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VW Käfer Pick-up: Umbau bei Ebay - „Pick-up“ stimmt nur so halb

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Dieses Auto ist unnütz, aber gerade deshalb recht cool: Ein Autohändler aus dem US-Bundesstaat Georgia verkauft diesen Käfer-Pick-up-Umbau mit Baja-Front.

Pick-up ohne Ladefläche: Käfer-Umbau mit Ford-Lampen und Eigenbau-Blechen Pick-up ohne Ladefläche: Käfer-Umbau mit Ford-Lampen und Eigenbau-Blechen Quelle: streetsideclassiccars via ebay

Lithia Springs, GA, USA – Selbst in den Südstaaten der USA sind Pick-ups nicht immer nützlich. Manche bleiben ihr Autoleben lang sauber. Vielleicht, weil Cowboy-Romantik auch ohne Heuballen auf der Ladefläche funktioniert. Oder weil das Heck nie dafür ausgelegt war: Dieser Käfer spielt uns den Lastwagen nur vor.

Natürlich liegt das am Käfer-Chassis. Der Motor sitzt ganz hinten, das Getriebe davor. Wo vier kleine Kolben boxen, bleibt eben wenig Platz für Werkzeugkisten und Saatgut. Die paar Quadratzentimeter zwischen Antrieb und Sitzen wären zu klein für alles Nützliche. In diesem Fall lagern dort Benzintank und Starterbatterie. Wieder nichts mit Platz.

Käfer Pick-up: Beetle-Umbau in den USA

Der Pick-Bug fährt mit 15-Zöllern und Scheibenbremsen vorn Der Pick-Bug fährt mit 15-Zöllern und Scheibenbremsen vorn Quelle: streetsideclassiccars via ebay Trotzdem ist ein unbekannter Amerikaner eines Morgens aufgewacht und dachte: So ein Pick-up-Käfer, das wäre sicher eine gute Idee. Und irgendwie hatte der Mann Recht. Denn was dem Auto an Nutzen fehlt, macht es durch Optik wieder wett. Bis zur B-Säule bleibt der Umbau ein Käfer. Dahinter sitzt eine Mischung aus Oldtimer-Teilen und Eigenbau-Blechen.

Eine Ladefläche gibt es nicht im Pick-up-Käfer. Motor, Getriebe und Aufhängung hängen im Freien. Funktioniert nicht im deutschen Herbst, könnte in Georgia aber klappen.

Technisch hat sich am Südstaaten-Käfer wenig getan. Der 1600er Serienmotor bekam eine scharfe Nocke, fährt aber weiterhin mit einem einfachen Vergaser. Vorn bremst er mit Scheiben statt Trommeln. Achse und Motor sind überholt, außerdem bekam er 15-Zoll-Felgen mit breiten Hinterreifen.

Keine Ladefläche, aber ein Kofferraum

Tank, Batterie und Antrieb sitzen dort, wo eine Ladefläche sein sollte Tank, Batterie und Antrieb sitzen dort, wo eine Ladefläche sein sollte Quelle: streetsideclassiccars via ebay Die Front besteht aus Kunststoff und soll an die Baja-Rennkäfer erinnern. Den Innenraum stattete der Umbauer mit schwarzem Kunstleder und Dreipunktgurten aus. Becherhalter, Navi und Handy-Anschlüsse gibt es nicht. Passt ja auch nicht zu einem Käfer.

Das gelbe 1970er Modell ist natürlich nicht der einzige Pick-up-Umbau der Welt. In den meisten Fällen sitzt aber eine Ladefläche über dem Motor. Viel nützlicher, aber lange nicht so hübsch. Und ein bisschen Platz gibt’s ja doch im Pick-up aus Lithia Springs: Ohne Reserverad, Tank und Batterie könnte zumindest ein Spanferkel unter die Fronthaube passen.

Einen Neuwagen-Zustand möchte der Händler nicht versprechen. Aber eine anständige Substanz. Wer möchte, kann weiterbauen. Die Basis kostet knapp 13.000 US-Dollar, also etwa 12.200 Euro. Immerhin: Viel weniger Geld als echte VW-Pick-ups aus dieser Zeit. T2 Pritschenwagen werden deutlich teurer gehandelt.

 

Quelle: Ebay Motors Blog

Avatar von Constantin Bergander (SerialChilla)
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