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Detroit Auto Show 2019 ohne Mercedes - Keine Sterne mehr in Motor City

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Mercedes ist nicht mehr "big in Detroit City": 2019 werden die Schwaben erstmals nach vielen Jahren auf die wichtigste US-Messe verzichten. Trotz langer, enger Verbindung.

Das wird es so 2019 nicht geben: Daimler-Chef Dieter Zetsche stellt auf der NAIAS 2018 in Detroit mit Stargast Arnold Schwarzenegger die neue G-Klasse vor Das wird es so 2019 nicht geben: Daimler-Chef Dieter Zetsche stellt auf der NAIAS 2018 in Detroit mit Stargast Arnold Schwarzenegger die neue G-Klasse vor Quelle: dpa/Picture Alliance

Stuttgart - Mal was Neues probieren, das hat Daimlers Kernmarke Mercedes-Benz im Jahr 2019 vor. Mercedes wird nicht auf der "North American International Auto Show" (NAIAS) ausstellen. Über die prominente Absage berichtete zuerst "Automotive News". Die US-amerikanische Automobil-Leitmesse in Detroit läutet für den US-Teil der Autobranche traditionell das Autojahr ein.

Bisher galt dies auch für Mercedes. Dem ehemaligen Chrysler-Manager Dieter Zetsche wird eine enge Bindung zur "Motor City" Detroit nachgesagt. Mercedes und Detroit, so schien es in den vergangenen Jahren, das geht nur zusammen. Mindestens eine wichtige Premiere sparte sich Mercedes in jedem Jahr für die NAIAS auf.

Beispiele? 2018 präsentierten die Schwaben in Detroit die neue G-Klasse, 2017 stand das E-Klasse-Coupé im Mittelpunkt. Die aktuelle E-Klasse debütierte 2016 in Detroit, 2015 standen das GLE Coupé und die Wiedergeburt der Maybach-Linie zuerst am Detroit River. So geht es weiter: 2014 zeigte Daimler dort zuerst die Mercedes C-Klasse, 2013 den neuen CLA und eine umfassend überarbeitete E-Klasse, 2012 einen brandneuen Mercedes SL.

Daimler sucht neue Formate

Die wichtigen Premieren hob sich Mercedes gern für Detroit auf - wie das Debüt der  aktuellen E-Klasse im Januar 2016 Die wichtigen Premieren hob sich Mercedes gern für Detroit auf - wie das Debüt der aktuellen E-Klasse im Januar 2016 Quelle: dpa/Picture Alliance

Da klingt vergleichsweise kühl, was Mercedes nun über die NAIAS zu sagen hat. 2019 werde es dort "keine formale Präsenz" geben. Man werde über die künftige Teilnahme an Auto Shows "von Fall zu Fall" entscheiden. Dabei spiele der Kalender geplanter Neuvorstellungen eine Rolle, und ob es "effektivere Formate" für Daimlers PR-Ziele gebe.

Die Entscheidung eines bisherigen Zugpferds der Detroiter Show passt ins Bild der Schwierigkeiten, die alle wichtigen Automessen in den letzten Jahren hatten: Angesichts schwindender Bedeutung der Shows für das Tagesgeschäft prüfen die Hersteller zunehmend, ob das hohe Kostenniveau dieser Messen noch vertretbar ist. Die IAA 2017 musste auf den Fiat-Konzern, Nissan, Peugeot oder Volvo verzichten. Den kommenden Genfer Autosalon haben Opel und Mini abgesagt.

Avatar von Björn Tolksdorf (bjoernmg)
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