ForumVerkehr & Sicherheit
  1. Startseite
  2. Forum
  3. Wissen
  4. Verkehr & Sicherheit
  5. Vorwurf: Unfall und Unfallflucht ohne Schaden

Vorwurf: Unfall und Unfallflucht ohne Schaden

Themenstarteram 9. September 2022 um 8:05

Hallo zusammen,

ich habe mal eine Frage zu folgender fiktiver Situation:

Ein Fahrer eines PKWs wird an seiner Wohnanschrift von der Polizei aufgesucht, weil jemand offenbar Anzeige gegen diesen erstattet hat (Vorwurf: Verursachen eines Unfalls beim Spurwechsel sowie Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort). Die Polizei möchte nun die Unfallspuren am Fahrzeug sichern. Da sich der Eigentümer des Wagens keiner Schuld bewusst ist, lässt er die Polizeibeamten selbstverständlich das Auto untersuchen. Bei dem Fahrzeug handelt es sich um einen recht neuen PKW der auch fürsorglich gepflegt wird. Am Wagen sind keinerlei Spuren am Lack erkennbar gewesen. Nach einiger Zeit intensiver Suche ist die Polizei nach Aufnahme der Personalien wieder verschwunden.

Kurze Zeit später erhält der Fahrer des PKW auch eine Nachricht von seiner Versicherung, dass jemand einen Haftpflichtschaden geltend macht. Auf Nachfrage bekommt man jedoch kaum Informationen (es wurde wohl ein Foto danach an einer Ampel gemacht ... gut, dass kann jeder tun). Auch bei der Polizei gab es lediglich die Information das ermittelt wird. Einsicht in die Akten möchte man dem Fahrer nicht geben (obwohl ihm das nach der aktuellen StPO Ordnung zustehen müsste). Also wird sich dieser auch erst einmal nicht (mehr) dazu äußern.

Der Fahrer fährt schon seit >10 Jahre unfallfrei Auto und hätte eine Fremdberührung bestimmt wahrgenommen. Er kann sich auch nicht erinnern an dem besagten Tag in irgendeiner Forum auf etwas aufmerksam gemacht worden zu sein (Hupe, Lichtzeichen etc.).

Wie würdet ihr handelt?

Warten bis die Polizei die Akte abgeschlossen hat, diese bei der Staatsanwaltschaft einsehen und einfach nicht äußern? Die Faktenlage spricht ja eigentlich schon für sich ...

Der Fahrer selbst vermutet, dass hier jemand einen bereits vorhandenen Schaden geltend machen möchte der so gar nicht diesen verursacht wurde.

Viele Grüße

Audianer

Ähnliche Themen
36 Antworten

Wenn du ein reines Gewissen hast, dann spricht nichts dagegen das alles der eigenen HP so mitzuteilen und den anzeigenden Anspruchsteller ebenfalls anzuzeigen.

Themenstarteram 9. September 2022 um 8:44

Die Versicherung wartet auf die Unterlagen der Polizei. Der Fahrer in diesem fiktiven Fall hat ein reines gewissen.

Fraglich ob eine Gegenanzeige irgendetwas bewirkt. An der Sachlage ändert Sie nichts. Hat der andere Fahrer Falschangaben gemacht wird doch vermutlich sowieso von Amtswegen gegen diesen ermittelt werden, oder?

Wenn der Fahrer nun den Gegner anzeigt sieht das erstmal wie "so wie du mir so ich dir" aus.

Ganz einfach einen Rechtsanwalt nehmen. Nur der hat Einsicht in den Akten.

Aber es gibt aber auch Unfälle ohne Schäden am eigenen Auto vielleicht will der "fiktive Fahrer" das nicht zugeben ;)

Für das Abwehren einer unberechtigten Forderung ist erstmal deine Haftpflichtversicherung zuständig. Wenn an deinem Fahrzeug keine Kontaktspuren sichtbar sind und das von der Polizei auch so festgehalten wurde, musst du derzeit nichts weiter unternehmen.

Zitat:

@RB26 schrieb am 9. September 2022 um 08:52:27 Uhr:

Für das Abwehren einer unberechtigten Forderung ist erstmal deine Haftpflichtversicherung zuständig. Wenn an deinem Fahrzeug keine Kontaktspuren sichtbar sind und das von der Polizei auch so festgehalten wurde, musst du derzeit nichts weiter unternehmen.

einfach Falsch

Zitat:

@Audianer_ schrieb am 9. September 2022 um 08:05:57 Uhr:

1.

Vorwurf: Verursachen eines Unfalls beim Spurwechsel sowie Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort

./.

Der Fahrer fährt schon seit >10 Jahre unfallfrei Auto und hätte eine Fremdberührung bestimmt wahrgenommen.

2.

Er kann sich auch nicht erinnern an dem besagten Tag in irgendeiner Forum auf etwas aufmerksam gemacht worden zu sein (Hupe, Lichtzeichen etc.).

1. allein aus dem Hergang kann man nicht ableiten, dass der Anspruch stellende Fahrer hier betrügen will. Verursachen eines Unfalles muss nicht zwingend mit Fremdberührung einher gehen

2. wer sollte das auch wann getan haben? Derjenige der gerade in dem Moment des Spurwechsels den Zusammenstoß erlitten hat? Wie heißt es immer: wenns hupt und blinkt und dabei schimpft = dann war noch Platz genug.

Ist denn der Zeitpunkt und Ort plausibel, kann sich der Beschuldigte dort aufgehalten haben? Ansonsten würde ich hier wohl auch einen Anwalt zur Klärung einschalten

Zitat:

@Audianer_ schrieb am 9. September 2022 um 08:05:57 Uhr:

Warten bis die Polizei die Akte abgeschlossen hat, diese bei der Staatsanwaltschaft einsehen und einfach nicht äußern? Die Faktenlage spricht ja eigentlich schon für sich ...

Wir kennen doch die Faktenlage nicht, sprich: wir wissen nicht, was der Anzeigeerstatter ausgesagt hat.

Man kann ja durchaus auch einen Unfall verursachen, ohne dass es zur Berührung der Fahrzeuge kommt. Wenn z.B. das andere Fahrzeug beim Ausweichen verunfallt.

Da ist es dann nicht unbedingt die beste Idee, nichts zu sagen. Denn dann steht eine belastende Aussage im Raum, der nicht widersprochen wurde.

Glaubhaft vorzutragen, dass man nichts bemerkt hat wird in Verbindung mit nicht vorhandenen Kontaktspuren möglicherweise den Vorwurf der Unfallflucht entkräften; Unfallflucht ist ja nur vorsätzlich strafbar. Allerdings befreit einen das nicht automatisch von der Haftung. Immerhin ist gerade bei solchen Spurwechselunfällen ja die übliche Ursache, dass man ein anderes Fahrzeug nicht bemerkt hat. Wenn dieses dann ohne Kontakt mit dem 01 beim Ausweichen gegen ein festes Hindernis oder ein drittes Fahrzeug fährt mag sich der Unfallverursacher hinterher tatsächlich keiner Schuld bewusst sein. Weil er es wirklich nicht bemerkt hat. Haften muss er für den von ihm verursachten Schaden natürlich trotzdem.

Und bevor man nicht weiß was der vermeintliche 02 wirklich ausgesagt hat wäre ich deshalb auch mit einer Gegenanzeige sehr vorsichtig.

Themenstarteram 9. September 2022 um 9:07

Zitat:

@1234auditt schrieb am 9. September 2022 um 08:51:09 Uhr:

Ganz einfach einen Rechtsanwalt nehmen. Nur der hat Einsicht in den Akten.

Aber es gibt aber auch Unfälle ohne Schäden am eigenen Auto vielleicht will der "fiktive Fahrer" das nicht zugeben ;)

Der fiktive Fahrer hat eine Versicherung mit Rabattschutz und generell noch nie einen HP Schaden gehabt. So nötig hat er es nicht...

Zitat:

@1234auditt schrieb am 9. September 2022 um 08:53:45 Uhr:

einfach Falsch

Nein ist es nicht. Der passive Rechtsschutz ist Bestandteil jeder Haftpflichtversicherung und genau dafür da.

Themenstarteram 9. September 2022 um 9:08

Zitat:

@hk_do schrieb am 9. September 2022 um 09:02:30 Uhr:

Zitat:

@Audianer_ schrieb am 9. September 2022 um 08:05:57 Uhr:

Warten bis die Polizei die Akte abgeschlossen hat, diese bei der Staatsanwaltschaft einsehen und einfach nicht äußern? Die Faktenlage spricht ja eigentlich schon für sich ...

Wir kennen doch die Faktenlage nicht, sprich: wir wissen nicht, was der Anzeigeerstatter ausgesagt hat.

Man kann ja durchaus auch einen Unfall verursachen, ohne dass es zur Berührung der Fahrzeuge kommt. Wenn z.B. das andere Fahrzeug beim Ausweichen verunfallt.

Da ist es dann nicht unbedingt die beste Idee, nichts zu sagen. Denn dann steht eine belastende Aussage im Raum, der nicht widersprochen wurde.

Glaubhaft vorzutragen, dass man nichts bemerkt hat wird in Verbindung mit nicht vorhandenen Kontaktspuren möglicherweise den Vorwurf der Unfallflucht entkräften; Unfallflucht ist ja nur vorsätzlich strafbar. Allerdings befreit einen das nicht automatisch von der Haftung. Immerhin ist gerade bei solchen Spurwechselunfällen ja die übliche Ursache, dass man ein anderes Fahrzeug nicht bemerkt hat. Wenn dieses dann ohne Kontakt mit dem 01 beim Ausweichen gegen ein festes Hindernis oder ein drittes Fahrzeug fährt mag sich der Unfallverursacher hinterher tatsächlich keiner Schuld bewusst sein. Weil er es wirklich nicht bemerkt hat. Haften muss er für den von ihm verursachten Schaden natürlich trotzdem.

Und bevor man nicht weiß was der vermeintliche 02 wirklich ausgesagt hat wäre ich deshalb auch mit einer Gegenanzeige sehr vorsichtig.

Die Berührung fand lt. der Versicherung direkt zwischen den beiden Fahrzeugen statt.

Also einer hat vorne rechts den Schaden, der andere hinten links.

Dann sieht die Sache doch gut aus für den angeblichen 01.

"nichts tun" ist aber auch im Verhältnis zur Versicherung der falsche Rat, denn der Versicherte hat natürlich nach Kräften zur Aufklärung des Sachverhalts beizutragen. (er hätte eigentlich schon nach dem Besuch der Polizei den Sachverhalt der Versicherung melden müssen, aber wenn er im Nachhinein mitwirkt wird das wohl nicht so eng gesehen)

Wieso diskutieren wir hier einen fiktiven Fall und warten ab, bis die fiktive Polizei was der fiktiven Versicherung schickt? Da braucht es schon viel Phantasie.

Gut, dann mache ich das jetzt mal: Die fiktive Polizei hat gerade der fiktiven gegnerischen Versicherung gemeldet, es seien keine fiktiven Kontaktspuren zu erkennen.

Machen wir gleich weiter: Die fiktive gegnerische Versicherung schickt dir einen fiktiven Brief, dass die fiktive Sache eingestellt wird.

Fiktives Thema gelöst. :)

 

P.S.: Ab 10 Danke gebe ich ein (fiktives) Bier aus.

Zitat:

@Audianer_ schrieb am 9. September 2022 um 09:08:46 Uhr:

 

Die Berührung fand lt. der Versicherung direkt zwischen den beiden Fahrzeugen statt.

Also einer hat vorne rechts den Schaden, der andere hinten links.

Was denn nun? Ich denke, Dein Auto ist unbeschädigt.

Zitat:

@1234auditt schrieb am 9. September 2022 um 08:51:09 Uhr:

Ganz einfach einen Rechtsanwalt nehmen. Nur der hat Einsicht in den Akten.

Nö da hat auch der Betroffene Einsicht (wird nur oft nicht so gehandhabt).

Aufgrund vorhandener Rechtsschutzversicherung würde ich mir da aber auch selber keine Geanken machen.

Gruß Metalhead

Deine Antwort
Ähnliche Themen
  1. Startseite
  2. Forum
  3. Wissen
  4. Verkehr & Sicherheit
  5. Vorwurf: Unfall und Unfallflucht ohne Schaden