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Opel Senator von Max Schmeling wird versteigert - Der Opel Senator vom Weltmeister

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Vier Jahre lang fuhr Schwergewichtslegende Max Schmeling einen Opel Senator B. Jetzt steht die Rüsselsheimer Super-Limousine bei Ebay zum Verkauf.

Im Schatten einer Legende: Ex-Schwergewichts-Champion Max Schmeling fuhr diesen Opel Senator von 1992 bis 1996 Im Schatten einer Legende: Ex-Schwergewichts-Champion Max Schmeling fuhr diesen Opel Senator von 1992 bis 1996 Quelle: sansun70 via eBay

Bremen – Dieser Opel Senator wäre selbst ohne seine Geschichte einen Blick wert. Das Top-Modell aus Rüsselsheim fuhr bis 1993 irgendwo zwischen Mittel- und Oberklasse. Kleiner und schwächer als S-Klasse und 7er, aber innovativer und größer als W124 und E34: In der Ausstattungsvariante „CD“ gab es eine elektronische Fahrwerksverstellung serienmäßig, optional mit einer automatischen Niveauregulierung. Eine adaptive Servolenkung („Servotronic“) war immer an Bord.

Der Senator B CD von Max Schmeling ist voll ausgestattet Der Senator B CD von Max Schmeling ist voll ausgestattet Quelle: sansun70 via eBay Viel wichtiger als Fahrwerk oder Lenkung ist bei diesem Opel aber der Fahrzeugbrief. Genauer: Der zweite Eintrag. Am 10. November 1992 wurde er auf die „M. Schmeling und Co. KG“ zugelassen, also auf den Ex-Schwergewichtsboxer Max Schmeling. Fast auf den Tag genau vier Jahre lang fuhr er den voll ausgestatteten Opel. Der dritte Besitzer übernahm ihn am 7. November 1996 mit Schmelings Wunschkennzeichen „HH-MS 667“.

Max Schmelings Senator: Volle Hütte und Sonderlack

Heute gehört der Wagen dem Hamburger Frank Grünwaldt. Er hat ihn vor etwa einem halben Jahr zufällig bei einem Opel-Sammler entdeckt. „Der hatte mehrere Senator auf dem Hof stehen. Wir haben uns den Blauen angeguckt und gekauft“, erzählt Grünwaldt im Gespräch mit MOTOR-TALK. Der prominente Vorbesitz stand eigentlich nicht zur Debatte: „Ich hab den Namen im Brief entdeckt. Das hab ich dem Verkäufer aber erst gesagt, als ich ihn schon bezahlt hatte“, lacht er.

Jetzt verkauft er den Wagen auf Ebay. Neben einem berühmten Namen im Brief bekomme der Käufer ein tolles Auto: „Klimaanlage, Fensterheber, Sitzheizung, alles funktioniert. Sechszylinder und Getriebe laufen super“, sagt Grünwaldt.

Das "Mäusekino" zeigt rund 191.000 Kilometer an. Ob der Senator rostet, wisse er nicht. Davon mögen sich die Interessenten selbst überzeugen. Nur das Radio ist nicht original. Grünwaldt würde aber helfen, ein passendes zu besorgen.

Der Senator sei "für sein Alter in sehr gutem Zustand". Zum Thema Rost kann der Besitzer aber nichts sagen Der Senator sei "für sein Alter in sehr gutem Zustand". Zum Thema Rost kann der Besitzer aber nichts sagen Quelle: sansun70 via eBay Fünf Tage vor dem Auktionsende steht das Höchstgebot bei 2.110 Euro. Auf Verkaufsplattformen kosten augenscheinlich vernünftige Modelle mit überschaubarer Laufleistung ein paar 100 Euro mehr. Der Preis wird vermutlich noch deutlich steigen – aber wohl nicht bis zum Neupreis: Ende 1991 kostete der Senator CD mit 3,0-Liter Sechszylinder (12V) mindestens 68.800 DM (rund 35.000 Euro). Hinzu kamen einige Tausend DM für Extras wie Lederausstattung (2.161 DM), Schiebedach (1.829 DM) und Scheinwerferreinigungsanlage (686 DM).

Eine Spende für die Max-Schmeling-Stiftung

Einen Teil des Erlöses will Grünwaldt der Max-Schmeling-Stiftung spenden. Die unterstützt verschiedene soziale Projekte, vor allem Kinder und Jungendliche.

Max Schmeling war von 1930 bis 1932 Schwergewichts-Boxweltmeister. In zwei Comebacks konnte er seinen Titel nicht zurückgewinnen. In seiner Profi-Karriere gewann Schmeling 56 von 70 Kämpfen, 40 durch K. o. Er starb im Februar 2005 im Alter von 99 Jahren. Am 28. September 2015 wäre er 110 Jahre alt geworden.

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