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Stellenabbau beim ADAC weniger drastisch als geplant - ADAC will sich bis 2020 digitaler ausrichten

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Veränderungen zwingen den ADAC zum Umdenken. Stellen werden gestrichen und in digitale Plattformen investiert. Der ADAC nennt dieses Programm "Pole Position".

Für die "Gelben Engel" ist der ADAC bekannt und bei pannengeplagten Autofahrer beliebt. Der Verein will sich aber zunehmend digitaler ausrichten Für die "Gelben Engel" ist der ADAC bekannt und bei pannengeplagten Autofahrer beliebt. Der Verein will sich aber zunehmend digitaler ausrichten Quelle: dpa / Picture Alliance

Dresden - Der ADAC verschlankt sich im Zuge seines Sparkurses weniger drastisch als ursprünglich geplant. Statt der im Herbst 2017 angekündigten 400 Stellen werden nur etwa um die 250 gestrichen, wie Präsident August Markl der Deutschen Presse-Agentur in Dresden vor der Hauptversammlung des Allgemeinen Deutschen Automobilclubs am Samstag sagte.

Stellenabbau beim ADAC "so sozialverträglich wie möglich"

"Die Stellen werden wir so sozialverträglich wie möglich abbauen." An einigen Stellen sei schon damit begonnen worden. Nach Angaben von Markl wird aufgrund umfangreicher Investitionen in digitale Themen und Projekte auch 2017 von einem Defizit ausgegangen. Beitragserhöhungen seien aktuell aber nicht geplant, sagte Markl.

"Das Wichtigste in den vergangenen Monaten war zu identifizieren, in welchen Bereichen wir Nachholbedarf haben und wo wir investieren müssen." Digitalisierung und Effizienz seien wesentliche Elemente des Zukunftsprogramms "Pole Position" bis 2020. "Wir wollen uns vom Pannenhelfer zum Mobilitätshelfer entwickeln, Helfer in allen Lebenslagen sein, die mit Mobilität zusammenhängen." Es gehe um digitale Beratung, Information und Service, wie die Mitglieder am besten von A nach B kommen - "zu Fuß, mit Fahrrad, Motorrad, Auto oder Flugzeug und auch möglichst ohne Panne".

Neue digitale Angebote beim ADAC

Dafür sollen neue Angebote entwickelt werden, die nahtlose Mobilität ermöglichen und etwa die schnellste Verbindung anzeigen. Laut Markl holt der ADAC in Sachen Digitalisierung auf. Es gehe sowohl um die eigenen Angebote als auch Kooperationen, etwa mit der IT-Messe Cebit. "Die Gelben Engel wird es natürlich weiterhin geben", versicherte er. Aber der Verein gehe auch mit der Zeit und beschäftige sich intensiv mit Innovationsthemen wie alternativen Antrieben. "Wir nehmen uns intensiv der E-Mobilität an und gehen auf diesem Gebiet voran."

Im September 2017 hatte der Autofahrer-Verein den Stellenabbau in seiner Münchner Zentrale vor dem Hintergrund des 2020 drohenden strukturellen Defizits in Höhe von 170 Millionen Euro angekündigt. Ende April hatte der ADAC nach eigenen Angaben über 20,3 Millionen Mitglieder.

 

Quelle: dpa

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