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Conti-Aufsichtsrat will Antriebssparte an die Börse bringen - Ausgliederung von "Powertrain"?

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Insidern zufolge plant Continental einen Börsengang seiner Antriebssparte (Powertrain). Der Bereich baut bisher vor allem Teile für Verbrennungsmotoren.

Zuliefer-Riese in Bewegung? Berichten zufolge will Conti die Antriebssparte an die Börse bringen Zuliefer-Riese in Bewegung? Berichten zufolge will Conti die Antriebssparte an die Börse bringen

Hannover - Der Umbau des Autozulieferers Continental dürfte Insidern zufolge auf einen Börsengang der Antriebssparte Powertrain hinauslaufen. Der Aufsichtsrat werde sich wohl für diesen Weg aussprechen, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Dienstag unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen. Als Alternative habe ein Verkauf des Bereichs an Conti-Anteilseigner gegolten. Diese habe Großaktionärin Schaeffler vorgeschlagen. Diese Lösung werde aber nicht mehr erwogen, heiß es.

Am Finanzmarkt beförderten die Nachrichten den Kurs der Conti-Aktie nur kurzzeitig in die Gewinnzone. Kurz nach Mittag lag sie mit einem Minus von rund einem Prozent wieder in Mittelfeld des Dax. Ein Conti-Sprecher wollte die Informationen nicht bestätigen. Der Konzern wolle die laufende Überprüfung der Konzernstruktur bis Mitte des Jahres abschließen und dann mit allen Beteiligten besprechen. Ein Schaeffler-Sprecher lehnte eine Stellungnahme ab.

Continental hatte Anfang des Jahres Gedankenspiele bestätigt, den Konzern neu zu strukturieren. Medienberichten zufolge war dabei eine Holdingstruktur im Gespräch, bei der Conti einzelne Bereiche an die Börse bringen könnte.

Mehr als 40.000 Beschäftigte

Einige Autozulieferer hatten unter Druck vom Kapitalmarkt in der Vergangenheit die stärkere Trennung ihrer Geschäftsbereiche in die Wege geleitet. So hat der britische Conti-Rivale Delphi sein angestammtes Zuliefer-Geschäft von den Zukunftsbereichen wie etwa den Assistenzsystemen abgetrennt.

Die Division Powertrain ist eine Untergruppe der Autozuliefersparte des Konzerns. Sie erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz von 7,7 Milliarden Euro und beschäftigte mehr als 40.000 Mitarbeiter. Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" hatte Anfang 2018 berichtet, dass Gespräche über einen Zusammenschluss dieser Abteilung mit der Antriebssparte von Delphi gescheitert seien. Daher brauche der Bereich, der vor allem Komponenten für Dieselmotoren und Benziner herstellt, in Zukunft aber verstärkt auf E-Mobilität setzen muss, neue Perspektiven.

Quelle: dpa

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