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Lkw-Hersteller: Elektroantrieb noch sehr lange bedeutungslos - E-Antrieb für schwere Lkw noch in weiter Ferne

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10 Tonnen schwer und ziemlich teuer sollen sie sein. Batterien für E-Lkws. In naher Zukunft sei eine Umsetzung unrealistisch sagen die Hersteller.

Auf einem Teilstück der A1 und der A5 testet die VW-Tochter Scania ab 2019 Elektro-Lastwagen mit Strom aus der Oberleitung Auf einem Teilstück der A1 und der A5 testet die VW-Tochter Scania ab 2019 Elektro-Lastwagen mit Strom aus der Oberleitung Quelle: Picture Alliance

München - Bei schweren Lastwagen wird rein batterieelektrischer Antrieb nach Einschätzung führender Hersteller noch sehr lange keine Rolle spielen. Der Akku für einen 40-Tonner würde gut zehn Tonnen wiegen, sagte VW-Nutzfahrzeugvorstand Andreas Renschler am Freitag auf dem "Handelsblatt"-Nutzfahrzeugforum in München. Er sei außerdem "sehr, sehr teuer", fügte Volvo-Technikvorstand Lars Stenqvist hinzu. Bei einem Bus "gehen im Winter 50 Prozent des Stroms auf die Heizung", sagte MAN-Vorstandschef Joachim Drees.

Mit Blick auf den von Tesla angekündigten E-Lastwagen spottete Scania-Vorstandschef Henrik Henriksson, das US-Unternehnen brauche vielleicht frisches Geld von Investoren. "Wir bringen ein neues Produkt, wenn es für die Kunden Sinn macht und nicht für die Finanzmärkte."

Einig waren sich die Lkw-und Bushersteller, dass Elektroantriebe im städtischen Verteilerverkehr und bei Stadtbussen jetzt rasch kommen. Für schwere Lastwagen sei ein zusätzlicher Elektromotor für die letzten Kilometer in der Stadt sinnvoll, sagte Stenqvist. Oberleitungen auf einigen Autobahnabschnitten, wie sie gegenwärtig auch in Deutschland getestet werden, könnten auch helfen. Im Fernverkehr sei der Verbrennermotor aber noch lange unverzichtbar. Renschler, Iveco-Chef Pierre Lahutte und der Präsident des Verband der Automobilindustrie (VDA), Matthias Wissman, warben für alternative Kraftstoffe wie Biodiesel oder Biomethan.

 

Quelle: dpa

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