Seat Leon Cup Racer: Erste Bilder

330 PS in einem Seat

Constantin Bergander

verfasst am Tue May 07 16:51:00 CEST 2013

Der breiteste Leon am Wörthersee kommt von Seat selbst: Die Spanier stellen die Cup-Version des Kompakten beim GTI-Treffen in Reifnitz vor. Der Renn-Leon soll 2014 starten.

Seat Leon Cup Racer: Der Sportler leistet 330 PS und kostet mindestens 83.300 Euro (inklusive MwSt)
Quelle: Seat

Reifnitz – Dieser Leon fällt selbst in der inoffiziellen Tuning-Hauptstadt Reifnitz auf: Seat zeigt beim 32. GTI-Treffen am Wörthersee die Cup-Version der spanischen Kompakt-Klasse. Der Prototyp gewährt einen Ausblick auf Seats nächsten Kundensport-Renner, der nächstes Jahr startet.

Spoiler, Diffusor, Seitenschweller und ausgestellte Kotflügel: Der Cup-Leon hat wenig mit seinem zivilen Bruder gemeinsam
Quelle: Seat

Der teuerste und breiteste Leon

In der Basisversion kostet der Cup Racer 83.300 Euro. Der Innenraum bietet das Nötigste für die Rennstrecke: Sicherheitszelle, Sportsitz, abgespecktes Armaturenbrett, Rennlenkrad und ein zentrales TFT-Display als Instrumenten-Ersatz. Karbontafeln verkleiden Türen, Teppiche und Dämmstoffe spart Seat für ein besseres Leistungsgewicht.

Der Sportler basiert auf der Viertürer-Karosserie. Für den Renneinsatz wurde die Spur um 40 Zentimeter verbreitert und die Kotflügel angepasst. Ein umfangreiches Aerodynamik-Paket mit Spoiler, Diffusor und Seitenschwellern sorgt für Abtrieb.

Seriennahe Technik für die Rennstrecke

Im Innenraum nur das Nötigste: leichte Karbonteile, eine Sicherheitszelle und ein Sportsitz
Quelle: Seat
Unter der Haube geht es erstaunlich seriennah zur Sache: Die Wahl fiel auf einen 2,0-Liter Turbo-Benziner mit Sechsgang-Direktschaltgetriebe und elektronischer Differentialsperre. Der Motor treibt in seiner Straßenversion bereits Golf GTI (220 bzw. 230 PS) und Audi S3 (300 PS) an, im Cup-Leon leistet er 330 PS und 350 Newtonmeter. Genaue Fahrleistungen behält Seat vorerst für sich.

Je nach Getriebeübersetzung könnte der Kompakte über 270 km/h fahren. Bei nur 1.120 Kilogramm Leergewicht dürfte die Beschleunigung von 0 auf Tempo 100 kaum länger als fünf Sekunden dauern.

Für Langstreckenrennen bietet Seat den Renn-Leon mit einem sequentiellen Renngetriebe und mechanischer Differentialsperre an. Diese Option kostet fast 30.000 Euro Aufpreis. Eine günstigere Tourenwagen-Version mit 1,6-Liter-Turbobenziner ist in Planung.

Leon Cup Racer: Ausblick auf den Leon Cupra

200 PS stark und 37.500 Euro teuer: Seat Ibiza SC Trophy.
Quelle: Seat
Trotz Breitbau und Rennsport-Teilen gewährt der Cup-Leon einen Ausblick auf den nächsten Leon Cupra. Der Vorgänger war als "Cupra 310 Limited Edition" bereits bis zu 310 PS stark - das könnte die aktuelle Baureihe überbieten. Bisher ist der Audi S3 der stärkste Kompakte des VW-Konzerns.

Schon fertig: Seat Ibiza SC Trophy

Zusätzlich zum Leon Cup Racer zeigt Seat die Rennversion des Ibiza. Der Kleinwagen kostet mit einem 200 PS starken 1,4-Liter-Turbobenziner knapp 37.500 Euro. Unter dem Namen Ibica SC Trophy fährt er vor allem in den Markenpokalen in Spanien und Italien.

Der Prototyp soll einen Vorgeschmack auf den fertigen Renner geben. Der startet 2014.
Quelle: Seat
Spoiler, Diffusor, Seitenschweller und ausgestellte Kotflügel: Der Cup-Leon hat wenig mit seinem zivilen Bruder gemeinsam
Quelle: Seat
Der Cup-Leon basiert auf dem Fünftürer. Der bietet einen längeren Radstand als die dreitürige Version.
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So wenig Bodenfreiheit ist in Österreich tabu. Der Cup-Leon fährt aber ohnehin nur auf Rennstrecken.
Quelle: So wenig Bodenfreiheit ist in Österreich
Die Rückleuchten des Cup-Leon stammen vom Serienmodell
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Im Innenraum nur das Nötigste: leichte Karbonteile, eine Sicherheitszelle und ein Sportsitz
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Die Form des Cockpits erinnert an den Serien-Leon. Mehr ist vom Original nicht übrig.
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200 PS stark und 37.500 Euro teuer: Seat Ibiza SC Trophy.
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Quelle: MOTOR-TALK