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Karmann Ghia mit Subaru-Motor: Ein „Ghiaru“ - Dr. Karmannstein und sein Franken-Ghia

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Ein verbastelter Karmann Ghia erzeugt in der Fan-Szene kritisches Stirnrunzeln. Trotzdem hat Mike McConnell sein Exemplar umgebaut – und vor dem Schrott gerettet.

Ein Subaru-Karmann aus Kanada: Dieser Ghia bekam ein zweites Auto-Leben Ein Subaru-Karmann aus Kanada: Dieser Ghia bekam ein zweites Auto-Leben Quelle: Driving (Youtube)

Edmonton, Kanada – Eigentlich sollte dieser Karmann Ghia längst zermalmt und recycelt sein. Er war auf dem Weg zum Schrottplatz, als ein Fan das Coupé vor der Presse rettete. Durchgerostet, ohne Motor und mit unzähligen Dellen, aber mit dieser wunderschönen 60er-Jahre-Karosserie fuhr er auf einem Trailer zurück ins Leben.

Der ungenannte Retter konnte seinen Freund Mike McConnell für das Auto begeistern. Der Kanadier liebt luftgekühlte Klassiker und begann, das Wrack vom Rost zu befreien.

Karman "Ghiaru": Subaru-Motor im Luft-Klassiker

Nur ein Zoll über dem Asphalt: Mike McConnell lässt gern Funken sprühen Nur ein Zoll über dem Asphalt: Mike McConnell lässt gern Funken sprühen Quelle: Driving (Youtube) In 18 Monaten schweißte, schraubte und tüftelte McConnell seinen Karmann wieder zusammen. Er restaurierte „from paycheck to paycheck“, also immer, wenn Geld übrig war. Seine Essgewohnheiten litten und er dengelte jedes Reparaturblech selbst. So lange, bis die Karosserie wieder ihre ursprüngliche Form hatte.

Puristen sollten an dieser Stelle nicht weiterlesen. Denn McConnell findet originale Karman Ghia langweilig. Das Serienfahrwerk flog deshalb aus dem Auto, und die Radhäuser bekamen mehr Volumen. Mit zu viel Sturz an der Hinterachse hängt das Chassis jetzt nur noch 2,5 Zentimeter über dem Asphalt, trotz breiterer Porsche-„Telefon“-Felgen. „Ich bin überrascht, wie selten er kratzt“, kommentiert McConnell.

Ein originaler Luft-Boxer stand für den Kanadier ebenfalls nicht zur Diskussion. 50 PS seien zu wenig, sagt er. Außerdem müsse man ihn ständig warten. Stattdessen implantierte er einen 2,2-Liter-Turbo-Boxer aus einem Subaru Legacy GT. „Der stand rum, war komplett und dicht.“

Im Drift durch Kanada

Im Original leistet das Legacy-Aggregat 165 PS. McConnell rüstete eine 2,5-Zoll-Auspuffanlage nach, sagt aber nichts zur Power. Das Auto sei jedenfalls schnell genug, dass er über die Nachrüstung von Anschnallgurten nachdenkt. Er fährt es schließlich im Alltag.

Umgebaute Klassiker muss man nicht mögen. Aber McConnell zeigt so viel Leidenschaft, dass wir Euch den Schrauber und seinen „Eiskratzer“ vorstellen mussten. Mehr Infos zu Auto und Erbauer gibt es im Video von driving.ca

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