Rost beim Mercedes W202 und W210
Warum hat der W210 eigentlich "dauergerostet"( ich meine Modelle jedes Baujahrs) , während der W202 erst ab der großen Modellpflege (06/1997) richtig gerostet hat? Beide wurden ja gebaut als Daimler wasserlacke verwendet hat. Aber gab es da so unterschiede in der Produktion? Beide (W202 und W210) wurden doch in Sindelfingen produziert.
Beste Antwort im Thema
Ein Grund war das die Controller der Meinung waren das man bei Verwendung verzinkter Bleche auf konventionellen Korrosionsschutz weitgehend verzichten kann. Blöd ist halt das beim Schneiden der Bleche unverzinkte Schneidkanten entstehen die dann eh schon stark Rostgefährdet auch noch schlecht versiegelt wurden und prompt haben die Schnittkanten in den Falzen gerostet und das Perfide war das man den Rost erst sah wenn Er weit fortgeschritten war und bei Mercedes auch noch gerne von Dichtungen und Verkleidungen verdeckt war.
Kurz, die Ursache waren Einsparungen im Produktionsprozess, aber nicht nur bei Mercedes.
152 Antworten
Zitat:
@Sebastian Nast schrieb am 12. Mai 2016 um 22:19:57 Uhr:
(...)... und denn dann ggf auch nochmal nachkonserieren, dann hat man auch beim
210er erstmal Ruhe vor dem Rost ... 🙂http://www.schairerklassiker.de/.../
Mit besten Sterngrüßen
Sebastian
Hm. Ich weiß nicht so recht. Das sieht schon gut aus, und speziell bei Schairer kann man wohl (auch) davon ausgehen, dass er sehr gut weiß, was er tut - eben so wie der Meisterbetrieb, bei dem ich meine Renovierung habe durchführen lassen
(siehe gerne auch mein Blog zum "Rostteufel").
Was nun eben die Konservierung angeht: aus eigener Erfahrung bin ich ja - wohl nachvollziehbar - ein großer Freund von Mike Sanders Fett, aber eigentlich für die Hohlräume.
Das tropft bei Wärme schon ziemlich 🙂 , und deshalb hielt und halte ich für den Unterboden ein transparentes Wachs eher für geeignet, naturgemäß erst nach Strahlen des Unterbodens bzw. Rostentfernung.
Das könnte sonst in eine ziemliche Sauerei ausarten, wenn das Sanders-Fett ins Schmelzen und Tropfen gerät. Ich staune bei meinem immer, wieviel bei Wärme abtropft, und bei meinem ist das Sanders vorzugsweise in die Hohlräume gelaufen. Es fließt eben schon ziemlich heftig (auf die Straße / den Garagenboden / das Grundstück deines Nachbarn / ... 😁 ) - gut, mag auch an der Menge liegen 😁
Unterboden: Strahlen, Schweißen, Wachs / Fettwachs (bei mir war es UBS 220 (transparent)).
Womöglich wird Sanders-Fett im Winter auch schneller abgewaschen?!
(Dazu gab es doch auch schon mal einen Beitrag hier, den ich jetzt nicht finden kann. Oder war das doch woanders in den Weiten des Netzes?)
Hoppi, ich habe vor ein paar Jahren selektiv bestimmte Bereiche am Unterboden bei mir Trockeneisstrahlen lassen. Da ich überall sichtbar einen guten UBS hatte und an den gestrahlten Stellen auch keinerlei Rost unter dem UBS vorhanden war, habe ich auf die Strahlung des gesamten Unterbodens, wie ursprünglich geplant, verzichtet. War definitiv unnötig und hätte daher nur viel Geld gekostet . Ich habe die Strahlung in einem Fachbetrieb durchführen lassen und war selbst die ganze Zeit dabei und habe Hinweise gegeben, wo gestrahlt werden soll. U.a. wurden die Federaufnahmen samt Umgebung abgestrahlt - war alles bestens! Anschließend wurde im gleichen Fachbetrieb ,auch in meinem Beisein, eine Versiegelung mit MS-Heißwachs vorgenommen. Das war vor > 3 Jahren. Auch heute sind diese gefetteten Stellen noch von einer dicken Fettschicht geschützt, die ist jetzt aber zu einer schwarzen Fett-Dreck-Schicht geworden und tropft nicht. Dennoch wäre eine MS - Behandlung am Unterboden in größerem Maßstab eine Sauerei für jeden, der dort noch arbeiten muss und zu sehen ist auch nichts mehr außer dem verdreckten Fett. Transparentes Wachs ist am Unterboden sicher vorzuziehen.
Gleichzeitig wurden damals bei mir alle Hohlräume endoskopisch bei dieser Gelegenheit untersucht. Alles erwies sich erstaunlicherweise noch gut geschützt durch die werksseitige Konservierung - ich war sehr zufrieden!
Hier mal ein Beispiel, wie verrostet ein 210er äußerlich sein kann und dennoch eine hohe Laufleistung erreichen kann:
http://www.motor-talk.de/fahrzeuge/643991/mercedes-e-klasse-s210
Sebastian: Wir meinen die gleiche Arbeit!😉
Wenn ich mir deine Rostbeispiele in deinem Beitrag so ansehe, kommt mir das kalte Grausen!😰 Wie indolent oder ahnungslos muss jemand sein, der es so weit kommen lässt!?!😎
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Zitat:
@dickschiffsdiesel schrieb am 13. Mai 2016 um 00:25:46 Uhr:
Hier mal ein Beispiel, wie verrostet ein 210er äußerlich sein kann und dennoch eine hohe Laufleistung erreichen kann:http://www.motor-talk.de/fahrzeuge/643991/mercedes-e-klasse-s210
DEN Dauerläufer würde ich mal als cool bezeichnen. > 900.000 😰 km... toll 🙂
Zitat:
@hoppenstedt1 schrieb am 12. Mai 2016 um 23:15:11 Uhr:
Zitat:
@Sebastian Nast schrieb am 12. Mai 2016 um 22:19:57 Uhr:
(...)... und denn dann ggf auch nochmal nachkonserieren, dann hat man auch beim
210er erstmal Ruhe vor dem Rost ... 🙂http://www.schairerklassiker.de/.../
Mit besten Sterngrüßen
Sebastian
Hm. Ich weiß nicht so recht. Das sieht schon gut aus, und speziell bei Schairer kann man wohl (auch) davon ausgehen, dass er sehr gut weiß, was er tut - eben so wie der Meisterbetrieb, bei dem ich meine Renovierung habe durchführen lassen(siehe gerne auch mein Blog zum "Rostteufel").
Was nun eben die Konservierung angeht: aus eigener Erfahrung bin ich ja - wohl nachvollziehbar - ein großer Freund von Mike Sanders Fett, aber eigentlich für die Hohlräume.
Das tropft bei Wärme schon ziemlich 🙂 , und deshalb hielt und halte ich für den Unterboden ein transparentes Wachs eher für geeignet, naturgemäß erst nach Strahlen des Unterbodens bzw. Rostentfernung.Das könnte sonst in eine ziemliche Sauerei ausarten, wenn das Sanders-Fett ins Schmelzen und Tropfen gerät. Ich staune bei meinem immer, wieviel bei Wärme abtropft, und bei meinem ist das Sanders vorzugsweise in die Hohlräume gelaufen. Es fließt eben schon ziemlich heftig (auf die Straße / den Garagenboden / das Grundstück deines Nachbarn / ... 😁 ) - gut, mag auch an der Menge liegen 😁
Unterboden: Strahlen, Schweißen, Wachs / Fettwachs (bei mir war es UBS 220 (transparent)).
Womöglich wird Sanders-Fett im Winter auch schneller abgewaschen?!
(Dazu gab es doch auch schon mal einen Beitrag hier, den ich jetzt nicht finden kann. Oder war das doch woanders in den Weiten des Netzes?)
Kann ich nicht wirklich nachvollziehen, bei meinen Karren tropft es nur dort wo es durch Motor,- oder Auspuffwärme wirklich verflüssigt wird.
...Allerdings bietet Mike Sanders auch eine weichere Mischung an...wenn die bei Deinem eingesetzt wurde kann das mit dem Abtropfen hinkommen.
Zitat:
@Frankyboy379 schrieb am 13. Mai 2016 um 09:11:33 Uhr:
(...)tropft es nur dort wo es durch Motor,- oder Auspuffwärme wirklich verflüssigt wird.
...Allerdings bietet Mike Sanders auch eine weichere Mischung an...wenn die bei Deinem eingesetzt wurde kann das mit dem Abtropfen hinkommen.
Danke für den Hinweis mit verschiedenen Härtegraden bei MS, von denen ich bislang nichts wusste.
Wieder was gelernt 🙂
Also hast du gute Erfahrungen mit der härteren MS-Rezeptur als Unterbodenschutz gemacht, wenn ich dich richtig verstehe?
Nimmst du dann die weichere Mischung für Hohlräume und die härtere für den UB, oder wie handhabst du es?
Zitat:
@dickschiffsdiesel schrieb am 13. Mai 2016 um 00:08:09 Uhr:
(...)
Transparentes Wachs ist am Unterboden sicher vorzuziehen.
Gleichzeitig wurden damals bei mir alle Hohlräume endoskopisch bei dieser Gelegenheit untersucht. Alles erwies sich erstaunlicherweise noch gut geschützt durch die werksseitige Konservierung - ich war sehr zufrieden!
Danke, das beruhigt.
Danke auch für deine Schilderung.
Wie habt ihr denn die Übergänge (gestrahlt / ungestrahlt) behandelt? Einfach MS drübergesprüht?
Und wie handhabst du es mit Wäschen, insbesondere Unterbodenwäsche, insbesondere im Winter?!
Beim Waschen des Unterbodens, evtl. sogar noch mit höherem Druck 😰, wird das Fett doch auch abgewaschen im Lauf der Zeit, also spätestens nach dem zweiten Winter muss man da doch wieder nachsprühen, oder wie ist deine Erfahrung?
Zitat:
@hoppenstedt1 schrieb am 13. Mai 2016 um 11:34:56 Uhr:
...
Wie habt ihr denn die Übergänge (gestrahlt / ungestrahlt) behandelt? Einfach MS drübergesprüht?Und wie handhabst du es mit Wäschen, insbesondere Unterbodenwäsche, insbesondere im Winter?!
Beim Waschen des Unterbodens, evtl. sogar noch mit höherem Druck 😰, wird das Fett doch auch abgewaschen im Lauf der Zeit, also spätestens nach dem zweiten Winter muss man da doch wieder nachsprühen, oder wie ist deine Erfahrung?
Das Zeug wurde heiß gepinselt, war auch von etwas dickerer Konsistenz.
Ich habe in meiner Waschanlage ein Premium-Waschprogramm, das eine Unterbodenwäsche mitenthält. ("Aktivschaum, Textilschaumwäsche, Hochdruckfelgenreinigung, Heißwachs,Perlglanz,Unterbodenwäsche, Trocknung"😉 Zuvor fährt das Auto durch einen Sprühbogen zur Lösung von Insektenresten etc. und wird dann noch vor der eigentlichen Waschstraße per Hand mit dem Hochdruckreiniger mit Reinigungslösung abgestrahlt. ( Habe ich was vergessen?😎 )
Witzigerweise macht das dem Dreck-Fettgemisch gar nichts - bei mir ist praktisch nichts in den mehr als 3 Jahren abgewaschen worden und ich kontrolliere den Unterboden wirklich mehrfach im Jahr - und das sehr gründlich! Auch im Hochsommer habe ich keinerlei Fettflecken auf dem Garagenboden.
Bei meinem Auto verhält es sich genauso wie bei dem Dickschiffdiesel. Ich habe den Eindruck, dass der Straßendreck die Fettschicht am Unterboden und an den Innenseiten der Radläufe und im Spritzwasserbereich quasi konserviert.
An heißen Sommer-Tagen/Mittagen würde ich allerdings nicht mit dem Hochdruckreiniger draufhalten.
Zur Kontrolle nehme ich die Dreck-Fettschicht stichprobenartig ab (einmal im Jahr, im Sommer, wenn der Rost seine Wohlfühltemperatur hat). Zunächst mit dem Heißluftfön erwärmen und dann mit einem weichen Tuch das weiche erwärmte Fett abnehmen. Bisher (seit 2 Jahren) ist das ohne Befund. Anschließend mit Pinsel neues verflüssigtes Fett (Fett mit Heißluftfön im Glas im erwärmen und das Glas ins Heißwasserbad legen) wieder einkleistern und mit dem Fön erwärmen, sodass das Fett schön verläuft und in die Ritzen kriechen kann. Insbesondere wenn Falze angrenzen oder Rost an neuen Stellen mechanisch entfernt wurde, behandle ich einen Tag vorher mit Fluidfilm vor.
Gruß
Michael
Mal zwei Fragen dazu:
1. Zur Tauchbadgrundierung: Eine Rohkarosse wird doch normalerweise ohne Anbauteile lackiert oder? Ist dann stets gewährleistet, dass etwa die Türen durch das gleiche Tauchbad laufen wie die Karosserie? Sonst gäbe es ja verschieden schnell rostende Bauteile.
2. Wie kommt es, dass die 210er nach der Modellpflege stärker rosten als vor der Modellpflege?
Mir fällt bei 202ern/210ern auf, dass die optisch richtig böse verrosteten Fahrzeuge meistens 202er waren.
Zitat:
@S Klasse Fan schrieb am 13. Mai 2016 um 17:00:02 Uhr:
Mal zwei Fragen dazu:1. Zur Tauchbadgrundierung: Eine Rohkarosse wird doch normalerweise ohne Anbauteile lackiert oder? Ist dann stets gewährleistet, dass etwa die Türen durch das gleiche Tauchbad laufen wie die Karosserie? Sonst gäbe es ja verschieden schnell rostende Bauteile.
2. Wie kommt es, dass die 210er nach der Modellpflege stärker rosten als vor der Modellpflege?
Mir fällt bei 202ern/210ern auf, dass die optisch richtig böse verrosteten Fahrzeuge meistens 202er waren.
Du stellst die gleichen Fragen wie der TE.
Wie wärs wenn du mal alles von Anfang an lesen tust.
Andere Antworten wirst du nicht bekommen.
Zitat:
@klamann15 schrieb am 13. Mai 2016 um 17:09:35 Uhr:
Zitat:
@S Klasse Fan schrieb am 13. Mai 2016 um 17:00:02 Uhr:
Mal zwei Fragen dazu:1. Zur Tauchbadgrundierung: Eine Rohkarosse wird doch normalerweise ohne Anbauteile lackiert oder? Ist dann stets gewährleistet, dass etwa die Türen durch das gleiche Tauchbad laufen wie die Karosserie? Sonst gäbe es ja verschieden schnell rostende Bauteile.
2. Wie kommt es, dass die 210er nach der Modellpflege stärker rosten als vor der Modellpflege?
Mir fällt bei 202ern/210ern auf, dass die optisch richtig böse verrosteten Fahrzeuge meistens 202er waren.
Du stellst die gleichen Fragen wie der TE.
Wie wärs wenn du mal alles von Anfang an lesen tust.
Andere Antworten wirst du nicht bekommen.
Ich weiß ja nicht welchen Thread Du gelesen hast, aber die Fragen die ich stelle, stelle ich deshalb weil der TE sie nicht gestellt hat....
S Klasse Fan: Das ist richtig und erklärt ja auch, warum bei ein und demselben Fahrzeug (z.B. bei meinem!) die Karosserie und die Haube gar nicht rosten, die Türen aber zu unterschiedlichen Zeitpunkten und in unterschiedlichem Ausmaß!Diese Teile durchliefen unterschiedliche Tauchbäder, bevor sie zu einem Auto zusammengefügt wurden!
Dass zu unterschiedlichen Bauzeiten unterschiedliche Ergebnisse erhielt wurden, hängt auch mit den unterschiedlichen Experimenten zur Findung der besten Korrosionsprophylaxe in der KTL zusammen
@alle: Ich habe meine Meinung geändert zu dem was Sebastian geschrieben hat: 30 bis 40% sind eine erschreckende Zahl für Rost an den Federn, am Motorträger etc. Kann man bei dem Rostproblem des 210 ers eigentlich sagen, wieviel Prozent der Modelle kaum, nur außen , nur an den Achsen oder Federn oder sowohl außen als auch an den Achsen Oder Federn rosten?