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Drag-Rennen: Trabant 601 gegen Nissan GT-R - Pappe gegen Power

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Wer Trabant fährt, erlebt die Magie der Entschleunigung. Es sei denn, man heißt René Below. Dem gehört eine Rennpappe, die schneller beschleunigt als ein Nissan GT-R.

Pappe gegen GT-R: Die beiden Renner starten in der höchsten Viertelmeilen-Klasse Pappe gegen GT-R: Die beiden Renner starten in der höchsten Viertelmeilen-Klasse Quelle: Youtube

Werneuchen – Zugegeben: Dieses Video ist kein Maßstab und alt ist es obendrein. Denn das Rennen, dass es dokumentiert, hat schon vor zwei Jahren stattgefunden. Trotzdem wollen wir es Euch nicht vorenthalten, denn so etwas sieht man selten: Beim „Race @ Airport“ im brandenburgischen Werneuchen kam es 2012 zu einem besonders ungewöhnlichen Rennen.

Pappe und Godzilla auf dem Dragstrip

Auf dem stillgelegten Flughafen nordöstlich von Berlin rollen zwei Autos an den Start, die man nur selten sieht. Auf der linken Spur wartet ein Nissan GT-R auf grünes Licht. Sein Sechszylinder mit zwei Turboladern leistet 580 PS. Rechts hinter ihm wärmt sein Gegner die Gummis auf: Ein Trabant 601.

Der fährt natürlich nicht mit 26 serienmäßigen Zweitakt-PS. Um aus der „Pappe“ einen konkurrenzfähigen Viertelmeilen-Renner zu bauen, hat Besitzer René Below auf relativ moderne Technik zurückgegriffen: Statt des Originalmotors auf der Vorderachse ackert ein Sechszylinder aus dem Golf 3 auf einem Hilfsrahmen im Heck des Trabi. Mittels Turbolader steigt die Leistung des 2,8-Liter-Motors von 174 auf ungefähr 450 PS. Below hat die Verdichtung des Motors mit einer Zwischenplatte reduziert und verwendet verstärkte Pleuellager. Alles andere ist serienmäßig.

Breitreifen und Wheeliebars

Fairerweise erwähnen wir, dass ein Nissan GT-R auf der Viertelmeile eigentlich schneller fährt als im Video. Doch der Fahrer fühlte sich vom Papp-Renner offenbar so unter Druck, dass er sich verschaltete. Die Leistung des Sachsenring-VW-Zwitters mindert das in keiner Weise. Der fuhr ein Jahr später die 402 Meter in Werneuchen in 10,9 Sekunden. Ganz so schnell war er im Video nicht – für den Nissan reichte es aber:

 

Quelle: MOTOR-TALK

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Ford
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