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Mercedes C 63 AMG Coupé: Die schwarze Serie

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In der E-Klasse gerade abgeschafft, verpflanzt AMG den dicken 6,3 Liter V8 jetzt in die C-Klasse. Am Wochenende hatte das C 63 AMG Coupé Black Series Premiere.

Dicke Doppelender am C 63 AMG Coupé Dicke Doppelender am C 63 AMG Coupé Der Nürburgring als Kulisse des GP von Deutschland war ein würdiger Rahmen für die Vorstellung der neuesten AMG-Kreation für die C-Klasse. Black Series, das steht bei AMG für kleine, feine Serien mit dicken, fetten Motoren. Der Vorgänger aus der schwarzen Serie, der im Juli 2008 präsentierte SL 65 AMG Black Series, kam mit 6,0-Liter-V12-Biturbomotor mit einer Höchstleistung von 670 PS daher. Mit dem C-Klasse Coupé geht das Unterfangen jetzt in die nächste Runde. Der 6,3 Liter V8 leistet im C 63 AMG Coupé Black Series 517 PS bei 6800/min und liefert ein maximales Drehmoment von 620 Nm bei 5200/min. Die Beschleunigung auf 100 km/h gibt Mercedes-Benz mit 4,2 Sekunden an, den Verbrauch mit 12,2 l/100 km.

Dicker Sauger für die Rennstrecke

Damit steckt unter der Haube nicht der stärkste M156 Sauger aller Zeiten, den gab es z.B. im letzten E 63 mit 525 PS. Aber für die C-Klasse wurde der Motor trotzdem speziell angepasst, u.a. mit Schmiedekolben, Pleueln und der Leichtbau-Kurbelwelle aus dem SLS AMG. Neben der reinen Leistung und dem satten Durchzug verspricht AMG auch optimalen Sound mittels einer typischen AMG Sport-Abgasanlage. Geschaltet wird mit dem AMG Speedshift MCT Siebengang-Getriebe. Vier Fahrprogramme, die Zwischengasfunktion sowie Race Start laden zusätzlich zum Spielen ein. Ausdrücklich wünscht sich AMG das C 63 AMG Coupé auch auf die Rennstrecke.

ESP: Ein bisschen An

Da darf natürlich auch ein ordentliches Gewinde-Sportfahrwerk nicht fehlen, genauso wenig wie ein Hinterachs-Sperrdifferenzial. Um die Leistung auf die Straße zu bekommen, war allerdings auch eine Neuabstimmung des ABS Systems nötig, auch eine vergrößerte Bremsanlage mit Sechs-Kolben-Festsätteln vorn und Vier-Kolben-Festsätteln hinten kommt zum Einsatz. Das ESP kann dreistufig gefahren werden, wobei es neben An und Aus mit dem „Sport Handling Mode “ noch eine „ein bisschen An“ Stellung gibt. Kurz und gut, auf der Landstraße dürfte diesem Auto schnell langweilig werden. Mercedes sagt es durch die Blume: „Der C 63 AMG Coupé Black Series ist wie geschaffen für ambitionierte Runden auf einer abgesperrten Rennstrecke.“

Design: Breite Backen

Optisch soll das C 63 AMG Coupé Black Series Erinnerungen an den Kundensportwagen SLS AMG GT3 wecken. Breite Schürzen und Schweller sowie ausgestellte Radhäuser (nebst breiterer Spur) und eine speziell designte Aluminium-Motorhaube mit zwei Lufteinlässen lassen denn auch wenig Zweifel an sportlichen Charakter des Fahrzeugs. 6.3 Logos dürfen auch nicht fehlen, dieser AMG will zeigen, was er hat. Selbstbewusst auch die Bereifung: Das C-Klasse Coupé steht auf 255/35 R 19 und 285/30 R 19.

Spartanisch-sportlicher Innenraum Spartanisch-sportlicher Innenraum Spartanisch-sportlicher Innenraum

Im Innenraum geht es schlicht und funktional zu. Es dominieren die Farben schwarz/grau mit roten Akzenten. Der Blick in den Fond offenbart gähnende Leere: Als Viersitzer wird das C 63 AMG Coupé Black Series nur auf Wunsch geliefert, Gewichtsoptimierung ist eben alles. Vorn sorgen zwei Sportschalensitze für den richtigen Seitenhalt.

Das Armaturenbrett fällt auf den ersten Blick nicht groß aus dem (Serien-) Rahmen, ein Back Series Logo sowie Schaltpaddel aus Aluminium und Fußpedale aus Edelstahl, gebürstet zeigen aber, was Sache ist. Serienmäßig integriert ist ein dreidimensionales TFT-Farbdisplay. Die Sicherheitsausstattung bietet u.a. Fahrlicht-Assistent, Reifendruckverlust-Warnung und Tempomat.

Auslieferung ab 2012

Mit zwei Paketen kann der Kunde die Renntauglichkeit des C 63 Coupés noch steigern: Ein AMG „Track Package“ bietet speziell angepasste Sportreifen von Dunlop mit laut Mercedes deutlich mehr Grip sowie eine aktive Hinterachsgetriebekühlung. Daneben bietet AMG noch ein Aerodynamik-Paket an. Ausgeliefert wird das Mercedes C 63 AMG Coupé Black Series ab Januar 2012 zu einem Preis ab 115.430 Euro.

(bs)

 

Quelle: MOTOR-TALK

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