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Unfall: Brennendes Tesla Model S - Hier verbrennen 3 Milliarden Börsendollar

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Das war ein verdammt teurer Unfall: Im US-Bundesstaat Washington brannte ein Tesla Model S nach einer Kollision. Der Börsenwert von Tesla fiel daraufhin um 3 Milliarden Dollar.

An einer Kreuzung im US-Bundesstaat Washington brennt ein Tesla Model S An einer Kreuzung im US-Bundesstaat Washington brennt ein Tesla Model S Quelle: youtube

New York - Die Börse straft den kalifornischen Elektroauto-Hersteller Tesla gnadenlos für einen Verkehrsunfall ab. Etwa drei Milliarden Dollar kosten die Kursverluste der Aktie nach dpa-Angaben, der Kurs sank um 12 Prozent.

Passiert war dies: Ein Amateurvideo auf Youtube zeigt, wie Flammen aus dem Vorderwagen eines Tesla Model S schlagen. Ein Feuerwehrmann versucht, zu löschen. Der Unfall ereignete sich nach Polizeiangaben am Dienstag.

Tesla: Feuer begann im Batteriemodul

Tesla äußerte sich inzwischen zum Vorfall. Das Auto sei mit einem großen, metallischen Gegenstand kollidiert. Eines der 16 Batteriemodule des Fahrzeugs sei direkt von dem Gegenstand getroffen und schwer beschädigt worden.

Das Alarmsystem des Model S habe daraufhin eine Gefahr erkannt und den Fahrer aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen. Der Mann stieg aus und blieb unverletzt.

Das Feuer sei im beschädigten Batteriemodul entstanden. Da die Batteriemodule isoliert voneinander seien, habe das Feuer nicht auf andere Module übergreifen können. Tesla untersucht nun das beschädigte Fahrzeug.

150.000 Autobrände pro Jahr

Ist Teslafahren also gefährlich? Der Journalist Damon Lavrinc rechnet vor: Jedes Jahr brennen in den USA über 150.000 Autos. Das sind 10 Prozent aller im Land registrierten Brände. Da sei es absurd anzunehmen, die Tesla-Akkus seien gefährlicher als der Benzintank eines Ford Fusion oder Toyota Corolla.

Lavrinc mag recht haben – der Börsenkurs der Tesla-Aktie sackte trotzdem von 192 Dollar am Dienstag auf aktuell 173 Dollar ab. Vielleicht spukt im Hinterkopf der Anleger noch Boeings Dreamliner herum. Zu Jahresbeginn führten zwei Batteriebrände zu einem Flugverbot für den Luxusliner.

Fakt ist: Schon 2011 musste Tesla 439 Tesla Roadster in die Werkstatt rufen, nachdem bei einem Fahrzeug Feuer ausgebrochen war. Beim Model S wollten die Kalifornier nun alles richtig machen, und es sah gut aus:

Vor zwei Monaten testete die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA das Tesla Model S. Die Elektrolimousine erhielt im Crashtest das beste Ergebnis, das je ein Auto erreichte. Tesla wirbt seitdem mit dem Slogan „Das sicherste Auto Amerikas“.

Youtube-Video: brennendes Tesla Model S

 

Quelle: dpa; SP-X; New York Times; Wired; Youtube; Google Finance

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