• Online: 3.359

Studie: Selbstfahrende Autos erst 2040 am Markt angekommen - Autonome Fahrzeuge erst 2040

verfasst am

Laut einer Studie der Deutschen Bank haben autonome Autos noch einen langen Weg vor sich. Im Massenmarkt werden sie demnach erst in mehr als 20 Jahren angekommen sein.

Das autonome Fahren bringt neue Herausforderungen für Hersteller und Technik mit sich Das autonome Fahren bringt neue Herausforderungen für Hersteller und Technik mit sich Quelle: Picture Alliance

Frankfurt/Main - Die Roboter kommen nur langsam in Fahrt. Das glaubt jedenfalls die Deutsche Bank. Erst für 2040 rechnet das Unternehmen damit, dass autonom fahrende Autos den Markt durchdrungen haben werden. Das ist eines der zentralen Ergebnisse einer am Montag in Frankfurt vorgestellten Studie der Deutsche Bank Research.

Die Branche stehe vor enormen technologischen Herausforderungen, ein "chaotisches" System wie den Straßenverkehr zu automatisieren, sagte Analyst Eric Heymann. Dafür biete sich der Schienenverkehr zunächst viel eher an. Da auch weiterhin zahlreiche nicht- oder nur teildigitalisierte Fahrzeuge und andere Verkehrsteilnehmer auf den Straßen unterwegs sein werden, sei eine Übergangszeit von mehreren Jahrzehnten zu erwarten.

Grundsätzlich rechnen die Volkswirte der größten deutschen Bank damit, dass sich die Autohersteller im technologischen Wettlauf mit digitalen Dienstleistern wie Google oder Apple gut behaupten können. Dafür sprächen die hohe Anpassungsfähigkeit der Industrie und die hohen Hürden für Externe bei einem Einstieg in die Autoproduktion. Die Chancen der Internetkonzerne lägen im automobilen Datenmarkt.

Die Experten erwarten, dass sich die Autohersteller im Wettlauf mit digitalen Dienstleistern, wie Apple oder Google, gut behaupten können Die Experten erwarten, dass sich die Autohersteller im Wettlauf mit digitalen Dienstleistern, wie Apple oder Google, gut behaupten können Quelle: Picture Alliance Anders als bei elektrischen Antrieben seien bei der zunehmenden Digitalisierung der Fahrzeuge keine staatlichen Subventionen notwendig, sagte Heymann. Neue Systeme würden nach und nach in die neuesten Modelle eingebaut. Die Preisaufschläge im drei- bis vierstelligen Euro-Bereich seien nicht vergleichbar mit den zusätzlichen Kosten bei der Elektromobilität.

Starke Steigerungen erwartet Heymann beim Ausbau von alternativen Mobilitätsdienstleistungen wie zum Beispiel dem Carsharing. Sie könnten in 10 bis 15 Jahren rund 5 Prozent des motorisierten Individualverkehrs abdecken. Das bleibe zwar immer noch eine Nische, die aber Umsätze im zweistelligen Milliardenbereich bringen könne. "Das eigene Auto bleibt zunächst der Normalfall."

Quelle: dpa

Avatar von MOTOR-TALK (MOTOR-TALK)
13
Hat Dir der Artikel gefallen? 1 von 1 fand den Artikel lesenswert.
Diesen Artikel teilen:
13 Kommentare: