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BMW 1er M Coupé mit V10 von TJ-Fahrzeugdesign - Zehn Zylinder in ‘nem Einser

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Zehn Zylinder im 1er klingt übertrieben. Ist es auch. Aber TJ-Fahrzeugdesign will den schnellsten 1er überhaupt auf die Räder stellen. Dafür muss man Unmögliches wagen.

Kelkheim – Wenn man (der Tuner TJ) ein BMW 1er M Coupé mit einem BMW M5 (E60) vereint, kommt entweder ein langsamer M5 oder ein sehr schneller M1 dabei heraus. Letzterer ist die erste Wahl des Tuners.

Der Zehnzylinder aus dem 5er ist zwar nicht aktuell, aber passt von der Bauhöhe viel besser in den kleinen 1er als der aktuelle V8-Biturbo. Mindestens genau so wichtig dürfte sein, dass Tuner oft eine Vorliebe für hochdrehende Saugmotoren pflegen.

Das ist kein Witz! Das ist kein Witz! Der 1er mit zehn Zylindern will der schnellste Kompakt-Bayer überhaupt sein. Mit einer kleinen Leistungssteigerung bietet der V10 gute 550 PS und 580 Newtonmeter Drehmoment. Der Tuner aus dem Taunus will damit beim 100er-Sprint flotte 4,2 Sekunden erreichen. Der derzeitige Top-1er von G-Power (mit M3 V8) schafft das in 4,4, Sekunden. Das höhere Gewicht des Motors bringt laut TJ-Fahrzeugdesign keine schlechtere Fahrdynamik mit sich. Getestet wurde das auf dem Hockenheimring. Wir glauben das erst, wenn wir beide Fahrzeuge im Vergleich gefahren sind.

Nicht Plug&Play geeignet

Plug&Play kann man bei so einem Umbau vergessen. Arbeitet der große V10 und seine SMG-Getriebeeinheit (7-Gang SMG Drivelogic) im kleinen Coupé, muss die Bremsanlage angepasst werden. Bei TJ-Fahrzeugdesign setzt man dafür auf die Bremstechnik aus dem X6 M. Eine sinnvolle Maßnahme, schließlich erreicht der Wagen 325 km/h Spitze. Zu den weiteren Umbauten zählen das KW Clubsport Fahrwerk, M3 Armaturen, eine kurz übersetzte Hinterachse, Sportkatalysatoren (200 Zellen)und ein 20 Zoll Schnitzer RS Radsatz.

Muss sich nicht im Dunkeln verstecken Muss sich nicht im Dunkeln verstecken Von einer Prüforganisation abgenommen wurde der Brutalo-Umbau noch nicht. Laut TJ-Tuning steht dem aber nichts im Wege. Nächsten Monat soll der Wagen abgenommen werden. Bislang handelt es sich bei dem Auto um ein Einzelstück. Wenn sich aber mehr Menschen dafür interessieren, steht einer erneuten Fertigung eines V10-Einsers nichts im Wege. Die Kosten sind ganz ordentlich. Allein die 400 bis 500 Arbeitsstunden kosten ca. 20.000 Euro. Dazu kommt der Materialpreis vom 1er + V10 + Fahrwerk + Bremsen.

 

Quelle: MOTOR-TALK

Avatar von Philipp Monse
Mercedes
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