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Volkswagen News

Mit MOTOR-TALK und dem Golf GTI Edition 35 auf der Rennstrecke

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Wenn VW und MOTOR-TALK zur Golf GTI Fahraktion einladen, ist Spannung, Spiel und Spaß garantiert. Ich war mit 16 MOTOR-TALKern und dem GTI "Edition 35" auf der Rennstrecke.

Begrüßung im Hotel Begrüßung im Hotel Rasante Fahrmanöver und quietschende Reifen wechselten sich ab. Und die große Überraschung kam zum Schluss. Doch von Anfang an. Freitag Nachmittag: Die GTI 35-Fahraktion in Groß-Dölln steht an. Ein großer Tag, denn VW hat schon beim MOTOR-TALK Event zum neuen Passat im vergangenen Herbst die Latte sehr hoch gelegt. Ich war also gespannt, was sich VW dieses Mal hatte einfallen lassen.

Nachdem ich den nervtötenden Feierabendverkehr im Berliner Umland hinter mir gelassen habe, ging es los mit dem Beschnuppern der anderen MOTOR-TALKer im Hotel Döllnsee-Schorfheide. Bei einem leckeren Abendessen lag sehr schnell ein leichter Benzingeruch in der Luft - natürlich nur im übertragenen Sinn. Denn worüber unterhalten sich MOTOR-TALKer wohl am liebsten? Ganz klar, über Autos :)

GTI ganz groß GTI ganz groß Erste Begegnung mit dem GTI Edition 35

Damit der Gesprächsstoff nicht ausging und wir thematisch gleich die richtige Richtung einschlugen, ging es nach dem Essen in das Auditorium des Hotels. Denn dort parkte ein Edition 35 in Fire Spark Chroma Rot. Ja genau, das ist der GTI, mit dem Kennzeichen WOB-GO-35, der für die Hochglanzfotos und -videos Modell stand. Doch bevor wir auf den GTI losgelassen wurden, musste erst ein klein wenig Theorie sein: Die GTI-Historie, Was macht den Edition 35 so besonders und natürlich das GTI-Video "Are you GTI enough".

große Runde große Runde Wie immer bei solchen Vorträgen, sind am Ende Fragen offen. Und für solche Fälle waren Experten von VW mitgekommen, die die Entstehung des Edition 35 hautnah begleitet haben. Dadurch konnte besprochen werden wieso die Farbe des Promo-GTI nicht bestellbar ist, aber auch was unter der Haube im Detail verändert wurde. Denn der Edition 35 ist nicht einfach nur ein gechippter GTI. Hier steckt der Motorblock des 2.0l TFSI drin, der auch im Scirocco R verbaut wird. Das macht den GTI vielleicht nicht zum Rennwagen. Aber eine gute Basis für die Rennstrecke ist es auf alle Fälle. Rennstrecke? Jaaa... die stand für den nächsten Morgen auf dem Programm. Um fit für den Samstag zu werden, waren kurz nach Mitternacht schon fast alle in ihren Betten verschwunden.

die Kolonne auf dem Weg zur Rennstrecke die Kolonne auf dem Weg zur Rennstrecke *RRRRRINNNGGGG* *RRRRRINNNGGGG*

Hmm... es ist Samstag Morgen und mein Wecker klingelt schon weit vor 8 Uhr. Irgendwas stimmt da nicht. Doch die Erinnerung kam schlagartig: Um 8:45 Uhr soll ja schon die Abfahrt zum Driving Center Groß Dölln sein. Also schnell frisch machen und runter zum Frühstück. Viel bekomme ich morgens eh nicht runter, doch etwas Kraft sammeln für die nächsten Stunden wäre schon praktisch. Also wurde mein Magen mit etwas kraftspendenden Vitaminen betankt. Wäre ja auch peinlich wenn ich später am Lenkrad schwächeln würde ;)

Spezielles Event für MOTOR-TALK Spezielles Event für MOTOR-TALK Frisch gestärkt machten sich nun alle auf den Weg. Wenige Minuten dauerte die Fahrt, und schon wurden wir vom Team der Volkswagen Driving Experience im "Shelter 13" des Driving Centers begrüßt. Neben der Erklärung zum Tagesablauf und der Gruppeneinteilung, gab es auch einen Crashkurs zum Thema Fahrphysik. Zum Beispiel: Welche Kräfte können wann übertragen werden? Schwieriges wie der Kammsche Kreis wurde uns leicht verständlich erklärt.

 

eine Reihe GTI Edition 35 nur für uns eine Reihe GTI Edition 35 nur für uns Bloß kein Hütchen berühren

Und dann ging es auch schon zu unseren Edition 35 GTIs. Naja, leider nicht "unsere" Autos, sondern die, mit denen wir uns den Rest des Tages vergnügen dürfen. Zuerst stand der Slalomparcours auf dem Programm: Kräftig Gas geben und mit möglichst wenig Abstand an den Hütchen vorbeifahren. Das macht Laune! Am Anfang waren alle sehr zaghaft unterwegs. Bloß kein Hütchen berühren. Doch nach diversen Anfeuerungen ("Da fährt sogar meine Oma schneller") und Erklärungen ("Blick immer nach vorne - nicht auf die Hütchen") ging es schon echt flott voran.

Die Sitzposition ist entscheidend Die Sitzposition ist entscheidend Doch für unseren Instruktor nicht flott genug. Und so wurde erstmal unsere Sitzposition optimiert: Die Lehne muss so gerade sein, dass wir nicht nach oben "abheben". Denn nur wer richtig hinter dem Lenkrad sitzt, kann auch fühlen was das Auto macht. Außerdem wurde uns nochmal eingetrichtert, wieso die Blickführung so wichtig ist. Wir fahren nämlich unbewusst immer dorthin wohin wir schauen.

5 Minuten Theorie - und wir durften wieder durch die Hütchen. Und die Ansprache hatte wirklich etwas gebracht. Alle heizten nun etwas rasanter um die Hütchen. Manchmal etwas zu knapp, sodass die Hütchen leicht verschoben wurden. Es könnte aber auch der Fahrtwind gewesen sein. Slalom: Abgehakt!

 

 

Kurz vorm Abheben Kurz vorm Abheben Bremsen und Ausweichen ohne ESP

Als nächstes stand Bremsen und Ausweichen auf dem Programm. Doch nicht wie bei den normalen Fahrsicherheitstrainings mit 50 km/h. Wir haben direkt mit 80 km/h angefangen. Ist ja auch realistischer in der Stadt ... Hier auch wieder eine "Streckenbegehung". Mit dem Instruktor sollten wir einmal in langsamer Geschwindigkeit und in Formation die Station durchfahren. Schnell gemacht und wieder auf Start: Einmal auf 80km/h beschleunigen und ab den Pylonen herunterbremsen. Der GTI verzögert sehr stark. Jedoch nicht stark genug, um noch vor der durchgängigen Pylonenreihe zum Stehen zu kommen. Unser Instruktor wusste das natürlich, und so haben uns die Pylonen unter dem Auto nochmal an das Motto der Übung erinnert: Bremsen und Ausweichen. Beim zweiten Versuch haben die Pylonen dann auch überlebt :)

Nach diversen ge- und missglückten Ausweichmanövern gab es von unserem Instruktor eine Demonstration, wie sich das ganze ohne ESP anfühlt. Der Scirocco R (damit machten die Instruktoren die Strecke unsicher) wurde wieder voll beschleunigt, und schon begann beim Ausweichen ein wildes Gegensteuern, um das Heck wieder einzufangen.

Doch zuschauen ist das eine. 3 freie Sitzplätze hat der Scirocco: Also rein in das Ding. Während die Aktion auf dem Beifahrersitz einfach nur geil ist, werden die beiden auf den Rücksitzen ordentlich durchgeschüttelt. Zart besaitete Gemüter dürften da schonmal den Drang bekommen, nach einer Kotztüte zu suchen. Hat vielleicht einen Grund gehabt, wieso wir die Übung vor dem Mittagessen gemacht haben.

Ruhe vor dem (Benzin-)Sturm Ruhe vor dem (Benzin-)Sturm Mittagessen!

Kaum wurde das Wort gesagt, machte sich mein Magen bemerkbar. Das Adrenalin und die Übungen haben mein Hungergefühl irgendwie verdrängt. Doch damit war es schlagartig vorbei. Also ab in die Autos und in Richtgeschwindigkeit über die 4km lange Start- und Landebahn von Groß Dölln zurück zum Verpflegungsshelter. Fisch, Fleisch, Gemüse - hier wurde jeder satt. Und einen leckeren Nachtisch gab es natürlich auch. Doch lange hielten wir uns nicht beim Essen auf. Wir waren ja zum Fahren da und wollten zurück auf die Strecke.

Wer (zu spät) bremst verliert Wer (zu spät) bremst verliert Die nächste Übung auf der riesigen Start- und Landebahn hieß zielgenaues Bremsen. Also wieder mit voller Kraft beschleunigen und rechtzeitig bremsen damit man innerhalb der drei aufgestellten Pylonen zum Stehen kommt. Das heißt man hatte einen Zielbereich von 4 Metern innerhalb von dem das Auto stehen musste. Und das ganze natürlich im Duell. Ein Auto links und das ander rechts daneben. Rivalität belebt ja das Vergnügen der Zuschauer. Und dadurch gab es von "ich bremse ganz früh und komme auf alle Fälle zum Stehen" bis hin zu "ups.. ich sollte eigentlich 20m früher zum Stehen kommen" alle Zieleinläufe. Diese Übung sollte später noch einmal für alle wichtig sein.

Der GTI Edition 35 am Limit Der GTI Edition 35 am Limit Hasenjagd mit GTIs

Viele von uns haben gerätselt, was denn die angekündigte Hasenjagd sein sollte. Nun erfuhren wir es: Man nehme 6 Pylonen und 2 Autos. Mit den Pylonen hatten unsere Instruktoren ein Oval mit Start-/Zieltor aufgebaut. Ein Auto stand nun an Start A und das andere an Start B. Auf "Los" hieß es dann, den anderen zu jagen. Und nun kamen die Emotionen ins Spiel, denn im Duell versuchten viele, so spät wie möglich zu bremsen. Es galt ja, den anderen zu jagen. Doch wer spät bremst, verliert. Und so hörte man jede Menge quietschende Reifen, aufheulende Motoren und die Erkenntnis, dass mit gleichstarken Autos fast immer ein Unentschieden drin ist.

rasante Action rasante Action Nun aber genug gebremst ...

Nun wurde es Zeit, den GTI mal so richtig im Rennstreckentempo zu testen. Mein persönliches Highlight an diesem Tag: Der Track 2 im Drivingcenter Groß Dölln. Vorneweg unser Instruktor, und wir sollten mit 5 Autos an ihm dranbleiben. Wer direkt hinter ihm fuhr, hat über Funk direkt Tipps bekommen wie man schneller um die Ecken kommt. Der Edition 35 machte uns echt viel Spaß auf der Rennstrecke! Wer die richtige Kurventechnik heraus hat, kommt wahnsinnig schnell um die Ecken. Allrad wäre wünschenswert, doch auch so hat mir das Auto auf den paar Runden richtig viel Spaß bereitet. Mit 100 durch eine Schikane brettern hinterlässt doch schon ein ziemliches Grinsen im Gesicht (und ein bisschen Mitleid für den Beifahrer).

Vollgas beim Abschlusstest Vollgas beim Abschlusstest Nach der Hetzjagd auf den Instruktor wartete die Abschlussübung auf uns: Alles was wir heute erfahren haben, wurde auf einem Parcours miteinander verknüpft. Zuerst galt es, zu bremsen und auszuweichen. Anschließend musste möglichst schnell eine Kurve gefahren werden, die durch ein kurzes Stück Slalom fortgesetzt wurde. Das zielgenaue Abbremsen folgte darauf. Natürlich, ohne auch nur eine einzige Pylone umzufahren. Das ganze hatte natürlich Wettbewerbscharakter und ging auf Zeit. Jede umgefahrene Pylone hätte 10 Strafsekunden gegeben. Und wer über das Ziel hinausschoss, musste zurücksetzen.

Eine Pylone musste schon beim erstmaligen Abfahren der Strecke, also bei der Vorabfahrt zum Kennenlernen des Parcours, dran glauben. Beim eigentlichen Wettbewerb gab es dann aber nur einen Teilnehmer, der sich bei einer Pylone ein wenig verschätzt hat. Unsere Instruktorenteam war stolz auf uns. Richtig schnell war auch der Teilnehmer, der durch das Zieltor hindurchgeschossen kam und 50m weiter (bei einer anderen Pylonenreihe) gebremst hat. Seitdem wissen wir, dass der GTI auch im Rückwärtsgang sehr schnell sein kann ;)

Was steckt da wohl drunter? Was steckt da wohl drunter? Kaffee, Kuchen oder Zölfzylinder...

Nun hatten wir uns alle auf der Rennstrecke ausgetobt und wurden von dem Team der driving experience zu Kaffee und Kuchen in den Shelter 13 gebeten. Kaffee und Kuchen war aber nicht das einzige was dort stand. Da war noch was mächtig breites unter einer Plane. Ein Teil rätselte noch, was unter der Plane steckte, während andere Dzemal Sjenar entdeckt hatten. Der Insider kennt ihn vom Wörthersee und weiß, dass dies der Vater des W12 GTI ist. Und genau dieses Gefährt versteckte sich unter der Plane. Also schnell weg damit (der Plane) und Fotos machen - wenn man schon mal die Gelegenheit dazu hat.

Dzemal hat uns einiges zu dem Auto erzählt. Was drin ist - gut, das mit dem W12 war klar - doch woher stammen die anderen Teile? Von VW selbst sind eigentlich nur noch die Karosserie und die Vorderachse. Beim Rest wurde sich quer durchs Konzernregal bedient: Bremsen von Audi, Hinterachse von Lamborghini und so weiter. Ja, und dann wurde beiläufig erwähnt, dass der W12 nun auf die Strecke geht und jeder der will mitfahren kann. Für GTI-Groupies war das die Chance, in Ohnmacht zu fallen.

... das war gar keine Frage!

Kaffee und Kuchen war nun nicht mehr so interessant. Fast alle haben sich draußen eingefunden, um die Fahrt im W12 GTI mitzumachen. Immerhin war es die letzte Präsentation dieses Boliden, bevor er ins VW-Museum wandert. Da immer nur einer auf dem Beifahrersitz Platz nehmen kann, gab es parallel auch eine Taxifahrt im Scirocco R. Dieser wurde möglichst spektakulär im Drift bewegt, damit auch schöne Videos entstehen. Denn in diesem Scirocco war ein Kamerasystem eingebaut, das nicht nur unser immer größer werdendes Grinsen aufnahm, sondern gleichzeitig auch die Geschwindigkeit sowie die G-Kräfte gemessen und eingeblendet hat. Das Video wurde anschließend jedem Teilnehmer auf einem USB-Stick überreicht.

Glückliche MOTOR-TALKer Glückliche MOTOR-TALKer Getreu dem Motto "Das Beste zum Schluss", war nach den beiden Taxifahrten dann auch wirklich Abschied nehmen angesagt. Mehrere Stunden Fahrsicherheitstraining zehren ja nicht nur an den Kräften der Teilnehmer, sondern hinterlassen auch Spuren beim Team der driving experience. Mir hat das ganze Event einen riesengroßen Spaß gemacht, und ich kann mich nur bei allen bedanken, die bei der Realisierung mitgeholfen haben. Rasante Fahrmanöver, tolle Überraschungen und nicht zuletzt alle anwesenden MOTOR-TALKer haben eine schöne und bleibende Erinnerung hinterlassen.

Viele Grüße

PowerMike

Quelle: MOTOR-TALK

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