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VW: Hannover auch mit Ford-Kooperation ausgelastet - Transporter-Produktion bleibt in Hannover

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VW-Chef Diess räumte Bedenken aus, nach denen sich die geplante Nutzfahrzeug-Kooperation mit Ford negativ auf die Auslastung des VW-Werks in Hannover auswirken könne.

Auch im Falle einer Kooperation zwischen Ford und Volkswagen solle das Werk in Hannover weiterhin ausgelastet bleiben. VW-Chef Diess zerstreute Gerüchte, nach denen Teile der Produktion in die Türkei ausgelagert werden könnten Auch im Falle einer Kooperation zwischen Ford und Volkswagen solle das Werk in Hannover weiterhin ausgelastet bleiben. VW-Chef Diess zerstreute Gerüchte, nach denen Teile der Produktion in die Türkei ausgelagert werden könnten Quelle: Picture-Alliance

Wolfsburg - Volkswagen-Konzernchef Herbert Diess hat dem Werk Hannover für den Fall der geplanten Nutzfahrzeug-Kooperation mit Ford eine ordentliche Auslastung zugesagt. "Klar ist, wir stehen dazu, dass wir Hannover auch mit einer Ford-Partnerschaft ordentlich auslasten", sagte Diess im Interview mit der VW-Betriebsratszeitung "Mitbestimmen", die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Betriebsratschef Bernd Osterloh mahnte in dem Zusammenhang an, die Auslandsgesellschaften zu stärken: "Denn das gehört zur Wahrheit dazu: Das Ergebnis der Marke VW kommt zurzeit fast nur aus den europäischen Werken", betonte er in dem gemeinsamen Interview. Diess bestätigte, dass es außerhalb Europas Verluste gebe. Zuletzt hatte die zuvor chronisch ertragsschwache Sparte rund um Golf, Passat und Tiguan ihre Rendite auf fünf Prozent gesteigert. Diess sagte: "Wenn wir unseren Umbau in dem Tempo fortsetzen, in dem wir aus den Startlöchern gekommen sind, dann haben wir eine echte Chance, Volkswagen richtig aufzustellen."

Zuvor hatte sich Osterloh bereits für die Kooperation mit Ford ausgesprochen - unter bestimmten Voraussetzungen: "Es muss wirtschaftlichen Nutzen bringen, darf aber natürlich keine Arbeitsplätze gefährden", sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Im Juni war bekanntgeworden, dass Volkswagen seine Kräfte bei der Entwicklung von Nutzfahrzeugen mit dem US-Hersteller Ford bündeln will. Das Projekt bereitet im Transporterwerk Hannover Sorgen - demnach wird befürchtet, Teile der Transporter-Produktion könnten in ein türkisches Ford-Werk verlagert werden.

Zu der Frage der Auslastung in Hannover sagte Diess: "Ich sehe dort eher Chancen als Risiken. Und ich bin sehr zuversichtlich, dass wir das zeitnah auf die Beine stellen." Fest stehe aber auch, dass sich alle Standorte immer verbessern müssten.

Quelle: dpa

 

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