Als ob der Volkswagen-Konzern noch nicht unübersichtlich genug wäre: Ducati steht schon länger auf Piëchs Plan, Audi ist kurz vor der Unterschrift. Die Ergebnisse der Buchprüfung seien positiv ausgefallen. Lediglich einige Gebäude seien noch zu bewerten – eine Lappalie. Der Kaufpreis für „La Rossa“ soll zwischen 870 und 875 Millionen Euro liegen, 200 Millionen Euro Schulden gibt es dazu. Eine offizielle Bestätigung über den Abschluss ist noch nicht erfolgt, seitens Audi äußerte man sich aber in höchsten Tönen über Ducati: Der Motorradhersteller aus Bologna sei eine „sehr schöne Marke“ und technisch derzeit „state of the art“. Neue Möglichkeiten für Audi Die 1926 gegründete italienische Traditionsmarke ist bereits an Wechsel gewöhnt. Seit den 1980er Jahren ist die Übernahme durch Audi der inzwischen vierte Besitzerwechsel, momentan gehört das Unternehmen der Beteiligungsfirma Investindustrial. Der letzte Kaufpreis betrug vergleichsweise geringe 300 Millionen Euro, Ducati schrieb damals aber dunkelrote Zahlen. Durch umfangreiche Maßnahmen gelang es Investindustrial-Chef Andrea Bonomi die Kosten zu reduzieren und gleichzeitig zu expandieren, mittlerweile gibt es Werke in Thailand und Brasilien. Ducati profitierte und konnte letztes Jahr das beste Ergebnis der Firmengeschichte vorweisen. (tk) Quelle: MOTOR-TALK |
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