Zwei Dutzend Menschen wollten sich am Samstag in Leipzig nackt oder leicht bekleidet aufs Fahrrad schwingen - doch die Stadt hat das Nacktradeln verboten.
Leipzig - Das Ordnungsamt in Leipzig habe die geplante Nacktradel-Veranstaltung aus Sorge um die öffentliche Ordnung und Sicherheit untersagt, sagte Organisatorin Salome Krug am Freitag. Das Verwaltungsgericht lehnte einen Eilantrag gegen das Verbot ab, wie dessen Sprecherin Susanne Eichhorn-Gast sagte. Auch die Richter stuften das Nacktradeln als grob ungehörig ein. "Der Weltnacktradeltag wird seit Jahren in vielen Städten aus dem Untergrund heraus unangemeldet veranstaltet", sagte Krug. "Ich wollte nun den anderen Weg gehen und der Anmeldepflicht nachkommen." Das daraus entstandene Verbot sei "drastisch", meinte sie: "Damit hat das Nacktradeln einen schweren Rückschlag erlitten." Krug bezeichnete die Aktion als politisch: "Es ist hauptsächlich eine Protestfahrt gegen den motorisierten Straßenverkehr." Die Nacktheit der Radler sei lediglich ein "Teilaspekt". |
dpanews