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Meldestelle für Benzinpreise soll bald kommen - Rösler macht bei Benzin-Preis-Kontrolle Druck

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Das Kartellamt steht unter Druck: Wirtschaftsminister Philipp Rösler möchte noch vor der Bundestagswahl die Preismeldestelle für Benzin und Diesel in Betrieb nehmen.

Eigentlich sollte die Benzinpreis-Meldestelle bereits im August an den Start gehen. Doch bislang warten die Autofahrer vergeblich. Eigentlich sollte die Benzinpreis-Meldestelle bereits im August an den Start gehen. Doch bislang warten die Autofahrer vergeblich. Quelle: dpa/Picture Alliance

Bonn - Autofahrer sollen spätestens in sechs Wochen die Benzin- und Dieselpreise der Tankstellen verlässlich über Smartphones und Navigationsgeräte abrufen können. "Wir sind auf einem guten Weg", erklärte Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes, am Montag in Bonn.

Die große Mehrzahl der Tankstellen sei schon an das System angebunden. Bislang hätten 12.500 der rund 14.500 Tankstellen in Deutschland ihre Grunddaten eingegeben und sich damit startklar gemeldet. "Bei einigen hakt es noch ein wenig", sagte Mundt. "Wir sind aber guter Dinge, dass wir in den nächsten Wochen eine weitgehende Marktabdeckung erreichen werden."

Ursprünglich hatte das Kartellamt den Unternehmen den 1. August als Meldetermin gesetzt. Doch die per Verordnung festgesetzte Zahl von 13.000 Tankstellen wurde bislang nicht erreicht. Sind die 13.000 Tankstellen angeschlossen, beginnt nach zwei Wochen die Meldepflicht der Tankstellen und anschließend eine Probephase.

Anbieter entscheidet über App-Preis

Die Daten werden ohne Zeitverzug von den Tankstellen elektronisch an die Markttransparenzstelle gemeldet und von dort an Dienstleister wie den ADAC, Webseiten wie "Clever-tanken.de" oder "Mehr-tanken.de"

und Navigationssysteme weitergeleitet. Der Autofahrer kann die Daten über eine App auf seinem Smartphone abrufen. Ob diese App Geld kostet, ist die Entscheidung des Anbieters.

Benzinpreisvergleiche werden von verschiedenen Anbietern schon seit längerem angeboten, doch mit der Meldestelle gibt es erstmals zentral erfasste, amtliche Preisdaten in Echtzeit. Ziel der staatlichen Maßnahme ist es, den Preiswettbewerb unter den Tankstellen anzuheizen und die Transparenz im Markt zu erhöhen.

Die großen Tankstellenketten hatten bereits in der vergangenen Woche mitgeteilt, dass sie ihre Stationen angemeldet hätten. Der Bundesverband der freien Tankstellen (bft) hatte dagegen erklärt, seine Mitglieder mit rund 2.250 Tankstellen brauchten noch etwas Zeit.

Die für die automatische Weiterleitung der Preise erforderliche Kassentechnik sei nicht überall verfügbar. Der bft hatte darüber geklagt, dass vom Ministerium ein unangemessener Zeitdruck auf die kleinen und mittleren Unternehmen ausgeübt werde.

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