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Toyota startet erneut Massenrückruf - Wenn Rückrufe in die Millionen gehen

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Zahlreiche Millionen-Rückrufe haben dunkle Flecken auf dem weißen Blech von Toyota hinterlassen. Jetzt folgt der nächste. Immerhin ist Toyota damit nicht allein.

Toyota, Ford, Hyundai und Jeep - sie alle haben schon millionenfach ihre Autos zurückrufen müssen Toyota, Ford, Hyundai und Jeep - sie alle haben schon millionenfach ihre Autos zurückrufen müssen Quelle: diephosi - istockphoto.com

Köln - Der japanische Autoriese Toyota ruft fast 900.000 Autos wegen möglicher Sicherheitsprobleme in die Werkstätten. Weltweit geht es um 885.000 Fahrzeuge. Deutsche Kunden sind laut Toyota nicht betroffen. Doch allein in den USA soll an rund 803.000 Fahrzeugen nachgearbeitet werden. Es geht um die Modelle Camry, Camry Hybrid, Avalon, Avalon Hybrid, und Venza aus dem Modelljahr 2012/13.

Der neuste Rückruf: Der Toyota Venza muss wegen Problemen mit der Klimaanlage überarbeitet werden Der neuste Rückruf: Der Toyota Venza muss wegen Problemen mit der Klimaanlage überarbeitet werden Quelle: dpa/Picture Alliance Der Grund für diesen freiwilligen Rückruf ist die Klimaanlage. Aus ihr könne Wasser auf Airbag-Kontrollmodule sickern. "Unter besonderen Umständen könnten die Airbags deaktiviert oder ausgelöst werden", heißt es in einer Mitteilung. In einigen Fällen könne die Servolenkung ausfallen. Das Problem soll mit einem Dichtungsmittel und einer zusätzlichen Abdeckung gelöst werden.

Toyota millionenfach

In den vergangenen Jahren hat Toyota mit einigen Massenrückrufen Schlagzeilen gemacht.

  • 2010 musste Toyota mehr als acht Millionen Autos zurückrufen, nachdem Fahrer über klemmende Gaspedale und rutschende Fußmatten als Grund für Unfälle berichtetet hatten. Auch wenn sich später viele dieser Unfälle als Fehler der Fahrer herausstellten, war der Imageschaden riesig. Die Verkäufe brachen ein.
  • Im Oktober 2010 sind es Probleme mit der Bremsanlage und der Benzinpumpe, die einen Massenrückruf auslösen. Weltweit sind rund 1,53 Millionen Autos betroffen.
  • Februar 2011: Toyota rief knapp 2,4 Millionen Modelle zurück. Der Grund: Probleme mit der Fußraumverkleidung und wieder mit den Fußmatten. Eine fehlerhafte Befestigung könnte die Freigängigkeit des Gaspedals stören.
  • Im Oktober 2012 ruft Toyota wegen eines schadhaften Schalters weltweit 7,43 Millionen Fahrzeuge zurück. In Deutschland sind davon 136.375 Autos betroffen.
  • Im November 2012 besserte Toyota an den Lenksäulen und Wasserpumpen von weltweit mehr als 2,7 Millionen Fahrzeugen nach.
  • Im Januar 2013 musste Toyota 1,3 Millionen Autos wegen eines defekten Steuergerätes in die Werkstätten schicken, weil ein unkontrolliertes Auslösen der Airbags drohte. Gleichzeitig riefen die Japaner 385.000 Fahrzeuge der Luxus-Tochter Lexus wegen möglicher Probleme mit den Scheibenwischern zurück.

Die Massenrückrufe der anderen

Nicht nur Toyota musste in den vergangenen Jahren mehrere Millionen Autos auf einmal überarbeiten. Allein in diesem Jahr starteten Hyundai/Kia und Jeep einen Massenrückruf. Ford kämpfte zehn Jahre lang mit einem defekten Schalter.

  • Im April dieses Jahres haben Hyundai und Kia rund 1,9 Millionen Autos in die Werkstätten beordert. Betroffen waren 13 Modelle aus den Baujahren 2007 bis 2013, von denen die meisten Probleme mit einem elektrischen Schalter hatten.
  • Im Juni rief Jeep unter Druck der US-Verkehrsbehörde NHTSA rund 2,7 Millionen ältere Grand Cherokee und Liberty zurück. Die Beamten fürchteten, dass der Tank bersten und ein Feuer entstehen könnte, wenn die Geländewagen von hinten gerammt werden.
  • Zehn Jahre lang beschäftigte ein defekter Tempomat-Schalter den Autobauer Ford. Weil der Regler im schlimmsten Fall Feuer auslösen könnte, musste Ford von 1999 bis 2009 insgesamt 16 Millionen Fahrzeuge zurückrufen.

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