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BMW 8er Cabrio 2019 (G14): Technische Daten, Bilder - Jetzt verliert der BMW 8er das Blechdach

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Nach dem BMW 8er Coupé kommt das BMW 8er Cabrio. Der offene 8er kann fast alles schlechter als der geschlossene, lässt aber in 15 Sekunden die Sonne rein. Alle Details.

BMW 8er Cabrio 2019 (G14): Mit dem offenen 8er erweitert BMW das Angebot in der Oberklasse BMW 8er Cabrio 2019 (G14): Mit dem offenen 8er erweitert BMW das Angebot in der Oberklasse Quelle: BMW

  • Offene Variante des BMW 8er Coupé
  • Elektrisches Stoffverdeck öffnet in 15 Sekunden
  • Nur zwei Motoren zum Marktstart
  • Saftiger Aufpreis fürs Stoffdach

München – Eben zeigten die Münchner das große SUV X7, kürzlich fuhren wir das neue 8er Coupé. Dessen sanft abfallendes Blechdach steht beim neuesten Luxus-Bayern nun zur Disposition. Es wird durch ein Textildach ersetzt, zum 8er Coupé kommt das 8er Cabrio. Damit wird der 8er schwerer, unpraktischer, langsamer und teurer. Aber eben auch: offen.

In den Abmessungen unterscheidet sich das Cabrio kaum vom Coupé. Länge (4,84 m), Breite (1,90 m) und Höhe (1,34 m) bleiben gleich, der Radstand (2,82 m) sowieso. Doch das Coupé-Gewicht kann der offene 8er nicht halten. Um 125 Kilo legt der offene 8er zu. Das Textilverdeck fällt ins Gewicht, zusätzlich musste die Karosserie des 8ers versteift werden.

BMW 8er Cabrio: Verdeck öffnet in 15 Sekunden

Zunächst bietet BMW den offenen 8er als M850i xDrive und als 840d xDrive an Zunächst bietet BMW den offenen 8er als M850i xDrive und als 840d xDrive an Quelle: BMW Allerdings hielten sich die Maßnahmen im Rahmen, sagt BMW. Zusätzliche Zugstreben und einige Veränderungen am sogenannten Schubfeld, also an Vorderachsteilen und am Unterboden. Dennoch: Bei mehr als zwei Tonnen Gewicht muss man schon einige Augen zudrücken, um das 8er Cabrio noch als Sportwagen durchgehen zu lassen.

Die Luxusklasse war nie etwas für Puristen. Schon gar nicht ohne Dach. Das öffnet und schließt natürlich elektrisch. 15 Sekunden dauert das Schauspiel, maximal 50 km/h darf man dabei fahren. Damit es die Insassen nicht fröstelt, bietet BMW optional eine Nackenheizung an, das Windschott gibt es serienmäßig.

Für große Reisen bietet sich das Cabrio nur bedingt an, sofern man Passagiere mitnehmen will. Das Kofferraumvolumen beträgt nur 350 Liter bei geschlossenem Verdeck. Offen schrumpft das Volumen weiter durch den Verdeckkasten. Der muss leider per Hand ausgeklappt werden, bevor man das Verdeck öffnet.

Da sich die Rücksitze ohnehin nur für kurze Strecken eignen, kann man sie auf Reisen für zusätzliches Gepäck nutzen. Die Lehnen lassen sich im Verhältnis 50:50 umklappen, eine Durchlademöglichkeit zum Kofferraum ist serienmäßig. Fahrer und Beifahrer sitzen ab Werk auf elektrisch verstellbaren Sportsitzen mit Lederbezug. Für den einfachen Zustieg hinten lassen sie sich elektrisch nach vorne klappen.

Live Cockpit Professional serienmäßig im 8er

Hinter den Sitzen bringt BMW beim 8er Cabrio ganz kleine Hutzen an Hinter den Sitzen bringt BMW beim 8er Cabrio ganz kleine Hutzen an Quelle: BMW Wie im 8er Coupé verteilt BMW auch im Cabrio reichlich Leder auf dem Armaturenbrett. Optional lässt es sich zweifarbig ordern. Glasapplikationen für den Schaltknauf und das Infotainment-Bediensystem iDrive baut BMW gegen Aufpreis ein.

Vom Fahrersitz aus betrachtet, unterscheidet sich das Cabrio nicht vom Coupé. Alle Knöpfe und Oberflächen fühlen sich gleichermaßen angenehm an, die Verarbeitung wirkt solide. Dass BMW manche Elemente wie etwa die Lüftungsdüsen auch in niedrigeren Fahrzeugklassen verbaut (BMW 3er, BMW Z4), kann man verschmerzen. Insgesamt wirkt der offene 8er hochwertig, aber etwas konventionell. Macht nichts, wenn das Fahren im Mittelpunkt steht. Wer Lounge-Atmosphäre bevorzugt, findet anderswo bessere Angebote.

Serienmäßig baut BMW das sogenannte Live Cockpit Professional ins 8er Cabrio. Dazu gehört ein volldigitaler Instrumententräger mit 12,3-Zoll-Diagonale und das Infotainment-Display in 10,25 Zoll. Festplatten-Navi mit Echtzeit-Verkehrsinfos, intelligente Sprachsteuerung, Gestensteuerung für einige Funktionen und diverse digitale Dienste gibt es serienmäßig. Updates für das Operating System 7.0 können „over the air“ durchgeführt werden und verbesserte Fahrzeugfunktionen umfassen.

Zum Markstart gibt es das 8er Cabrio als 840d und M850i

Die flachen Rückleuchten erbt das 8er Cabrio ebenfalls vom 8er Coupé Die flachen Rückleuchten erbt das 8er Cabrio ebenfalls vom 8er Coupé Quelle: BMW Bei den Motoren bietet der offene 8er zum Marktstart keine Überraschungen im Vergleich zum geschlossenen 8er. Ein 3,0-Liter-Diesel und ein 4,4-Liter-V8-Benziner stehen zur Wahl. Beide treiben alle vier Räder an, geschaltet wird per Achtgang-Automatik vom Zulieferer ZF. Der Reihensechser im 840d xDrive leistet 320 PS und schickt 680 Newtonmeter Drehmoment ins Getriebe. Der Biturbo-V8 im M850i xDrive kommt auf 530 PS und 750 Nm. Später wird ein BMW M8 mit mehr als 600 PS nachgeschoben, der BMW 840i kommt ebenfalls.

Bei den Fahrleistungen reiht das Cabrio sich hinter dem Coupé ein. Die M-Performance-Version mit Stoffdach braucht mit 3,9 Sekunden zwei Zehntel mehr bis Tempo 100, der Diesel ist mit 5,2 Sekunden um drei Zehntel langsamer als mit Blechdach.

Auch querdynamisch wird man wegen des höheren Gewichts Abstriche machen müssen. Technisch bringt das Cabrio die gleichen Voraussetzungen mit wie das Coupé. Über eine Lamellenkupplung verteilt der Allradantrieb das Moment bedarfsgerecht und vollvariabel zwischen Vorder- und Hinterachse.

Der M850i xDrive verfügt zudem serienmäßig über ein Sperrdifferenzial an der Hinterachse. Ebenfalls serienmäßig lenken beim 8er die Hinterräder mit. Bei niedrigen Geschwindigkeiten wird so die Agilität verbessert, bei höheren die Stabilität. Im M850i bietet BMW optional außerdem eine aktive Wankstabilisierung an. Elektrische Schwenkmotoren an Vorder- und Hinterachse halten den 8er in schnellen Kurven möglichst waagerecht.

BMW 8er Cabrio Preis: rund 8.000 Euro mehr fürs Stoffdach

BMW hat sich um einen flachen Heckabschluss beim Cabrio bemüht BMW hat sich um einen flachen Heckabschluss beim Cabrio bemüht Quelle: BMW Wer sich beim Fahren gerne helfen lässt, findet sämtliche Assistenzsysteme im 8er Cabrio, die wir vom Coupé kennen. Ab Werk hilft der 8er beim Spurhalten und -wechseln, beim Bremsen, er erkennt Verkehrszeichen, überwacht beim rückwärts ausparken den Verkehr und hält die Geschwindigkeit. Außerdem gibt es ein Head-up-Display.

Das volle Paket an Assistenten bringt der Driving Assistant Professional ins Auto. Damit hält der 8er automatisch Tempolimits ein, fährt im Stau weitgehend alleine und über eine Strecke von 50 Metern sogar komplett autonom rückwärts. Ebenfalls optional leuchtet das Fernlicht mit Lasertechnik.

BMW bringt das 8er Cabrio im März 2019 zu den Händlern. Die Preise starten ein gutes Stück über dem Coupé. Bleibt BMW mit dem 8er bei der Aufpreispolitik des 6ers, werden mehr als 8.000 Euro zwischen Coupé und Cabrio liegen. Für den 840d xDrive müssten Kunden also mehr als 108.000 Euro einplanen, der M850i xDrive läge bei rund 134.000 Euro.

BMW 8er Cabrio: Technische Daten

Modell M850i xDrive 840d xDrive
Motor 4,4-l-V8-Benziner 3,0-l-R6-Diesel
Leistung 530 PS (390 kW) 320 PS (235 kW)
Drehmoment 750 Nm 680 Nm
0-100 km/h 3,9 s 5,2 s
Geschwindigkeit 250 km/h 250 km/h
Antrieb Allrad, 8-Gang-Automatik Allrad, 8-Gang-Automatik
Verbrauch 10,0-9,9 l/100 km 6,3-5,9 l/100 km
CO2-Ausstoß 229-225 g/km 166-155 g/km
Länge/Breite/Höhe 4,851/1,902/1,345 4,843/1,902/1,339
Radstand 2,822 m 2,822 m
Gewicht 2.090 kg 2.030 kg
Kofferraumvolumen 350 l 350 l
Marktstart März 2019 März 2019

 

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