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Import aus Dubai

Themenstarteram 14. September 2022 um 0:57

Hallo,

Es interessiert mich eigentlich , einen Mercedes bj zwischen 2010-2015 aus Dubai nach Deutschland zu importieren.

Worauf soll man achten bevor es nach Deutschland holen ?

Für Tüv muss etwas beim Abgassystem umrüstet werden ? Oder das ist kein Problem?

Ich bin für jede Information dankbar

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4 Antworten

Für die Einfuhr eines Gebrauchtfahrzeugs, das außerhalb der EU zugelassen war oder ist, benötigt man das Vollgutachten einer technischen Prüfstelle mit technischem Datenblatt gem. § 21 StVZO (nicht älter als 18 Monate).

Alternativ müssen die COC-Papiere oder eine entsprechende Bestätigung der technischen Daten vom Hersteller vorgelegt werden. Diese beiden Möglichkeiten bestehen jedoch nur, wenn aus den Fahrzeugdokumenten des Drittstaates hervorgeht, dass die EG-Typgenehmigungsnummer für die dortige Zulassung anerkannt wurde.

Moin,

unbedingt sicher stellen, daß das Fahrzeug über eine hier anerkannte Schadstoffklasse verfügt.

In arabischen Ländern gilt oft die Schadstoffklasse " scheißegal " -- damit ist eine Zulassung hier unmöglich.

Gruß und viel Glück

Peter

Auf jeden Fall wird ein Datenblatt einer qualifizierten Stelle benötigt (technischer Dienst usw..)

 

Guter Anhaltspunkt, ob das mit dem Fahrzeug klappt (Abgas, Geräusche usw.), Ist die Vorabsendung der Daten (Fotos Abgaslabel, Typschild, FIN, Reifenlabel) an die entsprechende Stelle.

 

Bspw. Abgasdatenbank.com

DEKRA Dessau

TÜV Süd, Nord, Rheinland usw.

Wir haben einen GL 500 aus Dubai hier zugelassen. Das dauerte Monate und klappte nur über gute Beziehungen zu einem etwas höheren Mercedes-Mitarbeiter. Das Problem ist die ABgaseinstufung.

Dabei ändert Mercedes da technisch noch nicht einmal etwas. Der Wagen hat nun Euro 6.

Die deutschen Hersteller wehren sich jedoch mit Zähnen und Klauen gegen diese Reimporte.

Das lohnt sich nur, wenn der Wagen wirklich gut in Schuss und sehr, sehr günstig ist. Eine Briefkopie wie früher reicht nicht aus. Man braucht das COC und das rücken sie alle eigentlich nicht raus.

Der Grund: diese Autos verderben die Preise für die eignenen Leasingrückläufer und jungen Gebrauchten.

Merke: der Zustand von Gebrauchtwagen aus Arabien hat schon nach 5 Jahren nichts mehr damit zu tun, was man in Mitteleuropa so auf dem Markt vorfindet.

Alles voller Sand, wenig Service, Verschleiß überall, Lackschäden durch Sonne, häufig massive Standschäden, im Zeitraffer ausgehärtete und geschrumpfte Gummiteile usw.

Der o.g. GL ging, nach 9 Monaten Standzeit durch Versand und Zulassung noch weiter "gestresst", erst mal bei mir durch einen wirklich tiefgreifenden Reinigungsprozess inklusive teilweiser Zerlegung (Türen wegen eFH, Bodenplatten und Motordeckel wg. Sand, alle Filtergehäuse(!!) wg. Sand und Dreck.

Dann wurde das Auto geserviced (Bremsen / Leitungen, Reifen, Fahrwerk (hydropneumatische Dämpfer voller Sand sind ein Spaß, Querlenker, Koppelstangen usw. völlig im Eimer wegen Wüstenauflügen), Klimakompressortausch (3.000 Eur!), alle Flüssigkeiten, alle(!) Filter, haufenweise Dichtgummis.

Lackpolitur/-Aufbereitung und Innenreinigung durch den Profi, 1.000 Eur. Bin schon ganz gut mit Lacken, aber da kam ich an meine Grenzen. Eigentlich dachte ich, man müsse die Kiste neu lackieren.

Der Service kostete knapp 6.000 Eur inkl. aller Teile.

Meine Arbeit wäre nochmal 2.000 Eur wert gewesen.

Der Wagen war 4 Jahre alt und hatte 35.000 Km gelaufen...

 

Ich habe das damals für eine Freundin gemacht, die aus Dubai nach Deutschland bezogen war und ihr Auto aus persönlichen Gründen gerne mitnehmen wollte. Sie ist die Erstbesitzerin und hatte den Wagen gar nicht mal ortstypisch hart rangenommen. Er stand meistens in der Garage.

Am einen oder anderen Punkt dieses Prozesses hatte ich überlegt, die Kiste auszuschlachten, in Teilen zu verkaufen und ihr ein baugleiches Auto mti deutschen Papieren hinzustellen...

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