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Nach tödlichem Crash: Tesla droht Streit mit US-Ermittlungsbehörde - Tesla soll von Untersuchung ausgeschlossen werden

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Zwischen Tesla und der US-Verkehrsbehörde NTSB könnte es bald krachen. Die NTSB will Tesla von der Untersuchung des tödlichen Crashs mit einem Model X ausschließen.

Die amerikanische Ermittlungsbehörde NTSB will Tesla von den Untersuchungen zu einem tödlichen Unfall mit einem Model X vor ein paar Wochen ausschließen Die amerikanische Ermittlungsbehörde NTSB will Tesla von den Untersuchungen zu einem tödlichen Unfall mit einem Model X vor ein paar Wochen ausschließen Quelle: Picture Alliance

Washington/Palo Alto - Der Elektroautobauer Tesla droht bei der Aufklärung eines tödlichen Unfalls mit der zuständigen US-Behörde für Transportsicherheit NTSB aneinanderzugeraten. Die Firma des Tech-Milliardärs Elon Musk teilte in der Nacht auf Donnerstag mit, von einer Vereinbarung zur Kooperation mit der NTSB zurückzutreten. Das Abkommen sei "inakzeptabel", da es für mehr als ein Jahr untersage, Informationen zum Fahrassistenten "Autopilot" zu veröffentlichen, der bei dem Unfall am 23. März eingeschaltet war.

Der Unfall geschah auf einer Autobahn im Silicon Valley in der Nähe von Mountain View Der Unfall geschah auf einer Autobahn im Silicon Valley in der Nähe von Mountain View Quelle: Picture Alliance

NTSB verstimmt über Teslas öffentliche Kommentare

Laut US-Medien kam Tesla mit der Mitteilung zur NTSB-Ermittlung lediglich der Behörde zuvor. Die wollte die Firma aus Verstimmung über öffentliche Kommentare ohnehin von der Untersuchung ausschließen. Von der Behörde gab es zunächst keine Stellungnahme.

Tesla hatte den Unmut der Ermittler bereits auf sich gezogen, als sie in einem Blogpost nur wenige Tage nach dem Crash dem dabei ums Leben gekommenen Fahrer die Schuld am Unfall gab. Nachdem dessen Familie sich ebenfalls öffentlich zu Wort meldete, hatte Tesla seine Sicht der Dinge zuletzt noch einmal bekräftigt.

Bei dem Unfall war ein Tesla Model X auf einer Autobahn im kalifornischen Silicon Valley gegen einen Betonpoller gefahren. Die NTSB hatte daraufhin die Untersuchung angekündigt, was den Aktienkurs von Tesla zeitweise kräftig unter Druck brachte. Mit dem "Autopilot" hatte es bereits zuvor Unfälle gegeben. Laut Tesla ist die einzige Erklärung für den tödlichen Crash jedoch ein Versagen des Fahrers. Dieser habe mehrere visuelle und eine akustische Warnung bekommen - und etwa fünf Sekunden Zeit und 150 Meter Entfernung bis zum Aufprall gehabt. Seine Hände seien vor der Kollision sechs Sekunden lang nicht auf dem Lenkrad gewesen.

Stornierungen beim Model 3

Unterdessen hat der Hoffnungsträger Model 3 weiter Schwierigkeiten. Die Erwartungen sind hoch: Es ist Teslas erster Mittelklassewagen für den Massenmarkt, ab 35.000 Dollar vor Steuern und Vergünstigungen erhältlich. Das Model 3 soll die Firma und damit auch die E-Mobilität von der Nische in den Mainstream bringen. Doch der Anlauf der Serienfertigung hakt bislang gewaltig, Tesla bleibt bei den Fertigungszahlen massiv hinter den eigenen Zielen zurück.

Für Kunden, die auf ihr Auto warten, führe dies zu einer "Zeitverschiebung" von sechs bis neun Monaten, sagte Musk dem Sender CBS. Davon seien drei Monate bereits vergangen und man mache Fortschritte. "Sie werden Ihr Auto definitiv bekommen", versprach der Tesla-Chef. Musk räumte ein, dass einige der Hunderttausenden Vorbestellungen inzwischen storniert wurden.

Quelle: dpa

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