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Australien: Niederländer gewinnen Solarauto-Rennen - Die Sonne als Antrieb, den Regen zum Richter

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Futuristische Autos jagen durch die australische Wüste, 3.000 Kilometer immer geradeaus. Ihr Antrieb: Solarenergie. Ein Kopf-an-Kopf- Rennen, bis der Regen kommt.

Die World Solar Challenge dauert sieben Tage. Die 43 Teilnehmer überwinden dabei 3.021 Kilometer Die World Solar Challenge dauert sieben Tage. Die 43 Teilnehmer überwinden dabei 3.021 Kilometer Quelle: dpa/Picture Alliance

Sydney – Definiere Ironie: In einem Wettrennen von Solar-Autos entscheidet der Regen über den Gewinner. So war es bei der diesjährigen World Solar Challenge in Australien. Bei Regen und verhangenem Himmel gewann ein niederländisches Team am Donnerstag das Rennen der Sonnen-Flitzer.

Bereits zum fünften Mal siegten die Tüftler der Universität Delft bei dem Rennen längs durch Australien. „Es ist die größte Freude, die man im Leben haben kann“, sagte Ex-Astronaut und Trainer des niederländischen Teams Wubbo Ockels dem Rundfunksender ABC nach der Ziel-Einfahrt in Adelaide an der Südküste.

Das Team der holländischen Universität Delft feiert seinen Sieg Das Team der holländischen Universität Delft feiert seinen Sieg Quelle: dpa/Picture Alliance

Nuna 7 macht das Rennen

Das Siegerauto Nuna 7 sieht wie eine windschnittige Box aus, mit einer Platte aus Solarzellen und einer durchsichtigen Kugel als Pilotenkapsel. Es brauchte für die rund 3.000 Kilometer lange Strecke ab Darwin im Norden Australiens etwas mehr als 33 Stunden. Die Delfter fuhren im Durchschnitt 90 Kilometer in der Stunde.

Der ärgste Verfolger der Niederländer, das japanische Team der Tokai-Universität, hatte noch 100 Kilometer vor sich, als Nuna 7 bereits die Ziellinie überfuhr. Den Siegern von 2011 und 2009 machte das schlechte Wetter einen Strich durch die Rechnung: Mit leeren Batterien blieben die Japaner am Straßenrand liegen. Der Akku der Holländer hielt einfach länger durch.

Das Rennen findet alle zwei Jahre statt. Die Delfter traten mit einem Team von 16 Studenten an. Ihr Auto verfügte über 1.690 Solarzellen und eine 21 Kilogramm schwere Lithium-Ionen-Batterie. Besonderes Augenmerk legten sie auf einen möglichst geringen Luftwiderstand. Das Gefährt wiegt lediglich 150 Kilogramm. Es schafft nach Angaben des Teams eine Spitzengeschwindigkeit von 185 km/h.

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