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Geschönter Spritverbrauch: Der Staat zahlt drauf

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Wer fährt denn ein Auto, dass genau so viel Kraftstoff verbraucht, wie der Hersteller vorgibt? Diejenigen welchen mögen sich hier mal bitte zu Wort melden!

Es ist allgemein bekannt, die Herstellerangaben unterliegen einem großen kreativen Spielraum und sind in der Regel unrealistisch niedrig angesetzt. Warum? Sie beeinflussen die Kaufentscheidung und zwar ganz besonders, wenn die Spritpreisspirale ihren nächsten Höhepunkt ansteuert. Dass es in der täglichen Fahrpraxis dann 1 oder 1½ Liter mehr auf 100 km sind, wundert kaum mehr jemanden.

Die Deutsche Umwelthilfe macht jetzt auf diesen Missstand aufmerksam und zwar aus einem ganz anderen Blickwinkel als der bloßen Käuferbeeinflussung.

Ab dem 1. Juli wird die Kfz-Steuer ja zum Teil nach dem CO²-Ausstoß der Fahrzeuge berechnet. Das klingt prima für den Einzelnen, dessen Auto mit solchen Mondverbrauchsangaben gekennzeichnet ist, denn das heißt, es werden weniger Steuern fällig. Während die Hersteller so ihre Verkaufsbilanzen schönen und die Käufer sich über ein paar gesparte Euro freuen, gehen dem Staatshaushalt jedoch ganz effektiv Steuer flöten. Zudem werden natürlich die Autobauer und –käufer benachteiligt, die ihre Verbrauchswerte eben nicht schönschminken.

Die Deutsche Umwelthilfe ruft nun dazu auf, die Verbrauchsangaben von einer unabhängigen Instanz kontrollieren zu lassen. Mal schauen wie lange es dauert, bis sich von staatlicher Seite da was bewegt. Besonders kreativ sind nach Angaben des ADAC Eco-Test übrigens smart und Mercedes.

 

 

Quelle: AutomaTick

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