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Bj. 97 mit wenig KM für Langstrecke kaufen?

Mercedes C-Klasse W202
Themenstarteram 14. April 2021 um 0:44

Hallo zusammen,

ich benötige ein neues Auto um zur Arbeit zu kommen. Mein Mazda 6 hat sich bei 190.000 KM leider verabschiedet.

Nun würde ich mir gerne ein alten, zuverlässigen Mercedes zulegen. Ich fahre fast täglich knapp 140 KM.

Bei der Suche bin ich auf einen C200 BJ 1997 mit Gasanlage aufmerksam geworden. Wie sinnvoll ist es sich ein 27 Jahre altes Auto für die Langstrecke zu holen? Der Mercedes hat in dieser Zeit nur 80.000 KM absolviert.

https://suchen.mobile.de/.../details.html?action=parkItem&id=319378966

Sollte ich mir lieber einen nicht ganz so alten mit mehr KM zulegen? Mein Budget liegt bei ca. 4000€.

Danke vorab für Eure Einschätzungen.

LG!

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7 Antworten

Wenn Du jeden Tag soviel fahren musst, sollte aber noch genug Spielraum für ewaige Reparaturen zur Verfügung stehen und nicht das komplette Budget in der Anschaffung versinken.

Bei 140km täglich sollte man auch eventuell über nen Wohnortwechsel nachdenken. Ist ja ein nicht unerheblicher Zeitraum, den man auf der Straße zu ringt.

Auch die Fahrwerksteile, sind trotz geringer LL so alt wie das Fahrzeug.

Wenn es nur ums Km-Schruppen geht, würde ich mir ein günstigeres Fahrzeug mit möglichst gutem Pflegezustand suchen, wo ich weiß, dass vieles schon erneuert wurde, oder ein günstiges Fahrzeug kaufen und gängige Verschleißteile pauschal tauschen, um ein möglichst zuverlässiges Fahrzeug zu haben.

Gerade so alte Autos sind technisch nicht so aufwendig, wie moderne, bieten schon halbwegs Sicherheitsausstattung und sind bei guter Wartung und Pflege rein technisch eweig haltbar.

So ein M111 ist da grundsätzlich ein guter Kandidat.

Gruß

Jürgen

Prinzipiell wird der das schon abkönnen, die Technik an sich ist solide.

Hauptprobleme sind Rost und schön langsam auch das Alter. Denn Gummi wird auch mit wenigen km nicht besser, was alle Dichtungen betrifft, sowohl an Karosserie als auch Motor. Auch Kunststoffe härten aus, also der Motorkabelbaum muss auf jeden Fall angeschaut werden. Das sind Dinge, wo der Kilometerstand vergleichsweise unerheblich ist. Nachteilig ist sogar: wenn das Fahrzeug wenig gefahren wurde, weiß man eigentlich noch gar nicht, ob das nun ein mehr oder weniger rostanfälliger 202 ist... die Faustregel, dass diejenigen, die es bisher gut überlebt haben, auch so bleiben, gilt halt nur, wenn sie auch dem Winterdreck ausgesetzt waren. Sonst weiß man's nicht recht.

Wenn du nur ein Verbrauchsauto suchst, ist das wahrscheinlich unerheblich und bis sich der Rost voll zeigt, dürfte der Wagen schon sein Geld wert gewesen sein - aber man sollte es im Hinterkopf halten. (Gut ist immerhin, dass der Rost selten tragende Teile betrifft; wechsle dazu aber die Räder nicht mit dem mitgelieferten Heber.)

 

Und jetzt zum Angebot:

- wie passen 78.000km und eine Gasanlage/ein nachgerüstetes Naviradio zusammen? Da muss doch einer dasselbe vorgehabt haben wie du und dann doch nicht mehr... (oder es wurde am Tacho gedreht)

- wenn ein defektes Klimadisplay und ein fehlender Stern "Top Zustand" sind, was gibt's dann noch an Kleinigkeiten?

- gab es schon einen Getriebeölwechsel? (bei Mercedes-Wartung wäre der nach den ersten 60.000km gemacht worden, zumindest wenn dieser Stand nach ~2004 erreicht wurde)

Ein bisschen seltsam ist das mit der Gasanlage schon; wenn man überlegt, dass ein relativ einwandfreier 202, der optisch ähnlich dasteht, schon ohne in der selben Preislage rangiert. Und die Nachrüstung allein kostet ja nochmals vierstellig. Ich weiß nicht was ich davon halten soll.

Ich hab' voriges Jahr einen C220D aus erster Hand erhalten.

Hatte zu dem Zeitpunkt 105.000 gelaufen, war 2x im Jahr bei Mercedes.

Top gepflegt, wie aussem Laden - obenrum.

Untenrum war alles neu zu machen, was man neu machen konnte, weil alles weit über 20 Jahre alt war, und dementsprechend Schrott.

 

Rost war auch nicht unerheblich, obwohl man von oben NICHTS sah'.

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+2
Themenstarteram 16. April 2021 um 20:16

Vielen Dank für alle Antworten!

Die Entscheidung zum Fahrzeug oben wurde mir leider abgenommen, da er bereits verkauft wurde.

Aktuell habe ich zwei weitere "Favoriten", diesen schaue ich mir morgen an:

https://suchen.mobile.de/.../details.html?action=parkItem&id=322018310

leider keine Klima..

Der zweite ist dieser, wobei ich mir mit der Folierung & Rost sehr unsicher bin..

https://suchen.mobile.de/.../details.html?action=parkItem&id=316828069

Was sind Eure Meinungen zu den beiden?

Ich finde beide zu teuer, besonders ersteren. Auf jeden Fall einen scharfen Blick unter die Fahrzeuge werfen, wie sehen Schweller, Querlenker, Federn, Hinterachse usw. aus.

Rückblickend hat bzw. hätte es sich bei mir bewährt,

  • beim TÜV einen Gebrauchtwagencheck für 29,- machen zu lassen (was ich gemacht habe und was sich gelohnt hat)
  • zu diesem Termin zusätzlich jemanden mitzunehmen, der die betreffende Wagen-Baureihe aus eigener Schraubererfahrung gut kennt (was ich aus Unwissenheit da noch nicht gemacht habe ;) ).

Bei diesen alten Kisten (in meinem Fall war es ein S210) gibt es fiese Ecken, die heute nach meinem Eindruck nicht mehr alle TÜV-Prüfer genau kennen. Zum Beispiel unterrosteten UBS an den Hinterachsaufnahmen.

Deshalb sollte man auch einen Crack mitnehmen. Der kann parallel den Wagen in aller Ruhe begucken und ggf. auch Fragen stellen, während er (der Wagen, nicht der Crack ;) ) beim TÜV auf der Bühne schwebt.

Michael

Nummer eins streich gleich wieder. 4000 Flocken für einen 220 Diesel mit dem Dauerärgernis Lucas-Einspritzpumpe, und ohne Klima? Da lach ich mich ja schlapp. Euro 4 hat der auch im Leben nicht (grünen Punkt vielleicht, das ist 'ne andere Story). In der Preislage gibt's ja schon 190er-Diesel inklusive H-Kennzeichen.

Beim zweiten hat sich irgendein Halbstarker dran versucht, aus einem Opabenz eine Tuningschüssel zu machen - Felgen, Federn, Radio (oder soll ich "mobiles Discolicht" sagen) sind hier eindeutig als wertmindernd zu betrachten und gehören nach Kauf sofort raus. Und womit wird denn die Folierung begründet? Denn das vermindert zwar einerseits Reibung und Steinschläge, fördert andererseits bei weniger guter Ausführung Feuchtbiotope und Rost unter der Folie. Da hilft nur Abtasten, und auch mal eine Schutzleiste abnehmen (die am hinteren Radlauf ist nicht geschraubt).

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