• Online: 4.703

Opel: Tausende Beschäftigte verlassen das Unternehmen - "Opel laufen wirklich die Leute weg"

verfasst am

Neueigentümer PSA will den Sanierungsfall Opel gesundschrumpfen, Mitarbeiter abbauen. Doch nun "wollen mehr gehen als notwendig ist", erklärt der Betriebsratsvorsitzende.

Ich bin dann mal weg: PSA will den Mitarbeiterstamm mittels Abfindungen sowie Altersteilzeit- und Ruhestands-Angeboten verkleinern. Nun wollen angeblich mehr gehen, als überhaupt notwendig wäre Ich bin dann mal weg: PSA will den Mitarbeiterstamm mittels Abfindungen sowie Altersteilzeit- und Ruhestands-Angeboten verkleinern. Nun wollen angeblich mehr gehen, als überhaupt notwendig wäre Quelle: dpa / Picture Alliance

Frankfurt - Bei Opel verlassen Tausende Beschäftigte das Unternehmen. Oder, wie es der Betriebsratsvorsitzende Wolfgang Schäfer-Klug formuliert: "Opel laufen wirklich die Leute weg". Nach seinen Angaben haben bereits mehr als 2.500 Beschäftigte die Abfindungen zum Vorruhestand angenommen. Dazu kämen noch mindestens 500 Mitarbeiter in Altersteilzeit und eine unbekannte Zahl von Beschäftigten, die weitere Abfindungsangebote annahmen. Nach Schäfer-Klugs Berechnungen werden mehr als 4.000 Beschäftigte das Unternehmen bis zum Jahr 2020 verlassen.

Sparkurs als Auslöser

Schäfer-Klug befürchtet unter der Regie des neuen Mutterkonzerns PSA großen Schaden für die Zukunft des Autobauers. "Es wollen mehr gehen als notwendig ist." Der Hintergrund: Neueigentümer PSA verfolgt beim Rüsselsheimer Konzern eine strikte Spar-Politik, will den Mitarbeiterstamm verkleinern. Entlassungen stehen nicht auf dem Plan, der Mutterkonzern bietet Mitarbeitern Vorruhestand, Alters-Teilzeit und Abfindungszahlungen an. Letztere sollen bis zu 275.000 Euro brutto pro Mitarbeiter betragen.

Avatar von MOTOR-TALK (MOTOR-TALK)
43
Hat Dir der Artikel gefallen? 7 von 8 fanden den Artikel lesenswert.
Diesen Artikel teilen:
43 Kommentare: