Ladekante. Auf den Rücksitzen finden drei Käsehochs oder zweieinhalb Erwachsene Platz. Wer die Sitzbank umlegt, hat eine ebene Ladefläche. Wer das liest merkt schon. Innen gibt der Kuga das, was gute Familienkombi versprechen. Raum, Weite und praktische Ideen. Dagegen wirkt ein Focus Turnier fast so eng wie ein Sportcoupé.

Qualitätssprung im Innenraum

Klar optisch getrennt: Übersichtliche Klima-Bedienung, unübersichtliche Multimedia-Bedienung. Klar optisch getrennt: Übersichtliche Klima-Bedienung, unübersichtliche Multimedia-Bedienung. Doch das sieht alles nicht nur gut aus. Es fasst sich vor allem so an. Hier gelingt Ford ein Sprung nach vorn: Bequeme Sportsitze, das griffige Lederlenkrad und viele weiche Oberflächen gefallen auf Anhieb. Nur eine Frage bleibt. Wann überarbeitet Ford endlich das unübersichtliche und oft kritisierte Multimediasystem, mit seinem mickrigen Display?

Stimmig und komfortabel

Auf der Straße wirkt der Kuga, diese Plattitüde sei erlaubt, erwachsen. Der Schaltknüppel liegt solide in der Hand. Mit ihm lässt es sich gut geführt und präzise schalten. Der Zweiliter-Turbodiesel kann alles ganz gut. Schaltfaul fahren, kurz mal sprinten. Meistert er völlig unaufgeregt. Erwachsen bedeutet aber auch, dass Fahrdynamik nicht so sein Ding ist.

Auffällige Design-Kniffe: Das flachere, nach hinten abfallende Dach und die gegenläufig ansteigende Fensterlinie. Auffällige Design-Kniffe: Das flachere, nach hinten abfallende Dach und die gegenläufig ansteigende Fensterlinie. Direktere Lenkung, hohe Seitenstabilität trotz weichem Fahrwerk, weniger Geräuschentwicklung: Überall hat Ford gegenüber dem bisher schon gutem Kuga nachgebessert. Der - achtung Wortspiel - Kuga focussiert sich hier auf mehr Komfort für die Insassen.

Das ist ein bisschen viel Focus, und so klingt es drinnen auch. Leiser als im Vorgänger, aber ab 120 km/h werden die Windgeräusche im Cockpit doch merklich.

Von laut zu hoch ist der Weg nicht weit. Obwohl wir einige Kilometer über Land gefahren sind, schluckt unser 163-PS-Diesel 7,5 Liter statt der 5,9 von Ford versprochenen. Und so unanständig niedrig der Preis (noch einmal: 20.990 Euro) des Kuga ist, am Ende leistet er sich doch eine überflüssige Schlappe. Weder Diesel noch Automatik-Versionen haben ein Start-Stopp-System. Das können andere besser.

Besser als VW ist Ford dagegen bei der Sicherheit. Gegen Aufpreis gibt es neben vielen anderen ein Notstopp-System in der Stadt und einen radargestützten Kollisionswarner.

Ein starkes Stück SUV

Im Gesamtpaket – Nutzwert, Ausstattung, Qualitätsanmutung, Fahreigenschaften – zeigt der Kuga Klasse. Und genau so finde ich dieses Auto. Es ist der schlüssigste Ford, den ich bisher fahren konnte.

Technische Daten: Ford Kuga 2.0 TDCi 4x4

  • Motor: 2,0 Liter-Vierzylinder-Turbodiesel
  • Getriebe: Sechsgang-Schaltgetriebe (Optional: Doppelkupplungsgetriebe)
  • Leistung: 163 PS
  • Drehmoment: 340 Nm
  • Verbrauch: 5,9 Liter/100 km (NEFZ, DK: 6,2 Liter/100 km)
  • CO2: 154 g/km (DK: 162 g/km)
  • 0 – 100 km/h: 9,9 Sekunden (DK: 10,4 Sekunden)
  • Höchstgeschwindigkeit: 198 km/h (DK: 196 km/h)
  • Länge x Breite x Höhe: 4,52 m x 1,84 m x 1,70 m
  • Leergewicht inklusive Fahrer: 1.692 Kilogramm (DK: 1.707 Kilogramm)
  • Kofferraum: 438-481 Liter (Je nach Stellung der Rücklehne)
  • Grundpreis: 29.500 Euro; (gefahrene Motorvariante)
  • Marktstart: 09. März 2013

Quelle: MOTOR-TALK

Avatar von Björn Tolksdorf Björn Tolksdorf (bjoernmg)
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