Video: Ford-V12-Motor als Eigenbau
Concord/USA – Der V8 gehört zu Ford, wie das Pony in den Mustang-Grill. Vom Zwölfzylinder ließ der US-Hersteller dagegen lieber die Finger. Zwar bot er in den 30er und 40er Jahren V12 in Modellen der Edelmarke Lincoln an, präsentierte 1995 das 730 PS starke GT90-Konzept und genehmigte die Cosworth-V12 für die ehemalige Tochter Aston Martin. Doch einen Serien-Ford mit V12 oder einen entsprechenden Rennmotor gab es nie.
Das störte
Motorenbauer Jan Baker aus dem US-Bundesstaat Georgia. Er findet, schon in den 60ern hätte Ford den GT40 besser mit einem hochdrehenden V12 als einem einfachen
V8ausgestattet. Deswegen baute er sich
seinen eigenen Ford-V12, zu Hause
in seiner Garage.
Die Basis für den V12 bilden
zwei Ford-Small-Blocks mit einem Hubraum von je 302 cubic inch(rund 5,0 Liter). Baker schnitt je zwei Zylinder ab und schweißte die Motoren dann zusammen. Aus
drei Cleveland-V8-Zylinderköpfenschweißte Baker außerdem die Köpfe für seinen V12. Alle weiteren Komponenten des Eigenbau-V12 stammen aus dem Zubehör oder wurden aus alten Teilen umgebaut. Einzig Kurbel- und Nockenwelle ließ Baker komplett neu fertigen.
Der Eigenbau-V12 hat mehr als 9,0 Liter Hubraum
Der fertige V12 kommt mit Bohrungen von 10,39 Zentimetern Durchmesser und einem Hub von 8,89 Zentimetern auf einen
Gesamt-Hubraum von 9,05 Litern (552 cubic inch). Um aus zwei Ford-V8 einen funktionierenden V12 zu machen, musste Baker besonders auf die Kanäle für Schmierung und Kühlung achten. Der V12 arbeitet daher im Grunde
wie zwei parallelgeschaltete Reihensechszylindermit einer gemeinsamen Kurbelwelle. Es gibt
zwei Zündsysteme(rechte und linke Zylinderbank) und auch
zwei Ölpumpen(vorderer und hinterer Block). Die Zündreihenfolge lautet 1, 7, 5, 11, 3, 9, 6, 12, 2, 8, 4, 10. Der raue Motorlauf entsteht durch ungünstige Kurbelwellenwinkel.
Bei einem ersten Test auf einem Leistungsprüfstand brachte es der Eigenbau-V12 auf
706 PS und ein Drehmoment von 780 Newtonmetern. Jan Baker fehlt jetzt nur noch das passende Auto zu seinem Ford-V12. Laut der US-Motoren-Website „Enginelabs.com“ will Baker den Motor in
ein Custom-Kit-Careinbauen – wahrscheinlich im Look eines Ford GT40.
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https://www.youtube.com/watch?v=YAfoe5ncm9M[/videotag]
39 Antworten
Zitat:
@BirgerS schrieb am 1. Juni 2015 um 15:51:37 Uhr:
Also hat er quasi nen V16 gebaut, wovon er 4 Zylinder abgeschaltet hat? Bescheuert...
Abgeschnitten, nicht geschaltet.
Ford wurde bis ins kleinste Detail kopiert: Der V12 im V12 Vanquish bestand aus zwei 3.0 V6 Duratec. Der Motor wird selbst im aktuellen Vanquish verbaut.
Und genau deshalb ist die Überschrift einfach nur Schrott!
Ford baut V12 Motoren, im Kölner Werk und das, wie von Nebelluchte beschrieben für Aston Martin.
Denn egal ob DB9, V12 Vantage, Vanquish oder Rapide S - der AM29 ist ein, aus 2 Ford Duratec V6 zusammengesetzter V12. Und was für einer
https://...tin.blob.core.windows.net/.../rapideengine.jpg
(n.m.E. ist er auch "schöner" als der o.g.)
---
Hoffen wir, dass uns der AM29 noch eine Weile erhalten bleibt, denn die AMG Kooperation lässt nichts Gutes erahnen.
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Zitat:
@martins42 schrieb am 1. Juni 2015 um 16:16:34 Uhr:
Zitat:
@BirgerS schrieb am 1. Juni 2015 um 15:51:37 Uhr:
Also hat er quasi nen V16 gebaut, wovon er 4 Zylinder abgeschaltet hat? Bescheuert...
Abgeschnitten, nicht geschaltet.
Aja, wie auch immer... warum nimmt man nicht gleich zwei V6?
Gab es technische Zwänge für die eher ungünstige Zündfolge? Ist ja wenig sinnvoll einen V12 zu bauen, wenn er dann rauer als ein V8 läuft.
Zitat:
@BirgerS schrieb am 1. Juni 2015 um 16:50:29 Uhr:
Zitat:
@martins42 schrieb am 1. Juni 2015 um 16:16:34 Uhr:
Abgeschnitten, nicht geschaltet.
Aja, wie auch immer... warum nimmt man nicht gleich zwei V6?
Wär zu einfach

Einfach Schrott. Hört sich an wie ne rüttelplatte.
Bestimmt unter 4000 nicht fahrbar und welches Getriebe hält die unwucht aus?
Einfach nur zusammen gebratener Dreck.
Selbst wenn der je in irgend was fahrbahres kommt jeder v8 ist schneller.
Zitat:
@Peugeot106xsi schrieb am 1. Juni 2015 um 17:30:15 Uhr:
Einfach Schrott. Hört sich an wie ne rüttelplatte.
Bestimmt unter 4000 nicht fahrbar und welches Getriebe hält die unwucht aus?
Einfach nur zusammen gebratener Dreck.
Selbst wenn der je in irgend was fahrbahres kommt jeder v8 ist schneller.
*Zustimm*
Leerlauf wie'n Lanz Bulldog. Schön ist was anderes.
Zitat:
@Beule92 schrieb am 1. Juni 2015 um 18:05:30 Uhr:
Hachja, man merkt direkt in welchem Land wir leben ?
Besonders sinnvoll erscheint es mir auch nicht, aus zwei V8 einen V12 zu machen.
Ich würde vermuten, er hat die Motoren rumliegen gehabt oder günstig bekommen, so verrostet wie das Rohmaterial ausgesehen hat. Oder er hat einfach nur Spaß zu sehen, was geht.
Der Haufen Volltrottel-Experten (eh nicht alle ), der hier schreibt, scheint mit seinen Leben ziemlich unzufrieden zu sein.
Esst mal nen Apfel, schlaft mit 'ner Frau, was weiß ich...
Man merkt wirklich das man in Deutschland ist....
Jungs wenn ihr so schlau seid setzt euch hin und macht es besser. Hält euch keiner auf.
Zitat:
@Goify schrieb am 1. Juni 2015 um 17:17:56 Uhr:
Gab es technische Zwänge für die eher ungünstige Zündfolge? Ist ja wenig sinnvoll einen V12 zu bauen, wenn er dann rauer als ein V8 läuft.
Warum soll die Zündfolge ungünstig sein?
Die Zündfolge als solche passt (für einen 60° V12), der Zylinderbankwinkel ist wahrscheinlich aber 90° (und nicht 60° oder 180°), sodass die Zündabstände zwischen den beiden Zylinderbänken nicht gleichmäßig sind (d.h. 30°-90°-30°-90°-...)