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VW Virtus 2018: Polo mit Stufenheck - Eine Stufe für Südamerika

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Der Polo kommt mit Stufenheck nach Südamerika: Im VW Virtus gibt es ein bekanntes Gesicht, aber mehr Platz und ein neues Heck. Alle Details zum Viertürer.

VW Virtus: Die Polo-Limousine startet in Südamerika VW Virtus: Die Polo-Limousine startet in Südamerika Quelle: Volkswagen

Sao Paolo – VW hat es oft versucht. Den Polo gab es in jeder Baureihe als Limousine. Zunächst zwei Generationen lang als VW Derby, später als Polo Classic (6N) oder Polo Limousine bzw. Sedan. Für Deutschland sind diese Autos irrelevant. Den Polo 5 gab es bei uns nur noch mit steiler Klappe. Viele andere Märkte stehen aber auf den längeren Hintern. Deshalb kommt der Polo 6 ebenfalls mit Stufenheck.

VW stellt den Virtus in Brasilien vor. Dort wird er gebaut, vor allem dort soll er sich verkaufen. VW bezeichnet ihn als Kompaktlimousine – nominell also eine Stufe über dem Polo. Gesicht, Innenraum (bis zur B-Säule) und einer der beiden Motoren stammen vom Kleinwagen. Radstand und Kofferraum orientieren sich am VW Jetta.

VW Virtus: Stufenheck-Polo für Südamerika

Der Radstand des Virtus wächst gegenüber dem des Polo um zehn Zentimeter Der Radstand des Virtus wächst gegenüber dem des Polo um zehn Zentimeter Quelle: Volkswagen Der Virtus streckt sich auf eine Gesamtlänge von 4,48 Meter – 43 Zentimeter mehr als der Polo. Mit einem Radstand von 2,65 Metern (Polo: 2,55 Meter) soll er fünf Personen bequem transportieren können. Sein Kofferraum lädt bis zu 521 Liter Gepäck ein (Polo: 351 Liter). Höhe und Breite ändern sich gegenüber dem Polo nicht.

Unter der Haube arbeitet zum Marktstart ein 1,0-Liter-Turbo-Dreizylinder mit 115 PS. Für Brasilien baut VW den Antrieb auf Ethanol-Betrieb um. Zur Rohrzucker-Erntezeit sinkt der Ethanolpreis in Brasilien stark, der Betrieb mit Alkohol rentiert sich. Mit Ethanol leistet der Motor 128 PS, in beiden Fällen 200 Newtonmeter Drehmoment. Er zieht den Virtus in 9,9 Sekunden auf Tempo 100. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 194 km/h.

Langfristig wird VW einen zweiten Motor im Virtus anbieten. Ein 1,6-Liter-Saugrohreinspritzer ohne Aufladung leistet 110 PS und lässt sich ebenfalls mit Ethanol betreiben. Basis- und Turbomotor sind an ein manuelles Getriebe oder an eine Wandlerautomatik mit jeweils sechs Gängen gekoppelt. Ein Doppelkupplungsgetriebe bietet VW in Brasilien nicht an.

Technik aus dem VW Polo

Assistenz und Infotainment übernimmt der Virtus vom Polo. Die Aufpreisliste umfasst unter anderem das große Navi, ein virtuelles Cockpit und umfangreiche Vernetzung. Preise für den Virtus nennt VW kurz vor der Markteinführung. Angeboten wird er in Südamerika, langfristig wahrscheinlich in Asien und Russland. Nach Europa kommt er nicht. In den USA besetzt bald der neue Jetta dieses Segment. Den zeigt VW bald bei der Autoshow in Los Angeles.

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