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Dodge Charger SRT Hellcat: Erste Bilder - Höllenmaschine mit vier Türen

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Dodge reicht den Viertürer nach: Nach dem Challenger wird der Charger zum Hellcat. Das bedeutet: 6,2 Liter Hubraum, 707 PS und fast 330 km/h Höchstgeschwindigkeit.

Laut Dodge absolviert der Charger SRT Hellcat die Viertelmeile in elf Sekunden Laut Dodge absolviert der Charger SRT Hellcat die Viertelmeile in elf Sekunden Quelle: Dodge

Detroit – Er war das beste Stück der Duke Boys, der schlimmste Feind von Steve McQueen und eins der coolsten Muscle-Cars aller Zeiten: Als Dodge den Charger 2005 neu auflegte, stand eine Legende Pate. Aus dem Coupé wurde ein Viertürer, eine (enge) Familien-Limousine mit unvernünftigen Genen und viel Schmalz im Arm.

Keine Chance in Deutschland: Die Auspuffanlage verzichtet angeblich weitestgehend auf Schalldämpfer. Keine Chance in Deutschland: Die Auspuffanlage verzichtet angeblich weitestgehend auf Schalldämpfer. Quelle: Dodge Vor einigen Monaten hat Dodge das 2015er Modell vorgestellt. Jetzt folgt die Top-Motorisierung: Der Charger bekommt den 6,2-Liter-Kompressor-Hemi des Dodge Challenger SRT Hellcat.

Dodge Charger Hellcat: 707 PS für die Familie

Was Dodge in Pebble Beach für viel Geld aufwändig in Szene setzt, ist schnell erklärt: Die komplette Technik des schnellsten Challenger wandert in den Charger. Dazu gehören eine Achtgang-Automatik in der „Heavy Duty“-Ausführung, Bremsscheiben mit 39 Zentimeter Durchmesser, ein aktives Fahrwerk mit drei Modi und der stärkste Achtzylinder des Konzerns.

Die Ingenieure reduzierten den Hubraum des 492 PS starken V8-Sauger des Challenger SRT um 200 Kubikzentimeter und schraubten einen riesigen Kompressor an den Block. Werbewirksam sprach der Hersteller erst von „mehr als 600 PS“ und rundete bei der Premiere des Challenger dann auf 707 Pferde auf.

11 Sekunden auf der Viertelmeile

Laut Dodge absolviert der Charger SRT Hellcat die Viertelmeile in elf Sekunden Laut Dodge absolviert der Charger SRT Hellcat die Viertelmeile in elf Sekunden Quelle: Dodge Bei einem Drehmoment von 881 Newtonmeter reiben sich selbst 275er-Sportreifen auf 20-Zoll-Felgen schneller auf als Badelatschen auf heißen Kohlen. Wer die angegebene Viertelmeilen-Zeit von elf Sekunden erreichen will, der darf das Gaspedal deshalb nur vorsichtig massieren. Oder er muss sich auf die Launch-Control verlassen. Dann rast der schnellste Charger in weniger als 13 Sekunden von 0 auf Tempo 160 – und zurück auf null.

Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten lässt sich ein Hellcat auf öffentlichen Straßen kaum auskosten. Im Alltag dürfte der „Valet-Schlüssel“ genügen – der begrenzt die Höchstdrehzahl auf 4.000 Touren, streicht den ersten Gang und zwingt das ESP zur höchsten Sicherheitsstufe. Eigentlich nur eine Vorsichtsmaßnahme für die neue Generation Sturm und Drang.

Kein Hellcat in Deutschland

Für die volle Leistung braucht man jedoch Rennstrecken, oder freigegebene, leere Autobahnen in good old Germany. Dort wird aber wohl niemand die knapp 330 km/h Höchstgeschwindigkeit des Hellcat ausfahren – der Chrysler-Konzern wird den Charger Hellcat hier nicht anbieten. Das scheitert ohnehin an der Auspuffanlage, die angeblich in erster Linie aus durchgehenden Rohren besteht. Wir trösten uns mit ein paar Klängen aus eben solchen:

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