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USA: VW-Strafe soll Schulbusse bezahlen - Stickoxide zu Schulbussen

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Ein Teil der Dieselskandal-Strafe soll in den USA in Infrastruktur und Umwelt fließen. Ein guter Vorschlag kommt aus Michigan: Der Staat hofft auf neue Schulbusse.

Der Bundesstaat Michigan will die VW-Strafzahlungen vor allem in neue Schulbusse investieren Der Bundesstaat Michigan will die VW-Strafzahlungen vor allem in neue Schulbusse investieren Quelle: Peter Besser & Volkswagen USA

Detroit – VW bezahlt in den USA für den Dieselskandal 2,8 Milliarden US-Dollar (ca. 2,6 Mrd. Euro) Strafe. Die Summe legte Bundesrichter Charles R. Breyer im Januar 2017 fest. Das Geld soll langfristig der Umwelt helfen. Nur wie, das steht bisher nicht fest. Die Summe wird auf die Bundesstaaten der USA verteilt. Jeder Staat muss dafür einen konkreten Plan mit Maßnahmen zum Umweltschutz vorlegen.

Michigan will neue Schulbusse kaufen

VW bezahlt in den USA 2,8 Milliarden US-Dollar Strafe für gefälschte Diesel-Emissionen VW bezahlt in den USA 2,8 Milliarden US-Dollar Strafe für gefälschte Diesel-Emissionen Quelle: dpa/Picture Alliance Aus Michigan kommt nun ein Vorschlagspapier. Ganz oben auf der Liste: Die Schulverwaltungen wünschen sich neue Schulbusse. Schul-Lobbyist Dan Oldendorf begründete diesen Vorschlag im Gespräch mit dem Online-Portal von „Michigan Radio“: „Diese Idee würde dem Staat, den Schulbezirken und der Luftqualität helfen.“

Im Bundesstaat rund um die Motor-Hauptstadt Detroit fahren derzeit etwa 5.000 staatliche Schulbusse, die mindestens zehn Jahre alt sind. Überholte Diesel-Fahrzeuge sollen durch modernere ersetzt werden – entweder mit sauberen Dieselmotoren oder mit Erdgas-Antrieb. Das Problem: Ein Schulbus kostet 90.000 bis 100.000 US-Dollar. Eine neue Flotte lässt sich nicht anschaffen. Dem Staat Michigan stehen insgesamt 60,3 Millionen US-Dollar zu. Selbst wenn alle Mittel in die Busse fließen, ließe sich nur etwa ein Achtel der Fahrzeuge austauschen.

Dennoch bleiben die Busse der größte Posten im Investitionsplan aus Michigan. 323 Fahrzeuge stehen auf der Liste. Gesamtkosten: 32,3 Millionen US-Dollar, gut 30 Millionen Euro. Hinzu kommen fünf Güter-Lokomotiven, 120 schwere Lkw, 50 Müllwagen, drei Schwerlast-Kräne und neue Antriebe für sechs Fähren und Schlepper. Zusammen etwas mehr als 11 Millionen US-Dollar.

Moderne Motoren sollen den Schadstoffausstoß insgesamt senken. Der Staat will den Plan innerhalb der kommenden zehn Jahre umsetzen, beginnend mit den besten Ergebnissen.

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