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VW-Aufsichtsrat Pötsch zahlte halbe Million für Firmenjet-Nutzung - Rückzahlung für Privatflüge

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VW-Manager haben bis 2014 Firmenjets für Privatflüge genutzt. Das ist bekannt. Nun berichtet eine Zeitung: Hans Dieter Pötsch zahlte dafür 531.310 Euro an VW zurück.

Ein Dassault-Jet der VW-eigenen Flotte auf dem Flughafen Braunschweig, Foto von 2015 Ein Dassault-Jet der VW-eigenen Flotte auf dem Flughafen Braunschweig, Foto von 2015 Quelle: dpa/Picture Alliance

Wolfsburg - VW-Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch hat vor drei Jahren nachträglich etwas mehr als eine halbe Million Euro für Privatflüge mit Firmenjets an den Konzern gezahlt. Für die Jahre 2010 bis 2013 habe er 531.310 Euro gezahlt, berichtete die "Bild am Sonntag".

Pötsch hatte als damaliger Finanzchef, wie mehrere andere VW-Manager auch, die Flugbereitschaft des Konzerns auch für private Flüge genutzt. Die Zeitung hat in der Vergangenheit bereits mehrfach über die Flüge und die Rückzahlungen von Vorständen berichtet - neu ist jetzt die konkrete Summe, die Pötsch zurückgezahlt hat.

VW hat 2014 seine Regeln für Nebenleistungen verschärft. Mehrere Vorstände haben daraufhin auch für frühere Jahre Geld für Privatflüge mit Firmenfliegern zurückgezahlt. Laut "Bild am Sonntag" hat der damalige Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch darauf gedrängt.

Zu den konkreten Rückzahlungssummen wollte sich Volkswagen nicht äußern. Der VW-Konzern teilte mit, die Nebenleistungen seien entsprechend dem damals gültigen Nebenleistungskatalog in Anspruch genommen und nach den geltenden Vorschriften korrekt behandelt worden. VW hatte vor drei Wochen bereits entsprechend zu einem ähnlichen Bericht Stellung genommen.

Weiterlesen: Hintergründe zur VW-Flugzeugflotte

 

Quelle: dpa

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