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Lynk & Co 03: Premiere in Chengdu - Die Serien-Limo der Volvo-Schwester

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2019 soll die Volvo-Schwestermarke Lynk & Co in Europa starten, mit dem SUV "01". Vor allem für China gibt es auch eine Limousine: den 03. Erste Fotos der Serienversion.

Der Lynk & Co 03 debütiert im September in China. Ob er nach Europa kommt, lässt die Volvo-Schwester bisher offen Der Lynk & Co 03 debütiert im September in China. Ob er nach Europa kommt, lässt die Volvo-Schwester bisher offen Quelle: Lynk & Co

Chengdu - Nein, eine große Überraschung gibt es hier nicht zu sehen. Im Internet sind erste Bilder der Serienversion der Lynk & Co Limousine "03" aufgetaucht. Sie ähnelt stark der Studie, die die Geely-Marke bereits im April 2017 auf der Shanghai Auto Show zeigte. Der Kühlergrill sitzt etwas höher, an der Schürze sind mehr Teile lackiert. Die Auspuffrohre liegen etwas tiefer und zeigen so mehr Sportlichkeit. In einigen Wochen debütiert die Limousine in China auf der Chengdu Motor Show.

Was Lynk & Co von anderen chinesischen Marken unterscheidet, sind nicht unbedingt die hochtrabenden Ambitionen. Sondern, dass man dem Geely-Konzern zutrauen muss, sie umzusetzen. 2019 will die Volvo-Schwestermarke mit der Produktion in Europa beginnen, und zwar in Gent (Belgien). Im Frühjahr 2020 soll dann europaweit der Vertrieb starten. In China wird das SUV "01" bereits produziert, die größere Variante "02" ebenfalls. Ob "03" nach Europa kommt, lässt Geely bisher offen. Gebraucht wird die Limousine vor allem für den chinesischen Markt. In Europa dürfte Lynk & Co sich mit den SUV 01 und 02 mehr Erfolg ausrechnen.

Neuartiges Vertriebsmodell

Antriebsseitig plant der Hersteller mit Drei- und Vierzylinder-Benzinern sowie mit elektrifizierten Varianten Antriebsseitig plant der Hersteller mit Drei- und Vierzylinder-Benzinern sowie mit elektrifizierten Varianten Quelle: Lynk & Co Beim Antrieb wird sich der Lynk & Co 03 stark am Volvo-SUV XC40 orientieren, mit dem er sich die Plattform teilt - ebenso wie die SUV-Modelle 01 und 02 der Marke. Als Einstiegsmotor steht also ein 1,5-Liter-Dreizylinder-Benziner mit Turboaufladung bereit. Darüber rangiert ein 2,0-Liter-Vierzylinder-Benziner. Hybrid- und Elektrovarianten sind ebenfalls fest eingeplant.

Hervorheben möchte sich die Volvo-Schwester vor allem über das Geschäftsmodell. Autohäuser soll es nicht geben. Bestellt wird im Internet und geliefert wird europaweit - innerhalb von wenigen Tagen. Bezahlt wird im Abo für die Nutzung des Autos. Keine Preisverhandlung, nur wenig Auswahl, keine Zusatzkosten für Reparaturen oder Wartung. Und die Möglichkeit, das Abo nach einem Monat bereits wieder zu beenden.

Ob es Lynk & Co gelingen wird, den europäischen Markt mit Volvo-Technik und einem neuen Vertriebsmodell aufzumischen? Das bleibt abzuwarten. Geely-Eigner Li Shufu verfügt in jedem Fall über die finanziellen Mittel und die nötige Geduld - das bewies er schon nach der Übernahme von Volvo.

 

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Avatar von Björn Tolksdorf (bjoernmg)
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