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Umweltzone in Paris gilt jetzt auch für Autofahrer aus dem Ausland - Die "Crit’Air-Vignette" soll für bessere Luft sorgen

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In Paris soll eine Umweltzone helfen, Smog und Abgas einzudämmen. Nur mit einer Umweltplakette darf der Bereich innerhalb Stadtautobahnrings befahren werden. Das gilt ab sofort auch für ausländische Autofahrer.

Paris kämpft seit Langem gegen Smog: Die Einführung der Umweltplakette „Crit’Air-Vignette“ soll die Luftqualität in Paris verbessern Paris kämpft seit Langem gegen Smog: Die Einführung der Umweltplakette „Crit’Air-Vignette“ soll die Luftqualität in Paris verbessern Quelle: dpa/picture alliance

Stuttgart - Paris ist eine Reise wert - wer mit dem eigenen Auto kommt, braucht allerdings ab sofort eine Umweltplakette. Das gilt auch für ausländische Fahrzeuge. Darauf weist der Automobilclub ACE hin. Durch die Einführung der sogenannten „Crit’Air-Vignette“ soll die Luftqualität in der französischen Hauptstadt verbessert werden. Besucher der Stadt und Einwohner können die Plakette über die vom Umweltministerium betriebene Internetseite bestellen. Der Versand dauert etwa fünf Tage.

Anders als bei der deutschen Umweltzonenregelung wird die Plakette in sechs Stufen vergeben. Neben dem Schadstoffausstoß nach Euro-Norm und der Motorisierung ist auch auch das Datum der Erstzulassung entscheidend. In die beste Kategorie (grüne Vignette) fallen Elektroautos, in die schlechteste (graue Vignette) zwischen 1997 und 2000 in den Verkehr gebrachte Pkw, Wohnmobile und leichte Nutzfahrzeuge. Autos, die noch älter sind, erhalten keine Plakette. Für sie gilt tagsüber unter der Woche ein generelles Fahrverbot. Gleiches gilt für Motorräder mit Erstzulassungen vor dem 1. Juni 1999. Für Lkw, Busse und Wohnmobile über 3,5 Tonnen werden noch strengere Kriterien angelegt.

Die Pariser Umweltzone umfasst den Bereich innerhalb Stadtautobahnrings, ausgenommen der Boulevard Périphérique. Ohne Plakette in der Umweltzone erwischt zu werden, kostet mindestens 65 Euro Strafe. Die französische Tourismuszentrale rechnet zwar mit einer straffreien Übergangszeit bis zum Herbst, empfiehlt ausländischen Paris-Besuchern aber trotzdem, die Vignette bereits jetzt zu erwerben. Die Kosten liegen bei 3,70 Euro plus 1,10 Euro Versand. Aktuell steht das Online-Bestellformular allerdings nur in Englisch zur Verfügung.

Für in Frankreich zugelassene Fahrzeuge gilt die Plakettenpflicht bereits seit Jahresbeginn. Für die Ausweitung auf Ausländer musste die Freischaltung der Online-Bestellfunktion abgewartet werden. Diese ist nun erfolgt.

Quelle: SPX

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