Die Autobranche versammelt sich in New York, doch Kia denkt an die Seoul Motor Show. Dort zeigen die Koreaner ein Coupé, scharf wie ein Mustang – aber ohne Serienzukunft.
Frankfurt – Wer dieses Auto sieht, kann sich nicht vorstellen mit welchen Worten der Hersteller es anpreist: Das „beruhigende“ Cockpit des Kia Novo Konzept sperrt „die Hektik und die Belastungen des Alltags“ aus, sagt Kia. Dabei sieht das Fastback Coupé aus, wie der koreanische Cousin von Ford Mustang und BMW M3: wenig entspannend, dafür schnell und sportlich. Unter der vom Kia-Designzentrum in Namyang kreierten Karosse steckt die angepasste Plattform des Kia Cerato. Ein Kompaktmodell, das Kia bei uns nur bis 2008 verkaufte, aber in anderen Ländern noch heute anbietet. Als Antrieb dient ein 1,6-Liter-Turbo-Vierzylinder mit rund 200 PS. Seine Leistung gelangt über ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe an die Vorderräder. Der Sound ertönt aus breiten, dreieckigen Auspuffrohren. Es ist zwar nicht bekannt, dass Kia in naher Zukunft unter die Reifenhersteller gehen will, dennoch zeigen die Koreaner auch beim Gummi Innovation: die Reifen der Studie haben ein besonderes Profil. In der Mitte der Lauffläche befindet sich eine Aushöhlung. Bei Trockenheit werden die Reifen dadurch gekühlt (sagt Kia!), bei Nässe führen sie Wasser besser ab. Weil weniger Gummi auf der Straße aufliegt, reduziert sich in jedem Fall der Rollwiderstand. Eine Serienfertigung der Reifen oder der Studie ist derzeit leider nicht geplant. Einige Designelemente könnten es laut Kia aber in die nächsten Kompaktklasse-Modelle der Marke schaffen. Präsentiert wird der Novo auf der Seoul Motor Show (2. bis 12. April 2015). |
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