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"Spiegel": ADAC-Präsident wendet sich an Dobrindt wegen Pkw-Maut - Bericht: ADAC kritisiert Pkw-Maut als "unnötige Entscheidung"

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Dobrindt hat laut dem "Spiegel" Post vom ADAC bekommen. Die Pkw-Maut lasse kritische Fragen offen und könnte zum Minusgeschäft werden, heißt es in dem Schreiben.

Der ADAC ist unzufrieden mit den Plänen für eine deutsche Pkw-Maut. Laut dem "Spiegel" wandte der Club-Präsident sich deswegen an den Verkehrsminister Der ADAC ist unzufrieden mit den Plänen für eine deutsche Pkw-Maut. Laut dem "Spiegel" wandte der Club-Präsident sich deswegen an den Verkehrsminister Quelle: dpa/picture-alliance

München - Der ADAC sieht Alexander Dobrindts Maut-Pläne kritisch. Laut dem "Spiegel" hat der Club sich deshalb in einem Schreiben an den Verkehrsminister und an Finanzminister Wolfgang Schäuble gewandt. Die Einführung der deutschen Pkw-Maut werde darin eine "unnötige Entscheidung" genannt, zitiert der "Spiegel" den ADAC-Präsidenten August Markl.

Auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur wollte ein ADAC-Sprecher zu dem Schreiben keine Stellung beziehen. Er bestätigte jedoch, dass der Verkehrswissenschaftler Ralf Ratzenberger mit Berechnungen der Nettoeinnahmen der Maut beauftragt sei. Ergebnisse lägen noch nicht vor. Dobrindt rechnet damit, dass seine Maut jährlich 524 Millionen Euro einbringt.

Das Projekt lasse "viele kritische Fragen offen" und werde "fachlich sehr kontrovers und öffentlich mit großer Unsicherheit" debattiert, zitiert der "Spiegel" den ADAC-Präsidenten weiter. Es unterliege mit Blick auf die Einnahmeprognosen "erheblichen Unsicherheiten". Obwohl noch keine endgültigen Ergebnisse feststünden, zeichne sich bereits ab, dass die Einführung "keine relevanten Zusatzeinnahmen erwarten lässt oder möglicherweise sogar mit einem Minusgeschäft gerechnet werden muss".

Quelle: dpa

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