875 € für "meine" erste Inspektion?
Guten Tag.
Ich habe mir Anfang des Jahres einen E 350 CDI, Bj. 2011, bei der Niederlassung gekauft. Ich nehme an, dass vor dem Verkauf kein "frischer" Service gemacht wurde, denn jetzt nach 18.000 km soll verlangt der Wagen nach einer Inspektion B3. Die Gesamtlaufleistung ist ca. 85.000 km.
Ich bin dann zu einem Mercedes Service Partner gefahren und habe mir ein Angebot machen lassen. Ohne Zusatzarbeiten soll das ganze 875 Euro kosten. Darin enthalten sind der Austausch der Öl-, Luft- und Dieselfiltern sowie 8 Liter Motoröl.
Nachdem ich viel längere Wartungsintervalle von meinem Golf gewohnt war (2 Jahre oder 30 Tkm, trotzdem ein mieses Auto), finde ich auch den Preis ziemlich happig. Die Junge Sterne Garantie schließt ja auch aus, dass ich die Wartung in einer freien Werkstatt machen lassen.
Was meint ihr?
Beste Antwort im Thema
Dein vergleich hinkt aber gewaltig.
Wenn, wie du ja schreibst, die Konzerne selbst verantwortlich dafür sind, das die Kosten für Ihre Werkstätten permanent steigen tragen diese auch die Verantwortung dafür wenn diese nicht mehr profitabel arbeiten können. Da kann man doch jetzt nicht hergehen und den Enkunden dafür verantwortlich zu machen, nur weil er nicht bereit ist jedwede, noch so absurde Preisgestaltung mitzumachen.
Die Preise die in Vertragswerkstätten aufgerufen werden sind für Privatkunden kaum noch zu bezahlen, das dann versucht wird, zumindest bei ganz offensichtlichen Abkassierprodukten wie Motoröl, einen kleinen Teil der Rechnung zu reduzieren halte uch durchaus für legitim und fair.
98 Antworten
ohne die antworten zuvor gelesen zu haben,
dir war doch klar- dass eine 6Ender E-Klasse so teuer ist, natürlich auch beim Unterhalt.
das angebot von 875€ sind m.M.n völlig berechtigt.
aber ein tipp: google mal nach JES.
ist eine 'freie' mercedes-Werkstatt von Jürgens.
grüße
Also sorry, wenn Stundensätze jenseits der 100€, wohlgemerkt nicht für Ingenieurs- oder Anwaltsleistungen, sondern für relativ einfache handwerkliche Tätigkeiten, Aufgrund von irgendwelchen obskuren Mischkalkulationen so unrentabel sind, dass man auf seine Teile auch noch irgendwas von 500-1000% aufschlagen muss, dann habe ich da kein Verständnis mehr dafür.
Das mag ja für den kleinen Familienbetrieb um die Ecke alles ganz furchtbar ungerecht sein, aber schlussendlich ist das nicht mein Problem. Irgendwann ist der Bogen überspannt und man schaut sich nach Alternativen um. Und da spreche ich nicht nur von Privatnutzern sonder durchaus auch von Firmenkunden. Mein Freundlicher weiß mitlerweile auf jeden Fall, dass wenn er noch weitere Geschäfte ausserhalb des Service mit uns machen will, in Zukunft besser keine 30€ netto für den Liter Öl auf der Rechnung auftauchen.
Bzgl. Motoröl mitbringen.
Ist Motoröl eigentlich ein Ersatzteil oder ein Betriebsstoff, wie z.B. Diesel, Benzin,
oder das Wasser für die Scheibenwaschanlage?
Vielleicht sollte ich doch besser auch bei MB tanken, statt den Betriebsstoff (Diesel/Benzin) von woanders mitzubringen.
Auch die Luft für die Reifen...
😛
Bei mir hat noch nie ein Service fast 900 Euronen gekostet... gut, Du hast den 6Ender, ob es daran liegt? Teuerster Service war beim Vormopf E220CDI S212 bei mir 600 Euro mit Öl vom :-) (müßte auch um 80.000 Km gewesen sein).
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Ich finde, dass es teilweise nichtmal die Servicepreise an sich sind, sondern die Intervalle, in denen man heutzutage zum Service gezwungen wird. Sicher kann man für und gegen alles argumentieren und es werden sich sicherlich viele Punkte finden, die dafür sprechen, jedes Jahr eine Inspektion machen zu müssen.
Genauso viele werden sich aber sicherlich auch finden, die dagegen sprechen. Ich hatte früher Autos, die alle 2 Jahre oder 30.000km zur Inspektion mussten, je nachdem, was früher eintritt. Da ich nicht sonderlich viel fahre, waren es immer die 2 Jahre und den Autos ging es damit gut. Wenn alle zwei Jahre 300 - 400 Euro anfallen, tut das dem Besitzer lange nicht so weh, wie 400 Euro jedes Jahr - am besten noch zeitgleich mit der Rechnung der Kfz-Versicherung. Logisch, dass dann viel gejammert wird.
Ich würde für meinen Benz auch eine Rechnung von 700 Euro akzeptieren, wenn ich denn wüsste, dass ich dann zwei Jahre meine Ruhe davor habe. Warum ich aber jedes Jahr... teilweise nach knappen 9.000km zur Inspektion soll ist mir stellenweise ein Rätsel. Man hat das Gefühl, das Öl würde sonst schimmeln oder ranzig werden.
Von daher wäre ich so manchem Hersteller für längere Wartungsintervalle dankbar - wenn eine gesetzte Kilometergrenze überschritten wird, sind kürzere Intervalle einzusehen.
@ET420,
bei mir nach 7TKM 1K Euronen fällig. *nur krank* (aber eben auch wg. Kerzen raus = 270 EUR).
Nächstes Jahr gibts nur noch Öl + BFL und das wars. (200EUR)
Gruß Andy
Bei den Werkstattpreisen fällt mir gar nichts mehr ein.... wir reden hier immer noch von Inspektionen!! 900 Euro oder 1000 Euro sind da für mich trotz Öl- oder Zündkerzenwechsel nicht mehr vertretbar. Was bleibt mir übrig.. nichts, bis die Garantie vorbei ist.
Zitat:
@dmb73 schrieb am 4. November 2014 um 11:01:43 Uhr:
Was bleibt mir übrig.. nichts, bis die Garantie vorbei ist.
Genau. Hab mich damit abgefunden und denke nicht weiter drüber nach. Einmal Ärgern reicht mir.
Dann zahle ich "ein mal" bei denen mit einem Lächeln (am besten alles in 5 EUR Scheinen) und gut is.
Andy
Der 220 CDI ist dagegen ja regelrecht preiswert mit 600 Euro für die Große. Trotzdem hatte ich dem Herrn meinen Unmut gezeigt und wenn man sieht, wer da an meinem Auto herumschraubt und die Liste abarbeitet... nicht zu selten der Azubi.
Bringe immer mein Öl mit. Gerade bei BMW gibt es da nie Diskussionen. Ist für die schon selbstverständlich.
Allerdings würde ich mir das bei einem Neuwagen in den ersten 3 Jahren grundsätzlich überlegen.
Zitat:
@ismailince schrieb am 3. November 2014 um 12:20:44 Uhr:
ohne die antworten zuvor gelesen zu haben,
dir war doch klar- dass eine 6Ender E-Klasse so teuer ist, natürlich auch beim Unterhalt.das angebot von 875€ sind m.M.n völlig berechtigt.
aber ein tipp: google mal nach JES.
ist eine 'freie' mercedes-Werkstatt von Jürgens.grüße
Es ist eben ein großer Unterschied zwischen "teuer" und "überteuert". Ich kann mir den Unterhalt leisten, aber ich lasse mich trotzdem nicht gern veräppeln. Wenn ich so dumm wäre, jeden Preis ohne Hinterfragen zu akzeptieren, dann würde ich kaum einen Job haben, der mir den 350er finanziert 🙂
Ich hätte kaum ein Problem mit der Rechnung, wenn ich wenigsten 30 Tkm oder 2 Jahre als Intervall hätte. Aber nach 20 Tkm schaue ich schon mal genau drauf. Und wenn ich dann sehe, dass Mercedes Aufschläge von 600% aufs Material nimmt (in der Wirtschaft kannste vielleicht 20% auf Do einfache Produkte wie Öl nehmen), und dass die Luftfilter komplett mit Gehäuse getauscht werden, dann fühle ich mich doch über den Tisch gezogen.
@TE,
hab jüngst eine Geschichte von meinem Russen gehört, das sein Kumpel (reicher Russe) für den ersten Service des CLS 350 seiner Frau mit 1 TEUR bei MB zur Kasse gebeten wurde. Der CLS hatte 18 TKM runter.
Auf Nachfrage bei dem Service-Berater (bekannte NL in Berlin) bekam der Russe wohl keine genaue/plausible Erklärung für den Preis, was in den heiligen Hallen der NL dann wohl beinahe zu einer handfesten Schlägerei geführt hätte. 😁
Der Russe soll lt. Aussage meines Kumpels wohl einen Anwalt eingeschaltet haben, die Rechnung hat er nicht bezahlt und ist mit dem CLS vom Hof gefahren. Bin an dem Thema dran, mal gucken was da rauskommt.
Andy
Zitat:
@ET420 schrieb am 4. November 2014 um 10:25:32 Uhr:
Ich finde, dass es teilweise nichtmal die Servicepreise an sich sind, sondern die Intervalle, in denen man heutzutage zum Service gezwungen wird. ... Ich hatte früher Autos, die alle 2 Jahre oder 30.000km zur Inspektion mussten, je nachdem, was früher eintritt. ... teilweise nach knappen 9.000km zur Inspektion soll ist mir stellenweise ein Rätsel.
Beim Jaguar XJ81 sind die Intervalle halbjährlich oder alle 12.000 km. Ich war etwa alle 10.000 km bei der Inspektion und habe ca. alle 5.000 km nen Ölwechsel machen lassen. Da passen bei Erstbefüllung übrigens über 12 Liter rein und beim normalen Wechsel etwa 8 Liter. Ich hatte damit auch selten mal ne Rechnung unter 1.000 Euro! Das nur mal als Vergleich...der allerdings ein wenig hinkt...aber es ist ja auch nur ein Vergleich.😉
Das Verrückte ist doch eher, dass wir in Deutschland im Mittel für eine Stunde Dienstleistung einen Tag arbeiten müssen. Das ist ja nicht nur beim Auto so.
Mit anderen Worten, jede Woche arbeiten wir bis Montag 14 Uhr für uns und danach für die anderen..... 😰😰😰
Übrigens ist heute schon Dienstag. 😁
Ach ja: Bei Opel habe ich damals auch 700 EUR+ für den Service bezahlt. Und das war ein Vierzylinder (Omega 2.2 16V). Ich erinnere mich auch an einen kleinen Service mit dem W211 200K, bei dem sonst nur die Bremsklötze hinten gewechselt wurden. Keine Scheiben. Da war ich dann 1150 EUR los bei den großen 2 Buchstaben im Südwesten. Also, das liegt nicht am 6-Zylinder.
Zitat:
@Topfgucker schrieb am 4. November 2014 um 16:23:53 Uhr:
Das Verrückte ist doch eher, dass wir in Deutschland im Mittel für eine Stunde Dienstleistung einen Tag arbeiten müssen.
Nur wenn man einen seeehr geringen Stundenlohn hat.
Wenn du für eine Stunde Frisör einen ganzen Tag arbeiten mußt, würde ich mal über eine andere Arbeitsstelle nachdenken.😁😁😁